22. Jul, 2018

Olivone - Croce Portera - Acquacalda

Für die heutige Wandertour zog es uns ins Bleniotal im nördlichen Teil des Kantons Tessin. Das schöne Wandergebiet, welches reich an Flora und Fauna ist, sollte auch von uns mal entdeckt werden. Die Anreise mit dem Bus über den Lukmanierpass brachte uns nach Olivone, wo wir bei der Haltestelle Petullo unsere Tour beginnen konnten. Am oberen Dorfrand folgten wir auf dem alten Saumpfad, der Markierungen des „Sentiero Lucomagno“ und „Sentiero alto Blenio“ bergauf. Wir erreichten den Weiler Sommascona und wanderten an der Kirche „Oratorio di Santa Maria deile Grazie, welche aus dem 12. Jahrhundert stammt, vorüber. Nach einem kurzen Stück auf Asphalt, zweigten wir bei Roonchi in ein Kiessträsschen ein. Dieses führte uns nun durch Wiesen und Wald in unzähligen Kehren beständig bergauf. Der Blick ins Tal oder die umliegenden Berge, welcher uns dabei ab und zu freigegeben wurde, war einfach nur fantastisch. Nach dem wir nun 500 Höhenmeter hinter uns gebracht hatten, erreichten wir die Alp Saléi, wo nun das bequeme Strässchen auch ihr Ende fand. Ein schmaler und sehr steiler Pfad führte uns nun dem Waldsaum entlang hoch zum Weiler Smöu, wo uns nun eine Hochebene zu Füssen lag. Die Flora und Fauna präsentierte sich uns hier oben von ihrer schönsten Seite. Ein Natursträsschen brachte uns etwas weiter nach oben, wo wir wieder auf den nördlich abzweigenden Wanderweg einbiegen konnte. Wir umwanderten diese Ebene auf dem schönen Wanderpfad, auf welchem wir in die Feriensiedlung Anvéuda gelangten.  Wir querten diese Ansammlung der schönen Rusticos und folgten unserem Weg in westlicher Richtung.  Bei Taraira zweigten wir in den „Sentiero alto“ ein, welcher uns auf relativ breiten Wege stetig bergauf auf nach Campione brachte. Wir streiften dabei durch den lichten Wald, passierten schöne Blumenwiesen und Hochmoore. Der schmale Höhenweg führte uns weiter westwärts, querten dabei die Bächläufe „Riale di Pradascio“ und „Ri di Piera“ und erreichten dann leicht aufwärts die Passhöhe Croce Portera. Ein kurzer steiler Abstieg, teils über hohe Felsstufen, brachte uns in den Hang hinunter. Im leichten Auf und Ab wanderten wir auf dem äusserst schönen Wanderpfad durch den verwunschenen Wald und erreichten schon bald das „Centro Pro Natura Lucomagno“ in Acquacalda. Dort endete unsere Tour und wir konnten uns bei einer kleinen Erfrischung im Ristorante, die Zeit bis zu unserer Rückreise in die Heimat vertreiben. Wunderschöne Höhenwanderung mit 12.5 Kilometer in 4Sunden und 15 Minuten reiner Wanderzeit. Insgesamt 1050 Höhenmeter aufwärts.