Wanderungen im Kanton Zürich

23. Mai, 2021

Das wildromantische Sihltal hatten wir uns ins Visier gefasst, um dort unsere heutige Wanderung durchzuführen. Diese Wanderung hatten wir bereits im Februar 2019 unter teils schwierigen schneebedingten Wegverhältnissen gemacht, und wollten diese heute mal von der besseren Seite geniessen. Wir reisten dazu in die Ortschaft Schönenberg, welche sich auf dem südlichen Zipfel der Zimmerbergkette befindet. Bei der Bushaltestelle Neubad starteten wir unsere Tour und überquerten die Hauptstrasse, um an den Waldsaum des Neubadholzes zu gelangen. Das Natursträsschen brachte uns durch ein schönes Naturschutzgebiet hindurch und verloren dabei nach und nach an Höhe. Wir querten im Weiler Säge ein Strässchen und folgten dem Weg weiterhin abwärts. Beim Schlossrain tauchten wir dann in den Wald hinein und stiegen auf dem Wanderweg durch ein steileres Gelände hinunter an die Sihl. Eine Brücke brachte uns hinüber ans andere Ufer und wir bewegten uns so für kürzere Zeit im Kanton Zug. Nach dem kleinen Waldstück öffnete sich das Gelände bei Sihlmatt und wir wanderten an dessen gleichnamigen Restaurant vorbei. Schon bald erreichten wir wiederum den Uferwald, wo sich die Schlucht nun verschmälerte. Unser Weg führte uns dabei durch kleine Tunnels und Galerien in nördlicher Richtung zu einem Brücklein. Dort wechselten wir auf die andere Uferseite, wo sich der sogenannte Sihlsprung befand. Hier zwängt sich die Sihl mehrere Meter durch die hohen Felswände, wo uns dieses Naturschauspiel erwartete.  Wir wanderten durch diese spektakuläre Passage, wo mächtige Felsbrocken ins Tal gestürzt sind und dabei diese zauberhafte und wildromantische Landschaft geformt haben, hindurch. Stromschnellen und Sandbänke prägten danach immer wieder die eindrückliche Naturlandschaft. Nach der Ernihalde, dort wo die Sihl eine Schlaufe macht, wurde der Weg und die Schlucht wieder zunehmend breiter. Direkt am Ufer folgten wir dem Weg durch den Auenwald und wanderten etwas abseits der „Bäsebeiz a dä Sihl“ hindurch. Wir folgten weiterhin dem schönen Uferweg der mäandrierenden Sihl und wechselten über die Schifflibrücke die Sihlseite. Der lauschige Wanderweg führte uns erst durch schönen Wald mit seinen kleinen Wasserfällen und später durch die bezaubernden Auengebiete bis nach Sihlbrugg. Dort mussten wir nun halt leider der vielbefahrenen Hauptstrasse folgen und passierten so diesen unschönen Verkehrsknotenpunkt. Wir wanderten dann wieder hinweg von dem Verkehrslärm und zweigten auf ein Strässchen in nördlicher Richtung ab. Wir stiegen auf diesem kräftig hinauf in die Sihlhalden, wo uns nun ein Forstweg zum Weiterwandern erwartete. Dieses führte uns nun abseits der Sihl durch das Moorgebiet der Streuweid zur Unteren Halde und weiter in die Steinmatt. Dort wurde der Weg nun wieder schmaler und wir folgten diesem durch die wunderschön blühende Wiese bis zur Gleisunterführung bei der Sihlbrugg Station. Neben dem Eisenbahntunnel tauchten wir wieder in den Wald hinein und folgten den mehrheitlich breiten Wegen an den Uferwindungen der Sihl entlang. Unterhalb des Schüepenloch ging der Weg dann wieder in Strässchen über, welches uns zum Campingplatz Sihlwald hinbrachte. Am Sihlboden zogen wir vorbei und gelangten so zur Brücke, welche zu Bahnstation Sihlwald führen würde. Dieser etwas abgelegene Bahnhof markiert die Endstation der Sihltal-Zürich-Uetliberg-Bahn (SZU), obwohl von dort noch immer ein Gleis in Richtung Sihlbrugg führen würde. Dieses wurde Ende des 19. Jahrhundert als Anbindung von Zürich an den Gotthard angedacht, aber nie in Betrieb genommen. Nun dient diese Strecke nur noch der Museumsbahn. Da die Zuganbindung in Sihlwald nur stündlich erfolgt, entschlossen wir uns weiter in nächst grössere Ortschaft zu wandern. Beim Rütiboden verliessen das Sihlufer und auch den Wald und wanderten am Bahntrassee entlang zu den ersten Häusern der Ortschaft Gattikon. Wir überquerten schon bald letztmals die Sihl und erreichten den Bahnhof von Langnau am Albis. Wunderschöne Flusstalwanderung mit etwas mehr als 20 Kilometern in 5.5 Stunden reiner Wanderzeit. Insgesamt 250 Höhenmeter aufwärts. 

