21. Aug, 2022

Giswil - Schacherseppliweg - Sachseln

„I bi dr Schacherseppeli, im ganze Land bekannt…“ – Eines der bekanntesten Schweizer Volksliedes wird uns auf der heutigen Wanderung wohl als Ohrwurm begleiten. Wir hatten uns heute nämlich der Erlebnisweg „Schacherseppliweg“ im obwaldischen Giswil ausgesucht. Dieser wurde hier zu Ehren der verstorbenen Jodlers Ruedi Rymann gestaltet und führt über 15 Stationen durch eine herrliche Natur. So reisten wir in die südliche Ecke der Zentralschweiz, wo wir unseren Weg direkt beim Bahnhof in Giswil aufnehmen konnten. Wir waren kaum aus der Zentralbahn ausgestiegen, wurden wir auch schon vom Schacherseppeli begrüsst. Eine schön geschnitzte überlebensgrosse Holzfigur lächelte uns entgegen und präsentierte uns den Ausgangspunkt zu unserer Wanderung auf dem Erlebnisweg an. Der Weg ist in zwei Routen aufgeteilt, wobei die Kürzere (blau) dem Lied und die Längere (rot) dem Leben des Jodlers und Wildhüters Rymann gewidmet ist. Für uns kam natürlich nur die gesamte Route in Frage und wanderten vom Bahnhof nun weg. Der Wegweiser lotste uns von der Strasse auf ein unbefestigtes Weglein, welches uns nun am Flusslauf der Laui entlangführte. Wir passierten die Stationen „Vogel auf dem Baum“ und „Bergpanorama“ und gelangten so auf den Waldrand zu. Ein wunderschönes Grilllplätzchen mit seiner „Schärmehütte“, welches auch zugleich Station „Zwischen Himmel und Erde“ darstellt, liessen wir dann auch hinter uns. Das Waldsträsschen führte uns auf die „Alte Kirche“ zu. Diese offene Kapelle aus dem Jahre 1935 erinnert an die alte Pfarrkirche, welche im Jahre 1629 bei einem Unwetter stark beschädigt wurde. Hier befand sich dann auch die 5. Station „Lauf der Zeit“ und hier trennte sich die blaue von der roten Route. Unsere Wegführung bietet fortan an sieben Attraktionspunkten schöne Verschnaufpausen mit Wissenswerten aus Ruedi Rymann’s Leben und diversen kleinen Spielen. Im Weiler Wespimatt liessen wir den Wald hinter uns, überquerten den Mülibach und fassten dort Hartbelag unter unsere Wanderschuhe. Das Strässchen führte uns am Waldrand bergan und liessen uns dann von der Markierung etwas später wieder in den Wald hinein dirigieren. Ein langer Steg führte uns dann über die Rüfen des Lauibaches passierten zwei weitere Stationen auf dem „Schacherseppli-Weg“ und das Strässchen senkte ich dann zum Waldausgang hin ab. Die Weiler Rüti und Grossteil präsentierten sich nun vor uns und wanderten der Strasse nach durch die Streusiedlungen und vielzahl Obstbäumen hinaus. Immer wieder liessen wir Informationstafeln hinter uns und gelangten zur Kirche in Grosteil hin. Auf deren Friedhof fand hier Ruedi Rymann auch seine letzte Ruhestätte. Immer noch auf dem Strässchen wandernd kamen wir auf die Käserei Schnider zu, die hier den Schacherseppli-Käse vermarket. Natürlich liessen wir uns das nicht nehmen und kauften im Hoflädeli gerne ein Stück davon. Die Strasse führte uns wieder auf den Wald zu, wo uns die Wegweisung auf ein Forststrässchen leitete. Wir trafen hier schon bald wieder auf die blaue Route, welche uns hier bis zum Schluss auf drei Stationen wieder dem Lied „Dr Schacherseppli“ gewidmet ist. Unser Weg führte uns wieder aus dem Wald heraus und wir wanderten auf dem Dammweg Laui in Richtung Ausgangspunkt entlang. Hier endet eigentlich die Runde auf dem Erlebnisweg, wir haten uns aber schon im Vorfeld entschieden die Wanderung doch noch etwas zu verlängern. So wanderten wir weiterhin der Laui entlang und wechselten im Böschried dann zur Strasse hinauf. Diese führte uns am Hanenried vorbei an den Sarnersee. Beim Zollhaus wechselten wir dann auf naturbelassenen Wege und folgten diesem immer nahe des Ufers des schönen Sarnersee. Mit fantastischer Sicht auf den schillernden See mit seine prächtigen Bergen im Hintergrund wanderten wir so auf dem schön angelegten Seeweg. Wir passierten immer wieder mehrere Stege und Wasserläufe und hohes Schilf und genossen diesen kurzweiligen Wanderabschnitt. So erreichten wir dann auch nach einiger Zeit die Ortschaft Sachseln und fanden dann auch den Bahnhof, welcher unser Endpunkt der Wanderung darstellte. Schöne Wanderung mit 16.5 Kilometern in 4 Stunden Gehzeit. Insgesamt 114 Höhenmeter aufwärts. 

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