6. Jun, 2022

Ponte Brolla - Torbeccio - Maggia

Eine Talwanderung der Maggia entlang stand heute auf unserem Wanderprogramm und fuhren dazu mit dem Bus zur Ponte Brolla. Das Tessiner Dörfchen befindet sich genau an der Stelle, wo sich die Maggia ihre schroffen Felsen und Steinlandschaften ins Tal gegraben hat. Über diese Schlucht, in der die durch das Centovalli fliessende Melezza in die Maggia mündet, ist eine 65 Meter hohe Brücke gespannt, die dem Ort ihren Namen gegeben hat. Und genau über diese Brücke führte uns zu Beginn unserer Wanderung nun der Weg. Die Wegweisung lotste uns dann von der Verkehrsader wieder weg und wanderten auf der “Via ai Grotti“ auf den Waldrand zu. Die Strasse führte von da hinab zur alten Eisenbahnbrücke, welche heute uns als Fussgängersteg diente und uns so an die andere Uferseite der Maggia bringen soll. Herrliche Blicke in das zerfurchte Flussbett, wo sich die Maggia hier eingefressen hat, eröffneten sich uns nun. Wir gelangten dann wieder hinauf zur Hauptstrasse, welcher wir nun ein Stück weit folgten, bevor wir diese überquerten. Der Wanderweg führte in den Wald hinein, welcher uns nun ziemlich ruppig mit Steintritten versetzt durch den schönen Kastanienwald brachte. Im stetigen Auf und Ab wanderten wir am steinigen Waldhang entlang, bis wir oberhalb von Avegno di Fuori aus dem Wald wieder heraustraten. Die Markierungen halfen uns den Weg durch das typische Tessiner Dörfchen mit seinen Steindächern, Trockenmauern und geplästerten Gassen zu finden. Eine Strassenbrücke brachte uns dann über ein kleines Bachtobel und zweigten kurz darauf wieder auf ein Wanderpfad ein. Wir wanderten vorerst am Waldrand entlang, bevor auf schönem Wiesenweg zwischen Trockenmauern zur geplästerten Dorfstrasse in Avegno di Dentro gelangten. Wir passierten nun das idyllisch gelegene Grotto Mai Morire, bevor wir nun für ein paar hundert Meter der befahrenen Kantonsstrasse folgen mussten. Bei der Pontina Avegno verliessen wir die Strasse und liessen uns über diese 100 Meter lange und stabile Hängebrücke über die Maggia leiten. Es wurden uns dabei natürlich wieder wunderschöne Ausblicke ins Maggiatal gewährt. Unsere Route führte uns erst über schöne Wiesen und dann durch den steilen, steindurchsetzten Wald zu den Felsen von Torbeccio. Hier erwarte uns ein spektakulärer Aufstieg zwischen zwei Felsplatten hindurch. Steinstufen und der mit Ketten gesicherte erleichterten uns aber diese Steilstufe zu meistern und wurden oben mit einem herrlichen Blick ins Maggiatal dafür belohnt. Noch einmal über Sufen zeitweise gar etwas ausgesetz stiegen wir noch etwas in die Höhe, bevor sich der Weg nun wieder senkte. Der Abstieg durch den Wald aber dafür weniger steil und wanderten über Stein und Felsplatten und an zerfallenen Rustici vorbei wieder hinab ins Tal. Unser Weg verbreiterte sich und wanderten durch den schönen Wald in der Maggiaebene. Das naturbelassene Fahrsträsschen ging dann in Hartbelag über und stieg allmählich an. Die Strasse führte uns auf das malerische und typische Tessiner Dörfchen Aurigeno zu. Wir liessen die schmucke Kirche „San Bartolomeo“ aus dem 18. Jahrhundert hinter uns und traten in die Dorfmitte ein. Das Dorfbild von Aurigeno wurde im Inventar der schützenwerten Ortsbilder der Schweiz eingetragen und von nationaler Bedeutung eingestuft. Wir liessen uns von den Markierungen zum Waldrand hinauf dirigieren und querten über ein Holzbrücklein den „Ri di Dentro“. Etwas unwegsam und steinig führte uns der Pfad durch den Wald hinauf. Hohe Trockenmauern links und rechts vom Weg, gaben uns manchmal das Gefühl, dass wir uns in einem Labyrinth bewegten. Wir hatten den Scheitelpunkt überschritten und wanderten nun wieder bergab. Weiterhin über Steine verloren wir an Höhe und traten dann aus dem Wald heraus. Durch alte Weinbaugebiete hindurch wanderten wir auf Wiesenpfaden hinab zum Ort Moghegno. Wir streiften durch die wunderschönen engen Gassen lang und liessen das Dorf dann auch hinter uns. Wir hielten uns auf die moderne Hängebrücke zu, auf der wir aufs andere Ufer der Maggia wechseln konnten. Schon bald hatten wir den Ort Maggia erreicht und liessen uns in den alten Dorfkern hinauf dirigieren. Unser Ferienhäuschen hatten wir somit erreicht und beendeten dort nun unsere Tour. Schöne Wanderung mit 12 Kilometern in 3.5 Stunden Gehzeit. Insgesamt 400 Höhenmeter aufwärts. 

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