15. Mai, 2021

Für eine weitere Wanderung im schönen Zürcher Oberland reisten wir heute nach Kollbrunn. Wir hatten uns vorgenommen, eine Rundwanderung durch das mystische Tobel des Bäntelbaches zu absolvieren. Die Bahnstation in Kollbrunn markierte also unseren Ausgangspunkt und wir entfernten uns von diesem. Unsere Rundwanderung sollte im Uhrzeigersinn verlaufen und so hielten wir uns links und überquerten das Bahntrassee. Die Markierung des Züri Oberland Höhenweg (Nr. 69) weiste uns vorerst den Weg und wir gelangten so auf ein Wäldchen zu. Unser Weg zog nun kräftig in die Höhe und brachte uns durch den Wald zu einem höher gelegenen Quartieren Kollbrunns hinauf. Wir durchquerten dieses zu deren Ostseite und fassten dann auf einem Wanderweglein wieder Fuss. Wir stiegen durch den Koppenholz-Wald zum schmalen Gratweg empor. Wurzeldurchsetzt und teils auch sehr abenteuerlich führte uns dieser Pfad auf dem Waldgrat zwischen Bäntal und Erztal hinein ins Hinterbäntal. Wir stiegen danach wieder hinab ins Bachtal und traten so  in die mystische Tobellandschaft ein. Vorerst auf breitem Wege, dann nach Querung des Baches etwas schmaler, wanderten dem Tobel weiter aufwärts. Wir ignorierten die Abzweigung zur Tüfels Chilen, da wir diese Sehenswürdigkeit dann auf dem Rückweg zum mitnehmen geplant war.  So wanderten wir weiterhin dem Bach entlang und stiessen auf den wunderschönen Wasserfall Bäntal-Giessen. Ein magischer Ort, welcher uns verweilen und geniessen liess. Stahlstege und Treppen erleichterten uns die Steilstufe zu überwinden und setzten unsere Wanderung oberhalb des Baches weiter fort. Durch diese wunderbare Idylle schlängelte sich der schöne Wanderweg durch das enge und stille Tobel hindurch. Hinten im Tal knickte der Pfad dann ab und wir entstiegen über Holztreppen dem Tobel zur Strasse empor. Der Weg flachte ab und wir folgten der Strasse am Freibad Schlatt vorbei. Kurz danach zweigten wir auf das Natursträsschen, welches uns in den Wald hineinführte. Unser Weg zog nun wieder an und wir wanderten auf dem Alten Herstelweg weiter in die Höhe. Der Wald lichtete sich und wir befanden uns hoch über dem Talkessel des Gartentobels. Ein fantastischer Aussichtspunkt über das Zürcher Oberland bis zu den entfernten schneebedeckten Alpengipfeln konnten wir dort oben geniessen. Wir bewegten uns dann über den wurzligen Gratweg auf den höchsten Punkt unserer Tour zu. Der Abstieg auf Forst- und Natursträsschen brachte uns aber wieder hinab ins Stücklimoos, wo wir aus dem Wald heraustraten. So folgten wir unterhalb des Wissenberg dem aussichtsreichen Hang durch die wunderschönen blühenden Wiesen  hinaus. Wir gelangten zur Strasse im kleinen Weiler Wolfsbrunnen, welche wir aber sogleich wieder verliessen und im Wald einige Höhenmeter hinter uns lassen konnten. Eine Naturstrasse führte uns dann an Feldern entlang auf den Wald oberhalb des Bäntales zu. Wir stiegen nun über manche Holzstufen hinab ins Bäntal und erreichten so das Naturwunder Tüfels Chilen. Der Anblick dieser treppenartigen Quelltuffsteinbildung beflügelte wahrlich unsere Fantasie und liess uns dabei wirklich an einen Altar des Teufels denken. Der Ort steht unter Naturschutz, gilt als Kraftort und strahlt eine einzigartige Faszination aus. Leider entfaltete sich wegen Trockenheit, das Schauspiel nicht in seiner vollen Pracht, war aber dennoch sehr sehenswert und schön. Wir zweigten vorerst wieder in den Weg von heute Morgen ein und wanderten auf das Hinterbäntal zu. Dort marschierten wir aber nun dem breiten Weg durchs offene Tal hinaus. Unser Weg ging schon bald auf Asphalt über und wanderten am Friedhof vorbei hinunter zur Töss. Die Markierungen leiteten uns dort der Strasse nach wieder zurück zum Bahnhof, wo wir unsere Tour beendeten. Schöne Wanderung mit 13.5 Kilometern in 4  Stunden Gehzeit. Insgesamt 320 Höhenmeter aufwärts.

