2. Nov, 2021

Maggia - Lodana - Riveo

Heute konnten wir direkt von unserer Unterkunft unsere Wanderung in Angriff nehmen. Nach unserem Frühstück machten wir uns also auf und verliessen unser gemütliches Rustico. Wir hatten uns heute eine Talwanderung im Vallemaggia ausgesucht, welche uns von Maggia hinauf nach Cevio bringen soll. So wanderten wir auf die Hauptstrasse zu, welche wir mittels Unterführung querten und folgten der Strasse, welche uns danach in südliche Richtung führte. Wir gelangten so kurz darauf zum Flusslauf der Maggia und wechselten über eine moderne Hängebrücke ans andere Ufer. Hier waren wir vor ein paar Monaten bereits hinüber gewandert, schlugen jedoch heute unsere Richtung gegen Westen ein. So folgten wir der aufwärtsführenden Teerstrasse, bis uns die Wegweisung kurz nach den ersten Rebbergen von dieser dann aber auch wieder weg lotste. An zahlreichen schmucken Rustici vorbei und kleinen Waldstücken stiegen wir auf dem naturbelassenen Wege weiter in die Höhe. Wir zogen an kleinen Weinbaugebieten vorüber und der Weg senkte sich hinab zur Siedlung „Al Tòrn“. Man glaubte sich hier in einer Filmkulisse zu bewegen, die extra für uns aufgestellt wurde. Der Weg verbreiterte sich nun auch wieder und wanderten so hinab in die Ortschaft Lodano. Die Klopfsteinpflasterstrasse führte uns mitten durch das Dorf hindurch, passierten so die „Chiesa di San Lorenzo“ und wanderten so an den oberen Ortsrand hinauf. Wir wanderten durch ein Waldstück und folgten dann der Strasse hinab in die Maggiaebene. Ein steiniger, teils unwegsamer Wanderpfad brachte uns zwischen Flusslauf und dem steilen Waldhang weiterhin talaufwärts. Ein paar kleine, typische und schmucke Siedlungen liessen wir dabei hinter uns, bevor wir wieder in ein längeres Waldgebiet eintraten. Im leichten Auf und Ab durchstreiften wir den Wald und erreichten schon bald ein wahres Highlight. Die Passerella Someo ist die längste Hängebrücke, welche über die Maggia führt. Sie hat eine Gesamtlänge von schier unglaublichen 380 Metern, unterteilt in mehrere Abschnitte. Auf den Aussenseiten gibt es jeweils einen 34 Meter langen Zustieg zur Brücke, welche dann in 3 Teile von jeweils 107 Metern Spannweite aufgeteilt ist. Auch wenn sich diese Brücke nur wenige Meter über das Flussbett und die Flusssauen befindet, genossen wir beim Überqueren das Schaukeln und den amit verbundenen kleinen Nervenkitzel. Sicher am anderen Ufer angelangt, folgten wir den Markierungen hinauf in den Ort Someo. Wir zogen der Strasse nach durch den Ort und liessen diesen dann aber auch hinter uns. Ein Fusspfad zweigte dann schon bald vom Hartbelag weg und verlief nun oberhalb zur leider verkehrsreichen Strasse. Eine gefühlte Ewigkeit wanderten wir so an dieser Verkehrsader entlang, bevor uns endlich der Wegweiser von dieser weg dirigierte. Ein weiterer Höhepunkt erwartete uns bereits mit dem „Cascate delle Sponde“. Dieser atemberaubende Wasserfall liess uns an diesem wahrlichen Kraftort verweilen, um dieses Naturspektakel auch in vollen Zügen geniessen zu können. Wir entfernten uns dann aber wieder von diesem wunderbaren Ort und wanderten über Wiesenpfade auf das Dorf Riveo hinzu. Wir durchstreiften dieses äusserst schmucke und typische Tessinerdörfchen durch die mit Klopfstein gesplästerte Gassen. Die Wegweisung dirigierte uns dann wieder zur befahrenen Kantonstrasse hin, welcher wir nun praktisch bis Cevio folgen müssten. Deshalb entschieden wir uns bei der nahen Bushaltestelle Riveo, Chiesa unsere Tour  vorzeitig zu beenden und uns die Wanderung der restlichen 3 Kilometer an der verkehrsreichen Strasse zu ersparen. Die Highlights hatten wir bereits ja nun alle erlebt und konnten so nun erfüllt wieder zurück in unser Ferienhäuschen reisen. Schöne Wanderung mit 13 Kilometern in 4 Stunden Gehzeit. Insgesamt 200 Höhenmeter aufwärts.

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