11. Aug, 2019

Turren - Kaiserstuhl (Schmetterlingspfad)

Um im artenreichsten Schmetterlingsgebiet der Schweiz eine Wanderung zu unternehmen, begaben wir uns heute in die hinterste Ecke des Kanton Obwaldens. Der Schmetterlingspfad in Lungern (Nr.575) soll uns auf einem Höhenweg, durch Pflanzenschutzgebiete und mit mit Beobachtungen von Grossschmetterlingen führen. Oberhalb des Lungerersees soll sich nämlich das artenreichste Schmetterlingsgebiet der Schweiz befinden, wonach sich dort über 100 verschiedene Arten der bunten und tagesaktiven Sommervögel tummeln sollen. Wir reisten also mit der Brünigbahn nach Lungern, wo uns der von uns vorreservierte Gratis-Shuttlebus zur Lungern-Turren-Bahn erwartete. Die Luftseilbahn brachte uns dann bequem hinauf zum Aussichtplateau Turren, wo wir erst einmal die fantastische Aussicht geniessen konnten. Danach zogen wir nun endlich los und folgten dem asphaltierten Weg vorerst hinab zur Alpe Dundel. Wir überquerten den Dundelbach und wanderten nun auf den nächsten zwei Kilometern dem Teersträsschen über sechs Kehren bergauf. Kurz vor den Alpgebäuden zweigten wir in pfadloses Weideland ein, durch welches wir nun ziemlich direkt hoch aufs Dundelegg zogen. Wir folgten dem schmalen Pfad des Grasrückens auf dem Dundelegg zum Gipfelkreuz des Sädels. Von hier oben hatten wir nun einen fantastischen Dreiseen- und Panoramablick. Tief unter uns lag der smaragdgrüne Lungerersee, im Norden präsentierte sich uns der Sarnersee und in der Ferne konnten wir sogar noch den bleichen verwaschenen Streifen des Vierwaldstättersees erblicken. Die weissen Viertausender der Berner Alpen, sowie die Obwaldner und Urner Berge zeigten sich uns schön und in voller Pracht, bevor wir dann unseren Weiterweg unter die Füsse nahmen. Aussichtsreich führte uns der Wanderweg über schöne Alpweiden, kurze Waldabschnitte und zum Teil matschig hinunter nach Feldmoos. Der Schmetterlingspfad machte seinem Namen alle Ehre, konnten wir doch eine Vielzahl der bunten Flatterntierchen beobachten. Die zahlreichen Infotafeln am Wegesrand, halfen uns dabei, den einen oder anderen zu bestimmen oder wissenswertes zu erfahren. Wir bewegten uns nun wieder auf breiterem Wege und passierten die Alpgebäude im Feldmoos. Wir wanderten unterhalb des auffälligen Ankenhubel herum und erreichten bald den Äschligrat. Unten am Ufer des Lungerersees konnten wir zwar bereits unser Ziel in Kaiserstuhl erkennen, aber der Weg dorthin war dennoch ein ganzes Stück entfernt. So folgten wir dem Alpsträsschen in südlicher Richtung stets bergab und tauchten nach der Gerischwendi in den Hostettwald hinein. Wir querten zwei kleine Bachläufe im Madegg und verliessen in der Ergeten den Wald wieder. Das Strässchen führte uns am Waldrand entlang hinab und zweigten nach der Spitzkehre von diesem an, um in den Wanderpfad einzubiegen. Sehr steil und schmal zog sich unser Weg bergab, erst im Wald und dann über die saftigen Weiden. gelangten wir zum aussichtsreichen Plateau auf Juch. Der Weg wurde nun wieder flacher und wir wanderten am Hang entlang Norden zu. Wechselweise durch Wald und Lichtungen erreichten wir die Häuschen auf Blattisdurren, wo sich unser Weg wieder zu einem Natursträsschen verbreiterte. Im Teifiwald wurde es dann nochmals etwas steil und der Wanderweg führte uns ziemlich direkt hinab zum Teersträsschen, welches uns nach Bürglen führen soll. Etwas kurvenreich folgten wir der Strasse hinunter ans Ufer des Lungerersees und wanderten den Markierungen nach zum Bahnhof in Kaiserstuhl hin. Dort endete dann auch unsere Tour auf dem Schmetterlingspfad und wir machten uns mit dem Zug wieder in Richtung Heimat. Wunderschöne Wanderung mit 14 Kilometern in 4 Stunden und 15 Minuten Gehzeit. Insgesamt 300 Höhenmeter aufwärts und 1100 Höhenmeter abwärts.