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25. Apr, 2021

Heute zog es uns wieder in den nördlichen Teil des Kantons Zürich, wo wir eine Wanderung vom mittelalterlichen Städtchen Eglisau zum historischen Brückenort Andelfingen hin ausgesucht hatten. Wir entstiegen zu diesem Vorhaben beim Bahnhof Eglisau dem Zug und folgten der Bahnhofstrasse in östliche Richtung. Wir hatten uns für einen kleinen Umweg entschieden, da wir in der Bäckerei Panello an der Zürcherstrasse, noch unseren Startkaffee und Verpflegung für unsere Tour abholen wollten.  Wir folgten dann der Strasse hinab ans Rheinufer und wechselten über die Strassenbrücke den Flusslauf. Schon gleich traten wir hinein ins schmucke und sehenswerte Altstädtchen von Eglisau. Das Zürcher Landstädtchen liegt am steilen Zürcher Nordufer des Rhein und ist mit ihren spätgotischen Häusern und der reformierten Kirche aus dem frühen 18. Jahrhundert ein wahres Bijou. Die Markierungen führten uns mitten durch das Städtchen hinaus und wir folgten dann der Strasse zu den Weinbergen hin. Unser Weg zog nun auch an und wanderten den Strassenkehren durch das bewaldete Langgenbachtal zum oberen Ende der Rebberge hinauf. Naturbelag war nun unser Untergrund und wir folgten dem Strässchen mit fantastischem Ausblick über Rebberge und Rhein um den Hummelberg herum. Etwas nach dem Hinterer Stadtberg mutierte das Strässchen zum Wanderpfad, welcher uns dann auch kräftig in die Höhe führte. Wir übertraten im Rohrgrabe fast unbemerkt die Kantonsgrenze zu Schaffhausen und erreichten schliesslich eine wunderschöne Anhöhe oberhalb Buchberg. Das Strässchen führte uns an den schönen gelbgoldenen Rapsfelder entlang und gelangten so zum Ortseingang von Buchberg. Die Dorfstrasse lenkte uns durch den Ort zum Pfarrbärg mit seinem Gotteshaus hin. Immer wieder konnten wir nun fantastische Ausblicke auf die Rheinebene mit seinen und die weiten Flaacher Feldgebiete im Hintergrund werfen. Wir verliessen nun das Teersträsschen und wanderten auf dem Wanderweglein durch das Weinbaugebiet bergab. Am Schluss wieder über breitere Wege, erreichten wir dann das Rheinufer und wechselten über die Strassenbrücke die Flussseite. Fortan wieder auf Zürcher Kantonsgebiet wanderten wir auf einem Grasdamm am idyllischen Flaacherbach entlang. Unser Weg knickte etwas später in nördliche Richtung ab und marschierten so weiter voran. Links und rechts von uns konnten wir immer wieder die schier endlosen Anbaufeldgebiete erblicken, wo  derzeit auch der Spargel die Saison beherrscht. Der Flaacher Spargel ist weitherum bekannt und so bieten zahlreiche Höfe ihre Ware frisch ab Feld an. Wir hatten uns im Vorfeld den Flaacher Spargelhof ausgesucht, um dem Hoflädeli einen Besuch abzustatten. So hielten wir uns auf besagten Hof zu und deckten uns mit dem einen oder anderen Spezialität dann aber auch ein. Das Strässchen führte uns dann wieder weg vom Hof und wir kamen durch weitere Felder auf das Auengebiet am Thurspitz zu. Wir tauchten schon bald in das Wäldchen hinein und liessen uns in die Nähe des Thurufers hin lotsten. Das breite Natursträsschen führte uns nun flussaufwärts durch Wald und immer wieder kleinen Lichtungen auf die Hinderi Egg zu. Bei einer Lichtung machten wir einen Abstecher ans Flussufer und liessen uns auf den mit grasbewachsenen Sanddünen nieder. An diesem wunderschönen und stillen Örtchen, konnten wir dann unsere wohlverdiente Mittagspause in vollen Zügen geniessen und wierxEnergie für unseren Weitermarsch tanken. Wir folgten weiterhin dem Lauf der Thur, welche sich hier leicht mäandrierte. Der Weg wurde nun auch etwas schmaler und wir wanderten so durch die schönen Auenwälder weiterhin flussaufwärts. Wir passierten die gedeckte Thurbrücke in Alten, welche im Jahre 1992 neu erbaut wurde und als längste unbegrenzt befahrene Holzbrücke über die Thur gilt. Der Flusslauf machte bald einen weiteren grossen Bogen und wir verliessen das bewaldete Gebiet dann auch wieder. Zu unserer Rechten eröffneten sich wieder Feldgebiete und wir wanderten auf den Ortsrand von Andelfingen zu. Kurz nach dem Freibad fassten wir dann auch wieder Hartbelag unter unsere Füsse und liessen uns an der schmucken Schlossanlage  ins Dorfzentrum hinauf dirigieren. Der Bahnhof war dann auch schon gleich erreicht, wo wir unsere Tour beendeten und wieder Richtung Heimat zurückreisten. Schöne Wanderung mit 20.5 Kilometern in 5.5 Stunden Gehzeit. Insgesamt 220 Höhenmeter aufwärts. 

