12. Sep, 2021

Merishausen - Hagenturm - Bargen

Unsere heutige Wanderung fand heute mal wieder im nördlichsten Zipfel der Schweiz statt. Wir hatten uns nämlich eine Wanderung zum höchsten Punkt des Kantons Schaffhausen ausgesucht, welche uns über den Randen zum Hagenturm führen soll. Wir reisten mit Bahn und Bus nach Merishausen, wo unsere Tour beim Gemeindehaus dann auch beginnen konnte. Der Hauptstrasse entlang wanderten wir nun aus dem langgezogenen Ort hinaus und zweigten kurz vor Dorfende in das westwärts führende Strässchen ein. Wir liessen so langsam, aber sicher die letzten Häuser hinter uns und wanderten leicht ansteigend in das stille Doschdetaal hinein. Das Strässchen hatte sich mittlerweile von Hart- auf Naturbelag mutiert und wir folgten diesem dem plätschernden Doschdetaalbach und dem bewaldeten Berghang entlang. Die Markierung lotste uns in der Staanewägwise in ein Nebentälchen ein und wir wanderten auf dem Natursträsschen in den Wald hinein. Unser Weg zog sich nun auch etwas kräftiger in die Höhe und gewannen so durch das Guettobel hinauf auch ziemlich schnell an Höhe. Im Guethäuli knickte uns unser Weg dann in nördliche Richtung ab und flachte somit dann auch wieder etwas ab. Wir wanderten weiterhin durch den lichten Wald mit seiner schönen Fauna und Flora und konnten immer wieder die wunderbaren Blüten – und Farnpflanzen an uns vorbeiziehen lassen. Leicht abwärts kamen wir dann auf die Lichtung Häidebomm zu, bevor dann der Weg unterhalb der Erhebung des Hasebuck dann wieder in die Höhe zog. Wir steckten diese weiteren Höhenmeter aber locker weg und liessen uns dann von der Markierung auf ein Wanderweglein dirigieren. Dieses brachte uns im finalen Anstieg dann hinauf auf den 912 Meter hohen Hage, dem höchsten Punkt des Kantons Schaffhausen. Der 40 Meter hohe Aussichtsturm Hagenturm erwartete uns bereits zur Besteigung. Über ganze 225 Stufen erstiegen wir den Stahlfachwerkturm aus dem Jahre 1989 zu deren Aussichtsplattform hinauf. Auf insgesamt vier Panoramatafeln konnten wir uns die Ausblicke in alle vier Himmelsrichtungen erklären lassen und den Rundumblick übers Mittelland bis hinein in den Schwarzwald einfach nur geniessen. Wieder zurück auf Mutter Erde, wanderten wir der Fahrstrasse nun abwärts dem Ättenberg entlang. Wir passierten die grössere Lichtung am Hindersoo, wo sich das Strässchen nun wieder etwas aufwärts mühte. Wir gelangten so auf die Erhebung am Hintern Randen hinauf. Der Weg mutierte sich nun zu einem zugewachsenen Waldpfad und senkte ich dann bald ziemlich steil hinab zur Iblenquelle. Hier entspringt die Durach, welche sich fortan ihren Weg durch das Tal bahnt und bis nach Schaffhausen fliesst, um dort in den Rhein zu münden. Wir setzten unsere Füsse wiederum auf ein Fahrsträsschen und wanderten diesem durch das ruhige und schöne Mülital hinab. Wir kamen so immer mehr talauswärts und erreichten so den Dorfanfang von Bargen. Diese Ortschaft gilt als die nördlichste Gemeinde der Schweiz und ist im Westen und Norden von den deutschen Gemeinden Blumberg und im Osten von Tengen umschlossen. Wir fühlten nun wieder Hartbelag unter unseren Wanderschuhen und zogen durch den beschaulichen Ort zur Bushaltestelle Dorf. Wir beendeten dort unsere heutige Tour und reisten wieder zurück in Richtung Heimat. Schöne Wanderung mit 15 Kilometern in 4 Stunden Gehzeit. Insgesamt 390 Höhenmeter aufwärts. 

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