1. Sep, 2019

Thayngen - Jakobsfelsen - Schaffhausen

Kurzfristig entschieden wir uns, die geplante Wanderung im Urner Schächental wegen zu hoher Gewittergefahr zu verwerfen und uns daher zu einem neuen Vorhaben zu widmen.  Das Wetter soll im nördlichen Teil der Schweiz etwas länger halten und wir begaben uns demnach in den Kanton Schaffhausen. Der Bahnhof Thayngen markierte unseren Startpunkt und wir zogen über den Kreuzplatz und der Hauptstrasse nach durch den Ort. Der Mühlenweg brachte zum Flüsschen Biber, welchem wir nun auf dem schönen Wanderweglein und immer wiederan  wechselnden Uferseiten aus der Ortschaft hinaus folgten. In der Groossi Aue verliessen wir das Ufer und wechselten über die Hauptstrasse in den Weiler Hüttenleben. Wir hielten uns auf den Waldrand zu und stiegen nun beim auf dem Waldpfad stetig in die Höhe. Etwas schmaler und steiler wanderten wir etwas später hinauf auf die Erhebung und Aussichtspunkt Buck, wo wir einen wunderschönen Blick in die Ferne schweifen lassen konnten. Weiter durch den Wald gelangten wir auf ein Hochplateau auf der sich uns das Ortschäftchen Lohn präsentierte. Wir folgten der Strasse quer durch den Ort und verliessen diesen auf deren Westseite wieder.  Dort zweigten wir nach den letzten Häusern in ein Kiessträsschen ein, welchem wir an deren Ende folgten. Über einen Wiesenpfad im Mattetöbeli wechselten wir zum Waldrand hinab, wo uns ein schöner Weg in den Talgrund hinunterführte. Durch ein Seitentobel im Chalberwald wanderten wir aber sogleich auf schmalen Pfade in die Höhe und erreichten wiederum eine wunderbare Hochfläche mit Hanf- und Sonnenblumenfeldern. Die Flursträsschen führte uns durch diese Felder hindurch, streiften so den Dorfrand von Büttenhardt und zogen oberhalb wieder in den Wald hinein. Der Pfad leitete uns am Hang entlang ins Freudental hinab, wo wir aber gleich wieder auf dem Asphaltsträsschen und etwas später auf lauschigen Pfade zur Beiz am Ferienheim auf dem Schlössibuck hinaufstiegen. Natürlich kehrten wir in dem gemütlichen Restaurant ein und liessen uns der selbstgemachte Kuchen und die Tasse Kaffee schmecken, bevor es wieder weiterging. Direkt an dem Grenzverlauf zu Deutschland führte uns die Naturstrasse entlang und machten dann beim Grenzstein Nr. 689 einen Schwenker, um weiterhin der Staatsgrenze folgen zu können. Der Forstweg brachte uns dazu weiter bergauf und wir zweigten nach der Lichtung Cholrüüti in den horizontalen Pfad zum Jakobsfelsen im Merishausener Wald ein. Der freistehende, mehrere Meter hohe Felsturm, konnten wir sicher über ein steile Eisentreppe bestiegen. Die Sicht über die bewaldeten Höhen des Randen und über den Schwarzwald war einfach nur wunderschön und liess uns ein wenig verweilen. Wieder zurück auf Mutter Erde folgten wir demselben Weg vorerst zurück zum Grenzstein Nr. 689, wo uns das Flursträsschen über die Höhe des Emmerberges brachte. Die Naturstrasse durchquerte eine kleine Waldpartie und Wiesen, bevor wir nun endgültig wieder in den Wald hinein tauchten. Auf dem Strässchen wanderten wir durch die Freudentalhalde stetig bergab und verliessen im Mittlers Freudental den Wald wieder. Am Waldrand entlang folgten wir unserem Weg durch das kleine wunderbare Naturparadies-Tälchen hindurch. In der Sunnehau erreichten wir den wieder Hartbelag und wanderten auf diesem in Richtung Merishausertal zu. Kurz vor Ende unserer Tour gelangten wir noch zum Felsformation des Schweizerbild, einem urgeschichtlichen Fundort, welcher sogar zum Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung zählen soll. Wir folgten noch einem kurzen Stück dem Strässchen und hatten so schon gleich die Bushaltstelle Dachsebüel erreicht. Der Stadtbus brachte uns zum Bahnhof in Schaffhausen, wo es dann wieder Richtung Heimat ging. Wunderschöne Wanderung mit 16 Kilometern in 4.5 Stunden Gehzeit. Insgesamt 450 Höhenmeter aufwärts. 

Bildergalerie