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11. Apr, 2021

In einem dicht besiedelten Gebiet soll uns heute eine idyllische, gemächliche Flusslandschaft erwarten und so reisten wir dazu in die Agglomeration der Stadt Zürich. Es stand dort eine Wanderung an der Limmat auf unserem Fokus, welche uns von Unterengstrigen ins aargauische Wettingen führte. Mit Bahn und Bus erreichten wir das zürcherische Unterengstrigen, wo wir bei der Busstation Eckstein unsere Tour beginnen konnten. Bevor wir uns auf den Weg machten, gönnten wir uns einen kleinen Abstecher in die Bäckerei Wüst, um unseren Startkaffee und Frühstück to-Go in die Hand zu nehmen. Danach überquerten wir die Autobahnbrücke und folgten der Rondelle hinab ans Flussufer der Limmat. Ein breiter Kiesweg führte uns erst am Ufer entlang, bevor wir dann auf dem Chlosterweg auf das Kloster Fahr zuhielten. Das Kloster befindet sich vollständig im Gebiet des Kantons Zürich, zeichnet sich aber als 1.5 Hektar grosse Exklave des Kantons Aargau aus. Es ist heute noch von Benediktinerinnen bewohnt und beherbergt die Bäuerinnenschule sowie einen Klosterladen. Wir durchquerten das Hofgelände dieses Klosters, dessen Ursprung ins frühe 12. Jahrhundert zurückführt. Wir wanderten auf dem Teersträsschen wieder auf das Flussufer zu, wo uns ein komfortabler Kiesweg parallel dem Strässchen erwartete. Am rechten Limmatufer entlang marschierten so weiter flussabwärts. Immer wieder konnten wir die unerwartet idyllische Fluss- und Auenlandschaft geniessen, auch wenn man den leider ab und zu den Verkehrslärm etwas ausblenden musste. Enten, Schwäne und Blesshühnern schwammen immer wieder an uns vorüber und wir arbeiten uns weiter vorwärts. Wir passierten zu unseren Rechten erst einen Golfplatz und etwas später ein Freizeitgelände und entfernten uns dann etwas vom Flussufer. Kleine Vogelbeobachtungsposte ermöglichten es uns immer wieder verschiedene Wasservögel zu entdecken. Wir unterquerten die Limmatbrücke über welche die sechsspurige Autobahn führt und wanderten am schön gelegenen Binzliweiher vorüber. Der Uferweg brachte uns an den zahlreichen Häusern der Ortschaft Oetwil an der Limmat entlang und stiessen so schon bald wieder auf naturnäheres Gebiet vor. Durch kleine Wäldchen und offenes Feld bewegten wir uns auf die Kantonsgrenze zum Aargau zu. Die Limmat mäandrierte hier und wir wandertenauf schmalen  Weglein an der etwas vorgelagerten Limmatinsel vorbei. Wir überquerten bei der Ortschaft Würenlos nun erstmals die Limmat, wo uns nun also unser Weiterweg linksseitig des Ufers weiterführte. Immer wieder durch schöne Auenwäldchen direkt an der gemächlich fliessenden Limmat arbeiteten wir uns weiterhin flussabwärts auf die Kleingartenanlage bei Neuenhof zu. Der Uferweg mutierte hier wieder zu einem Asphaltsträsschen und wir zogen um den weiten Linksbogen auf das Stauwehr Wettingen zu. Die ursprüngliche Wanderroute über die alte gedeckte Zollbrücke war wegen Bau- und Unterhaltsarbeiten gesperrt und mussten so nun einen Umweg über die Galerie der befahrenen Strassenbrücke in Kauf nehmen. Aber wir erreichten aber auch so das Gelände des Klosters Wettingen. Deses Zisterzienser-Kloster wurde bis 1841 von Mönchen bewohnt, bevor es zu einem Lehrerseminar umfunktioniert wurde und heute als Kantonsschule Wettingen dient. Der breite Zollhausweg führte uns an den Mauern des Klosterparks vorüber und wanderten an der mäandrierenden Limmat entlang, bis uns die Wegweisung vom Ufer weg dirigierte. Der Stadtlift ersparte uns die letzten Höhenmeter und brachte uns bequem hinauf zur Grossmatt. Dort liessen wir uns schliesslich zum nahen Bahnhof lotsten, wo wir unsere Tour dann beendeten. Schöne Wanderung mit 17 Kilometern in 4 Stunden und 15 Minuten reiner Gehzeit. Kaum nennenswerte Höhenunterschiede. 

