18. Jun, 2021

Maggia - Aurigeno - Gordevio - Maggia

Für heute hatten wir uns eine kürzere Wanderung ausgesucht und reisten dazu ins Maggiatal, welches als das zentrale Tal des Tessin gilt. Der Bus brachte uns dazu nach Maggia, wo wir unsere Rundwanderung bei der Haltestelle Centro in Angriff nehmen konnten. Eine Unterführung brachte uns unter der Kantonsstrasse hindurch und folgten der Strasse, welche uns danach in südliche Richtung führte. Wir gelangten so kurz darauf zum Flusslauf der Maggia und wechselten über eine moderne Hängebrücke ans andere Ufer. Die Maggia ist ein rund 60 Kilometer langer Fluss, welche am Osthang der Cristallina entspringt und bei Locarno in einem Delta in den Lago Maggiore fliesst. Dabei entwässert sie einen grossen Teil der Tessiner Alpen. Der Strasse nach wandetren wir nun auf das Dorf Moghegno zu und durchquerten den äusserten schmucken ursprünglichen Dorfkern bis zu deren Westseite. Wir verliessen dann das Strässchen und zweigten in das Wanderweglein ein, das uns immer schön am Waldrand und an schönen Trockenmauern auf die kleinen Weinberge in Sotto Ciosso zu führte. Unser Weg zog nun in die Höhe und wanderten über Steinstufen zum Wald hinauf. Ziemlich stein und unwegsam schlängelte sich der Weg durch den Wald. Hohe Trockenmauern gaben uns dabei das Gefühl, als ob wir uns in einem Labyrinth bewegen würden. Der steinige Pfad senkte sich jedoch dann aber wieder und wir stiegen in ein kleines Bachtal hinab. Ein wackelndes Brücklein brachte uns über den Lauf des Ri di Dentro hinüber und traten dann auch schon gleich wieder aus dem Wald heraus. Wir fassten wieder auf Hartbelag Fuss und folgten dem Strässchen in den Ort Aurigeno hinein. Wir liessen dieses schmucke Dorf hinter uns und wanderten an der sehenswerten Kirche, welche sich ausserhalb der Ortschaft befindet, vorbei. Wir konnten auf der kleinen Anhöhe immer wieder schöne Blicke über das weite Maggiatal werfen und gelangen so nach einiger Zeit in den Weiler Ronchi. Wir verliessen die Strasse und folgten dem unbefestigten Weg zum Talboden hinab. Der Weg schlängelte sich leicht durch die schöne Waldaue und wir erreichten so die nächste Hängebrücke. Die Passerella Avegno brachte uns schwingend in gut 100 Metern über den Fluss und folgten dann dem erst dem breiten Weg, dann dem schönen Pfad durch den schattigen und märchenhaften Wald hinaus. Nach einiger Zeit traten wir wieder aus der zwitschernden Waldidylle heraus und konnten die Ortschaft Gordevio erblicken, die direkt vor uns lag. Die Teerstrasse führte uns in einem grossen Bogen durch die modernen Quartiere hindurch. Unser Weg stieg nun auch wieder etwas an und hielten uns auf den Waldrand zu. Der gut ausgebaute Wanderweg führte uns vorerst im Waldhang stetig bergauf, bevor uns der Pfad dann in ein paar Kehren wieder zur Strasse hinunter leitete. Über das bergwärts führende Strässchen schwitzten wir uns, aber immer wieder mit prächtigen Aussichten ins Tal, hinauf zum Aussichtsbalkon Ronco die Paolitt. Unser Weg führte uns nun durch kleine Bachtäler mit kleine Brücken zu den sonnigen kleinen Rebenhängen mit den schönen Winzerhäuschen. Es kam uns so vor als würden wir uns in einer wunderbaren Filmkulisse bewegen und wanderten unter den hohen Reben hindurch. Der Wanderweg senkte sich allmählich wieder und wanderten an schönen Trockenmauern und zum Schluss durch ein Felsband zur Kantonsstrasse hinab. Dieser befahrenen Strasse folgten wir nun ein Stück weit und zweigten nach der Kapelle Santa Maria wieder in den Wanderweg ein. Dieser mutierte jedoch bald zu einem Teersträsschen, welchem wir in den Ort Maggia hinein folgten. Die Bushaltestelle Centro war dann aber auch bald wieder erreicht und wir beendeten dort unsere heutige Tour. Schöne Wanderung mit 12 Kilometern in 3.5 Stunden Gehzeit. Insgesamt 230 Höhenmeter aufwärts.

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