26. Aug, 2018

Chiasso - Moreggi - Novazzano - Mendrisio

Unsere heutige Wanderung führte uns auf keinen Gipfel, sondern zu einem Grenzstein mit der Kennung 75b. An dieser Stelle endet die Schweiz in ihrem südlichsten Punkt. Wir begaben uns also wieder einmal in die Sonnenstube der Schweiz nach Chiasso, wo wir unser Vorhaben starten konnten. Wir wanderten erst unter den Gleisanlagen hindurch und zweigten kurz darauf in die Via Sottopenz ein. Das Teersträsschen brachte uns in westlicher Richtung, wo wir dann in den Wanderweg durch den Wald des Bosco Penz einbiegen konnten. Der Bergweg brachte uns nun in etwas steilerem Gelände über ein paar Kehren hinauf zu den Weinbergen von Pedrinate. Wir folgten nun ein Stück der Hauptstrasse und zweigten dann scharf links in die Via al Laghetto ein. Diese brachte uns hinauf zum Waldrand, wo wir nun auf einem Natursträsschen weiter wandern konnten. Wir traten wieder in den Wald hinein und folgten unserem Weg in Richtung Moreggi weiter bergauf. Schon bald erreichten wir den besagten südlichsten Punkt der Schweiz mit seinem Grenzstein Nr. 75b. Der Punto estremo Sud della Svizzera, bestückt mit der Nationalflagge wird dabei von der hölzernen Helvetia ständig bewacht. Wir folgten nun dem Grenzverlauf zu Italien und passierten so die Grenzsteine 76, 77 und 78, bevor wir die Zollstelle Pedrinate erreichten. Mit einem Bein in Italien und dem anderen in der Schweiz zweigten wir wieder in den Wanderweg ein, welcher uns entlang eines steilen Tälchens hinunter an den oberen Dorfrand von Seseglio brachte. Wir durchqueren dieses Quartier und gelangten über ein Feld wieder zur Landesgrenze. Der Weg führte uns wieder an deren Verlauf in nördlicher Richtung, wo wir in Bresciano auf Asphalt weiter wandern konnten. Kurz nach der Querung des Flüsschens Faloppia kehrten wir auf ein Natursträsschen zurück, das uns durch die wunderbaren Weinberge von Bassàn hindurchführte. Am Rande der Ortschaft Novazzano zogen wir vorbei und stiegen etwas unterhalb ins Valle della Motta ein. Das abgelegene Mottatal, ist eine Ansammlung von Wäldern, Teichen, Feuchtgebieten, Bächen, Wiesen und Feldern, durch welches sich der Bach, die Roncaglia, schlängelt. Wir wanderten durch dieses Naturidyll hindurch, wobei sich uns die Fauna und Flora in ihrer grossen Artenvielfalt präsentierte. Nach der Unterquerung der Autobahnbrücke verliessen wir dieses Tälchen nun wieder und stiegen zum Strässchen oberhalb des Valle di Villa empor. Durch das Wäldchen erreichten wir die Hauptstrasse, welche uns nun durch die Ortschaft von Mendrisio führte. Am Stadio Communale vorbei erreichten wir nach geraumer Zeit den Bahnhof von Mendrisio, wo unsere Tour dann auch endete. Schöne Wanderung mit 15 Kilometern in 4.5 Stunden reiner Wanderzeit. Insgesamt 500 Höhenmeter aufwärts.