28. Apr, 2019

Ascona - Ronco Sopra Ascona - Brissago

Pünktlich zum Wochenende wechselte das Wetter auf der Alpennordseite vom traumhaften warmen Frühlings- zu kaltem Regenwetter. Dies veranlasste uns in die Südschweiz zu reisen, wo der Nordföhn heute für schönes Wetter sorgen soll. Wir begaben uns dazu ins mondäne Ascona, wo wir unsere Wanderung bei der Bushaltestelle Centro starteten. Die Via Collegio brachte uns durch die engen Gässchen zum Ufer des Lago Maggiore, wo wir nun den den farbenfrohen und schönen Häuserzeilen der Piazza Guiseppe Motte folgen konnten. In der Via Borga zweigten wir in den markierten Wanderweg ein, welcher uns über Treppenstufen und zwischen Gärten hindurch, bergauf brachte. Wir trafen so auf die breite Strasse “Via Collina“, welcher wir unterhalb des Monte Verità bis zum Parco Parsifal folgen konnten. Wir zweigten in den Sentiero Romano ein, welcher uns oberhalb der Strasse nach Ronco durch die felsdurchsetzten Buchenwälder führte. Etwas ansteigend und immer wieder mit einem wunderbaren Blick auf den glitzernden Lago Maggiore gelangten wir durch die steilen und sonnenexponierten Hänge. Im leichten Auf und Ab wanderten wir unterhalb des felsigen kleinen Gipfels des Balladrüm zu einer im Wald gelegen Villa in Böccdell Asen. Die Stufen durch den Kastanienwald brachte uns hinauf zur Capella Gruppaldo, wo wir nun wieder auf den asphaltierten Weiterweg trafen. Bei Corafora bogen wir in ein schmaleres Strässchen ein, welches uns etwas tiefer am Hang durch die Felsvorsprünge brachte. Wir konnten dabei die herrlichen Tief- und Weitblicke und die wunderschöne Aussicht auf den See mit den beiden Brissago-Inseln in vollen Zügen geniessen. Der Fahrweg brachte uns in das traumhaft gelegene Bergdorf Ronco sopra Ascona mit seiner Kirche San Martino. Wir wanderten an diesem spätmittelalterlichen Bau, welcher im 17. und im frühen 19. Jahrhundert umgebaut worden ist, vorbei und gelangten so zum malerischen Dorfkern. Am oberen Ortsende zweigten wir in die Via Barcone ein und zogen auf dieser in südwestlicher Richtung von Ronco weg. Steig an Höhe gewinnend erreichten wir den tiefen Bacheinschnitt des Valle di Crodolo, von wo sich der Fahrweg nun wieder sanft durch den bewaldeten Hang absenkte. Wir folgten dem kurvigen Strässchen über die Motta della Croce und gelangten so hinunter zum Weiler Porta. Unterhalb der Kirche führte uns ein steiles Treppchen hinab zur Via Sacro Monte, welche uns nun durch ein Tälchen zur Wallfahrtsstätte Madonna del Sacro Monte brachte. Hauptbau der Anlage ist die Kapelle Santa Maria Addolorata, welche 1767 im Stil des Spätbarocks auf einem Geländevorsprung errichtet wurde. Nachdem wir das imposante Gotteshaus passiert hatten, bewegten wir uns auf dem Kreuzweg weiter talwärts. Zahlreiche Stufen führten schliesslich hinunter zur Hauptstrasse nach Brissago, wo unsere Tour dann bei Bushaltestelle Posta dann auch ihr Ende fand. Wunderschöne Wanderung mit 10 Kilometern in 2 Stunden und 45 Minuten Wanderzeit Insgesamt 400 Höhenmeter aufwärts.