28. Mrz, 2021

Siblinger Höhe - Trasadingen (Blauburgunderland Panoramaweg)

Wir reisten mal wieder in die nördlichste Ecke der Schweiz, um im grössten zusammenhängenden Rebbaugebiet der Schweiz eine Wanderung unter unsere Füsse zu nehmen. Die Markierungen des Blauburgunderland Panoramaweg (Nr. 899) sollten uns dann dabei den Weg dieser Höhenwanderung mitten durch das Herz der Schaffhauser Weinberge weisen. Ausgangspunkt zu dieser Tour war die Siblingerhöhe, welche wir bequem mit dem Bus erreichen konnten. Wir entfernten uns von der nostalgischen Bushaltestelle in südwestlicher Richtung und folgten ein Stückweit der Strasse entlang. Die Wegweisung dirigierte uns jedoch schon gleich auf ein Schotterweg ein. Wir folgten diesem leicht aufwärts durch die weiten Feldgebiete hinaus du gelangten so auf den höchsten Punkt, den Hammel mit seinen 616 Meter hinauf. Das Strässchen senkte sich dort wieder und wanderten am Hinterer Berghof vorbei in die Weinberge hinab. Bereits die Römer sollen in diesem mediterran anmutenden Gebiet Weinbau betrieben haben. Der Blauburgunder spielt hier eine tragende Rolle, wächst doch an drei von vier Rebstöcken die Pinot Noir Traube. Der Naturweg welche uns in die Reben hinab brachte war erstmals etwas steiler, bevor er uns dann am Hang entlang flacher weiterführte. Immer wieder konnten wir dabei sehr schöne Blicke über den Klettgau, auf die Schweizer Alpen und die Höhenzüge des Südschwarzwaldes geniessen. Wir bewegten uns so auf die Bergkirche St. Moritz zu, dessen Ursprünge auf das Jahr 1491 zurückführen. Das sehenswerte Gotteshaus steht auf dem Vorsprung des Hallauerberges und ist mit ihrer erhöhten Lage der Blickpunkt und Wahrzeichen des Klettgaus. Wir blieben aber etwas oberhalb der Kirche und folgten der Strasse wieder bergwärts zum Berghof hinauf. Wir liessen so die Rebberge wieder hinter uns marschierten auf Asphalt dem Höhenzug des Hallauerbärg entlang. Weiterhin schöne Weitblicke begleiteten unsere Wanderung und fassten dann auch schon wieder auf einem Natursträsschen Fuss. Dieses leitete uns nun wieder oberhalb der Weinberge entlang. Der Weg zog dann auch schon bald wieder leicht an und wanderten auf die Hügelkuppe des Rummele zu. Wir passierten den vollbesetzten Picknick-Platz und gelangten nun wieder abwärts wandernd am Rummelenhof vorbei. Wir querten das kleine Wäldchen im Chällergrabe und fassten dort dann für einen kürzer Abschnitt Teerbelag als Untergrund. Wir bewegten uns auf die Hangkante des Wilchingerbärgs zu, an welcher uns nun das Kiessträsschen entlang leitete. Immer wieder konnten wir weitere Blicke übers Weinbaugebiet und das Klettgau werfen. Das Strässchen führte uns leicht ansteigend auf den stattlichen Erlebnisbauernhof zu, der sich unmittelbar an der deutschen Staatsgrenze platziert. Wir machten hier dann aber einen Schwenker und begaben uns nun auf unseren Abstieg ins Tal. Das Strässchen führte uns durch das Schlaapfitobel hinaus in ein schönes Wäldchen hinein, welches wir zu deren Südseite querten und auf die letzten Rebberge des Tages stiessen. Das Teersträsschen führte uns durch das Weingut der Hindere Wingete hindurch und erreichten so schon bald die ersten Häuser der ländlichen Gemeinde Trasadingen im Unterklettgau. Wir wanderten durch den gut erhaltenen Dorfkern mit seinen stattlichen Häusern hindurch und liessen uns von den Markierungen zum Bahnhof hin lotsten. Dort endete unsere heutige Wanderung dann auch schon wieder und machten uns wieder zurück Richtung Heimat. Schöne Tour mit 14.5 Kilometern in 3 Stunden und 45 Minuten Gehzeit. Insgesamt. 180 Höhenmeter aufwärts. 

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