7. Apr, 2019

Lottstetten - Rüdlingen - Ellikon - Lottstetten

Die Naturparadiese an Thur und Hochrhein lockten uns zu einer Wanderung und wir reisten dazu ins baden-württembergische Lottstetten. Wir starteten unsere Tour an deren Bahnstation und zogen der Strasse entlang etwas abwärts von dieser weg. Wir zweigten kurz darauf in die breite Hauptstrasse ein, welche uns durch den Ort zum Weisshaarplatz brachte. Eine Informationstafel erinnerte uns dort an den Gastwirt und Revolutionär Joseph Weisshaar, welcher 1848 die badische Freischartruppe im Heckeraufstand anführte. Etwas nach dem Gasthof zweigten wir in südlicher Richtung ab und verliessen so nach und nach die Ortschaft. Ein Strässchen brachte uns durch Feldgebiet, wo wir über eine Brücke die Bundesstrasse überqueren konnten. Wir zogen an den Hardtweghöfen vorbei und zweigten nach der kleinen Waldzunge in den kaum erkennbaren Wiesenpfad ein. Wir betraten den Wald und wanderten auf dem schönen Waldweg durch das ausgewiesene Naturschutzgebiet der Nacker Mühle hindurch. Ein kurzes Stück auf der Strasse brachte uns zur Gaststätte Nacker Mühle und wir tauchten sogleich wieder in den Wald hinein. Wir wanderten auf schmalem Wege durch das Wäldchen bis zu einem Strässchen hin, welches uns zum Ortschäftchen Nack brachte. Kurz vor dem Zollamt zweigten wir ab und folgten der sogenannten Nacker Steige etwas steiler hinunter zum Rhein. Der Grenzstein Nummer Eins markierte hier die Landesgrenze zwischen dem ehemaligen Grossherzogtum Baden (GB) und dem Kanton Schaffhausen (CS). Wir setzten nun unsere Füsse ins Schweizer Hoheitsgebiet über und folgten dem schönen und vorerst recht breiten Uferweg dem Rhein entlang. Ein schmaler und treppendurchsetzter Pfad führte uns dann hinab direkt ans Rheinufer. Mit Blick auf die gegenüberliegende Thur-Mündung und an den Buchberger Fischteichen vorbei, folgten wir dem wunderschönen und lauschigen Uferweg. Wir erreichten so die Obere Insel im Alten Rhein, welchen wir dann über den kleinen Damm überqueren konnten. Wir stiegen zu einem Strässchen hinauf und wanderten übers Schlossbuck zum Burschtel, wo wir dann wieder in einen schmaleren Pfad einbiegen durften. Wieder am Rhein entlang ging es nun weiter, wo bereits die prächtigen Fachwerkbauten von Rüdlingen und die darüber thronende Kirche Buchberg in Sichtweite kamen. Nach der Badebucht gelangten wir zur Strassenbrücke, auf welcher wir den Rhein überquerten und somit unsere Wanderfüsse fortan im Kanton Zürich bewegten. Der Fusspfad brachte uns an der Ziegelhütte vorbei und folgten danach dem Strässchen durch die Stäubisallmend. Am Naturzentrum Thurauen wanderten wir vorüber und zweigten in der Wiese zwischen Campingplatz und Rhein ein. Der Weg verbreiterte sich aber bald wieder zu einem Strässchen und wir folgten so weiterhin dem Rheinufer zu unserer Linken und der Kulturlandschaft des Flaacherfelds zur Rechten. Kurz vor dem Thurspitz verliessen wir nun das Ufer und wanderten durch die schönen Thurauen und dem Auenwald zur Thurbrücke. Wir wechselten dort die Uferseite und gelangten über die Alti Thur wieder an den Hochrhein. Durch die schöne Auenlandschaft erreichten wir schon bald die Fährstation in der Ortschaft Ellikon. Seit dem Jahre 1500 verbindet eine Rheinfähre das deutsche Lottstetten mit dem Zürcher Weinland. Die Seilfähre „Rüedifaar“, welche ausschliesslich durch die Strömung des Rheins angetrieben wird, brachte uns dann sicher ans deutsche Ufer. Das Schottersträsschen führte uns nun durch den Wald und wanderten auf die Nacker Mühle zu. Von dort ging es nun auf dem schon bekannten Wege von heute Morgen zum Bahnhof in Lottstetten zurück. Wunderschöne Wanderung mit 21 Kilometern in 5.5 Stunden Gehzeit. Insgesamt 140 Höhemeter aufwärts