16. Jun, 2021

Lavertezzo - Mergoscia - Gordola

Wir kehrten nochmals zurück ins Verzasca-Tal, um unseren Weg auf dem „Sentiero Verzasca (Nr.74)“ fortzusetzen zu können. So reisten wir für unser Vorhaben wieder nach Lavertezzo, wo wir unsere Wanderung letzthin beendeten hatten. Wir entfernten uns von der Busstation Lavertezzo, Paese und wanderten auf die uns bereits bekannte „Pont des Salti“ zu. Das wirklich sehenswerte Bauwerk mit seinen gemauerten Doppelbögen brachte uns ans andere Ufer der Verzasca und schlugen den talauswärtsführenden Weg ein. Durch schattige Waldabschnitte und Kastanienwälder führte uns der Weg teils direkt am rechten Ufer der Verzasca entlang. Steinig, wurzelig und teils auch mit vielen Treppen durchsetzt gelangten wir zu den Rusticos von Oviga di Fuori. Wir passierten diese Handvoll Steinhütten und tauchten sogleich wieder in das Waldgebiet ein. Wandergenuss pur erlebten wir hier auf den gut angelegten Wanderpfaden im leichteren auf und ab und erreichten nach einen wenigen Lichtungen die Strasse nach Corippo. Wir folgten hier dieser schmalen Zufahrtsstrasse angenehm bergan und wanderten so hinauf ins Dorf Corippo. Von der Kirche Santa Maria del Carmine in der Ortsmitt führte uns dann ein Treppenweg steil hinab ins Vallae di Corippo. Wir überquerten auf einer schönen alten Steinbrücke den tief eingeschnittenen Bach und entstiegen dem Tobel nun wieder. Nach ein paar kurzen Kehren erreichten wir die kleine Siedlung Liano und hielten uns dann wieder gegen den Wald zu. Hoch über dem Stausee Lago di Vorgorno wanderten wir nun leicht ansteigend durch den Wald zu den Hütten von Bolla hoch. Der Weg ebnete sich nun leicht und folgten dem reizvollen Weg durch den wunderbaren Kastanienwald hinaus. Wir passierten die verfallene Siedlung Monti di Gresina, wo wir in ein kleines Tobel abstiegen, um sogleich wieder bergauf wandern zu können. Wir gewannen zunehmend wieder an Höhe und gelangten zur Lichtung Redünd, wo wir nun zünftig in mehreren mit Holzbalken durchsetzten Kehren nach Bedegila, dem höchsten Punkt unserer Tour hinaufstiegen. Kurz darauf ging es nun wieder abwärts und wanderten einmal mehr durch Kastanienwald und kleine Rebhängen hinab zur Ortschaft Mergoscia. Verwinkelte Gässchen lotsten uns im obern Dorfteil an den Steinhäusern hindurch und verliessen dann die markierte Route Nr.74, um zum Diga Valle Verzasca hinab zu wandern. Die Strasse führt uns an der Kirche vorbei und wanderten fortan für längeren Zeitraum auf Hartbelag gemächlich bergab Die Strasse schlängelte sich am bewaldeten Hang entlang und wir verloren aber auch immer mehr an Höhe. Vor dem Straßentunnel dirigierte uns die Markierung auf ein altes verkehrsbefreites Strässchen, welches uns vorerst ebenaus und später an Felsen vorbei abwärts führte. Immer wieder wurden schöne Blicke auf den Lago di Vorgorno frei und verliessen dann auch bald die Strasse wieder. Das Wanderweglein brachte uns in unzähligen Kahren hinab und wanderten dann auf die mächtige Staumauer hinzu. Diese Talsperre gehört mit seinen 220 Metern Höhe zu den grössten Staumauern der Welt und wohl ihren Bekanntheitsgrad aus der Anfangsszene des 17. James-Bond-Films Goldeneye erlangt. Noch heute werden hier sogenannte „Goldeneye“-Bungee-Jumpings angeboten, welche aber nur für hartgesottene Adrenalinjunkies gedacht ist. Wir überquerten den Staudamm mit seiner gesamten Kronenlänge von 380 Meter zum östlichen Ende. Am InfoPoint Verzasca vorüber wanderten wir nun mehrheitlich auf der Strasse entlang auf die Weinberge von Gordemo zu. Tolle Ausblicke auf den Lago Maggiore und die bewaldeten Hügel und Berge belohnten unsere lange Tour immer wieder. Wechselweise auf steilen Treppenwegen und Strässchen durch das schöne Weinbaugebiet verloren wir immer mehr an Höhe und gelangten so an den Ortseingang von Gordola. Unser Ferienhaus war dann auch bald erreicht und beendeten unsere Tour. Wunderschöne Wanderung mit 15 Kilometern in 5 Stunden Gehzeit. Insgesamt 560 Höhenmeter aufwärts. 

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