31. Jul, 2022

Grafenort - Engelberg (Aabachschlucht Erlebnisweg)

Wir hatten uns für diesen Sonntag eine weitere Schluchtenwanderung ausgesucht, um der der momentanen Hitzewelle wieder ein wenig entfliehen zu können. Dieses Mal verschlug es uns in den Kanton Obwalden, wo wir heute die Engelberger Aaschlucht erwandern wollen. Die Zentralbahn brachte uns zur Bahnstation Grafenort und konnten dann dort auch mit unserer Wanderung beginnen. Der Wanderweg führte uns gleich zu Anfang am historischen und barocken Herrenhaus vorbei. Das Gebäude diente früher für vornehme Reisende als Unterkunft und Verpflegung auf ihrem Weg nach Engelberg. Ausserdem diente es auch den Mönchen des Klosters Engelberg als Ferienort. Unser Weg führte uns dem Strässchen entlang zum Aabach hin, der hier noch sehr breit ist. Dies wird sich aber, je weiter wir bergwärts wandern, mit Sicherheit noch ändern. Auf unserem Weg werden uns dann auch immer wieder Infotafeln begegnen, welche uns über die Entstehung des Weges, die Brücken und die einheimische Fauna informieren sollen. Die Schleissenbrügg brachte uns dann zum ersten Mal ans andere Ufer der Aa und wanderten am Forsthof Grafenort vorüber. Der weg verschmälerte sich dann auch etwas und liessen uns durch den schönen lichten Uferwald leicht bergan treiben. Etwas nach der Hasenmatt erreichten wir wieder für kürzere Zeit ein Teersträsschen, das uns erst über den Gerbibach und dann wiederum über die Aa führte. Auf einem breiten Natursträsschen wanderten weiter etwas aufwärts am Laufe des Aabaches entlang. Zu unserer Rechten konnten wir einen schönen Wasserfall erblicken und kamen dann auch dem Staubecken des Wasserkraftwerkes in Obermatt näher. Wir passierten dieses grosse Wasserbassin auf dem Teersträsschen, welches uns dann in den Wald hineinleitete. Die gemauerte Arnibrügg brachte uns abermals auf die andere Uferseite und wanderten auf der weiterhin breiten Wegführung des Aawasser Erlebnisweg bergan. Wir gelangten so zur ersten Hängebrücke in der Schlucht. Die ein wenig schaukelnde Brücke, mit ihrer Spannweite von 44 Metern, brachte uns sicher über die wilde Engelberger Aa. Kurz darauf erschien uns dann auch schon die Hängebrücke Nummer 2. Es handelt sich hierbei um ein seltenes Exemplar, da diese in zwei Teile geknickt ist. Satte 76 Meter langes, etwas schwankendes Wandervergnügen bereitete uns diese Hängebrücke und gelangten so wieder über den rauschenden Bach. Der Weg verzweigte sich bald darauf, Biker müssen hier den Weg geradeaus nehmen, wir Wanderer können aber weiterhin den Schönheiten durch die Schlucht frönen. Eine Eisenbrücke brachte uns abermals über die Engelberger Aa. Der Weg wurde hier etwas anspruchsvoller, aber durchaus auch immer märchenhafter. So säumten schön bemooste Steine und Wurzelzeug den Pfad durch die wilde Schlucht. Unser Weg führte uns durch einen kleinen wunderschönen Naturtunnel hindurch auf die dritte Hängebrücke zu. Die 5o Meter lange Stahlbrücke ist zugleich auch die längste der Aaschlucht. Wir erreichten wieder sicheren Boden auf der anderen Seite und passierten auf unserem Weg durch die Schlucht nochmals zwei weiter schöne Brücken. Wir entstiegen so langsam, aber sicher der Schlucht und der Weg flachte ab. Etwas abenteuerlich führte uns der Weg nun etwa 100 Meter unter Hauptstrasse entlang, wobei uns Seile und ein improvisierter Stuhl zwei Hindernisse das Überqueren erleichterten. Wir hatten danach aber den Ortseingang von Engelberg erreicht und vor uns lag der schöne Eugenisee. Wir wanderten auf dem schön angelegten Seeweg, ziemlich direkt am Ufer entlang, bevor wir an deren Ostseite auf Hartbelag stiessen. Wir wechselten wieder an den Lauf der Engelberger Aa, welche hier noch viel gemächlicher fliesst als vorhin wild durch die Schlucht. Wir wanderten am lauf des Baches entlang, querten über eine Brücke diesen und liessen uns von den Markierungen durch das schöne Dorf zum Bahnhof dirigieren. Dort endete unsere heutige Tour und reisten mit der bahn wieder in Richtung Heimat zurück. Wunderschöne Wanderung mit 9 Kilometern in knapp 3 Stunden Gehzeit. Insgesamt 435 Höhenmeter aufwärts.

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