13. Jun, 2021

Casima - Dosso Bello - Castel San Pietro

Heute soll uns eine aussichtsreiche Wanderung im Valle di Muggio erwarten und wir reisten von unserem Feriendomizil aus in den südlichsten Teil der Schweiz, ins Mendrisiotto. Wir entstiegen bei der Haltestelle Casima, Paese für dieses Vorhaben dem Bus und folgten der Strasse, welche uns in den Ort hineinbrachte. Wir wanderten durch die typisch engen Gassen des mediterranen Dorfes hindurch und fassten an dessen nördlichen Ende dann auch Naturbelag unter unsere Füsse. Mehr oder weniger der Höhenkurve entlang führte uns der Weg immer wieder aussichtsreich und mit malerischen Blicken auf das Valle di Muggio voran. Wir tauchten aber schon bald komplett in den Wald ein und folgten dem schön angelegten Pfad durch eine kleine Zahl an ausgetrockneten, aber dennoch schönen Bachtälchen hinaus. Wir querten den Bach im Dosso Mattarello und stiegen nun etwas zünftig in die Höhe. Der Wald lichtete sich und wir betraten die Weiden von Turro dell’Alpe. Unser Blick wietete sich wieder und konnten unten im Tal die Häuser der Ortschaft Muggio erkennen. Das Fahrsträsschen führte uns am Hang und durch den Wald entlang hinüber nach Tur. Ein grandioser Blick eröffnete sich uns nun auf den Monte Generoso mit der Bergstation der Zahntadbahn. Gut erkennbar war dann auch das Bauwerk „Fiore di Pietra“ (auf Deutsch; Steinerne Blume) des Architekten Mario Bottrop, welche sich schön auf dem felsigen Bergplateu präsentierte. Wir verliessen das Strässchen und folgten dem gepflasterten Wanderpfad bergauf, der uns in den Wald hineinführte. In unzähligen Kehren schraubte sich unser Weg im steilen Waldhang kontinuierlich nach oben. Bei der Alpe di Germania traten wir wieder aus dem Wald heraus, das Gelände flachte dann auch wieder etwas ab und gelangten dann auf äusserst schmalen Pfad durch die Weiden und an der prallen heissen Sonne zur verlassenen Siedlung Pianspessa hinauf. Nach einer kurzen und aber durchaus verdienten Pause im Schatten wanderten weiterhin bergauf auf den höchsten Punkt unserer Tour zu. Hartbelag war nun wieder unser Untergrund und wir marschierten auf der Strasse dem aussichtsreichen Höhenzug entlang. Unser Weg führte uns zum Grotto Balduana, wo wir es uns nicht nehmen ließen mit kühlen Getränken unseren Elektrolytiten-Haushalt wieder aufzufrischen.Ebenaus kamen wir dann am Agritourismo Dossa dell’Ora vorüber und wir konnten uns über diese herrliche Aussicht auf das entfernte Monte Rosa-Massiv und die unter uns  liegende Poebene erfreuen. Bei genauem Hinsehen konnten wir sogar die Spitze des Matterhorns erkennen. Das Strässchen ging dann wieder auf Naturbelag über und wir wanderten wieder in den Wald hinein. Wir bewegten uns so an der Erhebung des Dosso Bello und etwas unterhalb der Kammlinie entlang leicht abwärts auf den letzten Aussichtspunkt unserer heutigen Wanderung zu. Die Alpe Caviano thront auf einer schönen Terrasse hoch über dem Mendrisotto und liess uns nochmals wunderschöne Weitblicke über den südlichsten Zipfel der Schweiz bis weit in die Lombardei hinaus geniessen. Die Fahrstrasse leitete uns wieder weg von diesem tollen Aussichtspunkt und folgten diesem nun in weiten Kehren im Wald hinab. Der etwas mühsame unebene gepflasterte Weg senkte sich stetig und wanderten so durch den Waldhang des Albareda immer mehr talwärts. Gefühlt endlos  mühten wir uns auf den Plastersteinen durch den Wald bergab und sehnten uns auf sehnlichst wegsameren Untergrund. Oberhalb des Weinbaudorfes Obino fassten wir dann endlich wieder Hartbelag unter unsere Wanderschuhe und suchten uns den Weg durch die verwinkelten Gassen hinab. An kleinen Weinbaugebieten vorbei erreichten wir dann das Bergdorf Castel San Pietro mit seiner dorfbildprägenden und sehenswerten Pfarrkirche San Eusebio. Bei der Bushaltestelle Posta im Zentrum des Dorfes beendeten wir dann auch unsere Tour und reisten wieder zurück in unser Feriendomizil nach Gordola. Schöne und aussichtsreiche Wanderung mit 12.5 Kilometern in 4.5 Stunden Gehzeit. Insgesamt 500 Höhenmeter aufwärts. 

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