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6. Mrz, 2021

Heute reisten wir in die nördlichste Ecke des Kanton Zürich, um dort die Panoramarunde um den Cholfirst zu erwandern. Gleich 3 Aussichtstürme sollten uns heute eigentlich auf dieser Hügelkuppe erwarten und waren schon gespannt auf deren Rundumsichten. Startpunkt dazu war das schaffhausische Neuhausen am Rheinfall, wo wir uns dann auch auf der Ostseite der Bahnstation auf unsere Wanderfüsse machten. Die Markierungen lotsten uns am Rheinufer entlang zum Flurlingersteg, wo wir dann das Rheinufer wechselten. Wir betraten so auch schon gleich Zürcher Hochheitsgebiet und wanderten durch den schmucken Ort Flurlingen mit seinen schönen Fachwerkhäusern. Unser Weg zog nun auch schon in die Höhe und folgten der Strasse, welche uns zum sogenannten Chüelen Tal hinaufführte. Wir hielten uns hier links und hielten uns auf den Waldrand zu. Wir spürten heute erstmals Naturbelag unter unseren Füssen und wanderten schon bald in den Wald hinein. Ein erster Aussichtspunkt eröffnete sich uns einen Blick über Schaffhausen mit seinem Munot und die markanten Vulkankegel Hohenhewen und Hohenstoffeln im dunstigen Hegau. Der einsame Waldweg leitete uns nun etwas flacher zum Antennenturm auf dem Cholfirst, dem ersten Aussichtsturm des Tages.  Über 191 stählerne Stufen der Wendeltreppe wäre dieser Sendemast zu besteigen, um so die in 42 Meter Hohe Aussichtsplattform zu erreichen. Wir liessen dieses Vorhaben jedoch sein, da uns die etwas exponierte Treppe am Aussenturm zuviel Mut abverlangte. Den Mutigen würden einen fantastischen Rundblick über Schaffhausen, die Rheinschleife und bis zu den Hagaubergen hin geboten. So setzten wir unsere Wanderung ohne Besteigung durch den Wald weiter fort. Wir wanderten so auf Forst- und Waldwegen in Richtung Kyburgerstein. Am Wegesrand dorthin fanden wir einen abgesägten Ausschnitt einer 320 Jahre alten Stieleiche, welche 1970 gefällt wurde. Kleine Schildchen kennzeichneten dort die markanten Ereignisse in der Wachstumszeit des Baumes. Ein aussichtsreicher Waldpfad leitete uns dann auf den historischen Kyburgerstein zu. Dieser wurde 1756 errichtet und markierte damals die Grenze zwischen der Stadt Diessenhofen und der Zürcher Landvogtei Kyburg. Heute kennzeichnet dieser Grenzstein übrigens den westlichsten Punkt des Kantons Thurgau an der Grenze des Kanton