14. Nov, 2019

Saarland Rundwanderweg 9: Bostalsee – Nonnweiler

Tag 4 brach an und die Etappe 9 auf dem Saarland Rundwanderweg erwartete uns. Das reichhaltige Frühstück im Victor’s Seehotel Weingärtner gab uns wieder die nötige Kraft, um unsere heutige Tour unter die Füsse zu nehmen. Bei unseren Vorbereitungen zu dieser Etappe hatten wir bereits bemerkt, dass das vor 40 Jahren erschiene Wanderbüchlein sich nicht mit der Streckenführung der aktuellen Wanderkarte übereintrifft. Wir entschieden uns deshalb bereits im Vorfeld, heute der Wanderkarte zu folgen, da dort wohl die Markierungen besser passen, als bei der beschriebenen Routenführung. Wir zogen also los und querten das Ortschäftchen Bosen der Strasse nach. Wir zweigten in die südwestwärts führende Waldstrasse ein und folgten dieser zu den letzten Häusern am Waldrand hoch. Wir folgten vorerst dem Forststrässchen durch den Lauxwald hinauf, bevor sich dieses zu einem schönen Waldpfad verschmälerte. Wir traten aber schon bald wieder aus dem Wald heraus und wanderten am Waldsaum entlang zum Diegelsberg hoch. Auf dem Schotterweg wanderten wir am Kuhnenkreuz vorbei und erreichten durch die aussichtsreichen Feldgebiete die Peterkapelle auf dem Petersberg. Diese wurde bereits im 13. Jahrhundert als Holzkapelle errichtet und wurde 1539 erstmals urkundlich erwähnt. Eine Interessengemeinschaft fand sich dann 1975 zusammen, um 1982 einen Neubau im romanischen Stil  in die Tat umsetzten. Unser Weg knickte nun in nordöstlicher Richtung weg und wir folgten weiterhin dem Teersträsschen am Zollenberg entlang. Wir traten wieder aus dem Wald heraus und bogen, nachdem wir ein kurzes Stück der Landstrasse gefolgt waren, in einen Feldweg ein. Wir wanderten am kleinem Flugplatz Söttern vorbei und überquerten kurz danach die Autobahn. Unser Weg zog sich weiterhin auf Asphalt durch die Felder hindurch und wir gelangten so zum Ortsrand von Schwarzenbach. Wir querten den Ort durch das ruhige östliche Quartier und zweigten nachdem wir die Bahnlinie überquert hatten in einen Wirtschaftsweg ein. Der Saarland Rundwanderweg führte uns zum Waldrand hin und wir tauchten einige Zeit später in diesen dann auch hinein. Wir befanden uns nun in der nördlichsten Ecke des Saarlandes und wanderten schier endlos und immer bergan zum Ringwall von Otzenhausen hoch. Im Volksmund auch als Hunnenring bezeichnet, ist dies eine mächtige keltische Befestigungsanlage am Hange des Dollbergs. Archäologen datieren die Entstehung der Befestigung ins 5. Jahrhundert vor Christus, welche aber Mitte des 1. Jahrhunderts nach dem Gallischen Krieg jedoch wieder verlassen wurde. Wir überquerten den Hunnenring über die kühne Felsentreppe und verliessen die Anlage an seiner Südspitze. Ziemlich steil und sehr unwegsam siegen wir auf dem schmalen Pfad zu einem Forstweg hinab. Trittsicherheit war hier schon etwas von Vorteil, da die Steine durch das nasse Laub bedeckt waren. Wir überquerten die Landstrasse und zogen über den Waldparkplatz in den Wald hinein. Vorbei am idyllisch im Wald gelegenen Kloppbruchweiher, ging es nun weiter abwärts zur Primstalsperre bei Nonnweiler. Die 1982 fertig erstellte, ein Quadratkilometer grosse Talsperre, fasst ein Wasservolumen von 20 Millionen Kubikmeter und ist somit der grösste Wasserspeicher im Saarland und Rheinland-Pfalz. Der breite Uferweg führte uns zur Dammkrone hin, wo sich nun der Wanderweg hinab ins Primstal wendete. Ein paar Kehren weiter unten trafen wir wieder auf befestigten Weg und folgten diesem durch das Tälchen hinaus. An der Nonnweiler Mühle vorbei erreichten wir schon gleich den Ortsrand von Nonnweiler. Jetzt folgten wir noch ein Stück aufwärts der Landstrasse entlang und hatten schon bald mit der Parkschenke Simon, unser heutiges Etappenziel erreicht. Wunderschöne Wanderung mit 21 Kilometer in 5 Stunden und 45 Minuten Gehzeit. Insgesamt 380 Höhenmeter aufwärts

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