Zürichs. Wir wanderten nun immer schön am Verlauf der Kantonsgrenze entlang und bewegten uns so durch den lichten Wald. Der breite Forstweg leitete uns oberhalb der Hangkante entlang auf den nächsten Aussichtsturm zu. Die Hochwacht Wildensbuch hat seine Ursprünge zwar bereits im 17. Jahrhundert, diente dort als strategischer Gesichtspunkt und war einer der 23 Hochwachten, welchen die Zürcher dort errichteten. Der heutige Turm dient nun nur touristischer Zwecke und wurde 2010 eingeweiht. Wir bestiegen den 37 Meter hohen aus Douglasienstämmen erbauten Turm zu seiner Aussichtsplattform dann auch wieder. Wieder mit schönen Rundumblick übers Hegau liessen wir unsere Seele baumeln, bevor wir uns auf Mutter Erde zurückbegaben. Wir verliessen nun für kürzere Zeit den markierten Wanderweg und folgten dem Strässchen oberhalb der Ortschaft Wildensbuch dem Waldrand entlang. Wir stiessen dort dann wieder auf die wohlvertrauten gelben Wandermarkierungen und traten schon gleich wieder in den Wald hinein. Wir bewegten uns nun für eine längeren Zeitraum auf der breiten Waldstrasse durch das äusserst einsame Pfaffenholz hinaus. Nur das schöne Vogelgezwitscher begleitete uns auf unserem langen Waldmarsch. Als sich der Wald dann öffnete, erblickten wir die Ortschaft Uhwiesen und suchten in der Ferne den Hörnliturm, welches eigentlich unser nächstes Ziel wäre. Wir konnten diesen jedoch noch nicht ausmachen und orientierten uns am Bänkliweg durch die Ortschaft Uhwiesen. Als dritter im Bunde, sollte nun der Uhwieser Hörnliturm oberhalb eines ehemaligen Steinbruchs stehen. Sollte…, der Turm stand nämlich nicht mehr da! Dieser wurde sehr wahrscheinlich gerade vor kurzem zurückgebaut und wird wohl demnächst erneut gebaut. Der aussichtsreiche Picknick-Platz lud uns aber trotzdem ein, unsere wohlverdiente  Mittagspause einzulegen und stärkten uns erstmals. Mehr oder weniger am Waldrand entlang führte uns dann der Weg weiter und konnten immer wieder schöne Blicke auf den Hochrhein  und Neuhausen werfen. Wir kamen so zurück ins Chüele Tal und konnten dann dem bereits von heute Morgen bekanntem Weg zurück über Fluringen nach Neuhausen folgen. Dort endete dann unsere heutige Tour und konnten uns auf den Heimweg begeben. Schöne Wanderung mit 16 Kilometern in 4.5 Stunden Gehzeit. Insgesamt 310 Höhenmeter aufwärts.

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