8. Apr, 2018

Küsnachter Tobel - Pfannenstiel - Meilemer Tobel

Heute begaben wir uns an die „Zürcher Goldküste“, um von dort aus, auf den Bergrücken des Pfannenstiels zu steigen. Gestartet sind wir hierzu bei der Bahnstation Küsnacht und wir folgten der Strasse durch die Ortschaft in Richtung Waldrand. Kurz nach dem Ortsmuseum tauchten wir ins wunderschöne Küsnachter Tobel ein, wo wir nun dem Dorfbach entlang wandern konnten. Der Weg führte uns an den 65 Findlingen, welche vor rund 20‘000 Jahren der Lindtgletscher aus dem Glarnerland hierher verfrachtet hat, vorbei. Der schön angelegte Tobelweg brachte uns sanft bergwärts am Dorfbach entlang zum imposanten Findling Alexanderstein, welcher wegen seinem Aussehen und Grösse auch als „Wöschhüüsli-Stein“ bezeichnet wird. Unzählige Bachschwellen begleiteten uns durch das Tobel bis zur Müliwisli, wo wir nun die Uferseite des Baches wechselten um einen Abstecher zur Burg Wulp zu machen. Der etwas steilere Pfad brachte uns hinauf zu den Überresten der einstigen Burg, die in ihrer jetzigen Form aus dem Hochmittelalter stammen soll. Die Schlaufe führte uns danach wieder hinab ins Tobel, wo wir weiter dem Bachlauf sanft ansteigend folgten. Im mittleren Teil des Tobels trafen wir, das nach einer Sage benannte Drachenloch, einer mehreren Meter tiefen Nagelfluh-Höhle. Wir wanderten danach weiter bis zur Tobelmüli, wo wir den Wald für kurze Zeit verliessen. Wir zweigten ins Rieschbachtobel ein und folgten dem herrlich angelegten Pfad über Hochrüti in die artenreiche Moorlandschaft auf der Chüelenmorgen-Ebene. Durch den Wald über die Guldener Höchi und der Vorderi Bergweid erreichten wir den Pfannenstiel mit seinem Aussichtsturm bei der Hochwacht. Die Plattform auf 33 Meter Höhe bot uns dabei eine einmalige Aussicht auf das Zürcher Oberland, den Greifensee, Zürichsee und die Alpen. Vom Pfannenstiel-Bergzug stiegen wir nun durch den Wald und an der Biotoplandschaft Hüsliwisen vorbei nach Toggwil ab. Dort stiegen wir ins Meilemer Tobel ein, welches im Unterschied zum Küsnachter Tobel, steiler, schmaler und demnach auch wilder erscheint. Der Uferweg führte uns stets in unmittelbarer Nähe des weitgehend naturbelassenen Wasserlaufs und an einigen schönen Wasserfällen vorbei. Der Dorfbach begleitete uns hinunter über mehrere kleine Brücken zur Burg Friedberg oberhalb von Meilen, wo wir dann eine ausgedehnte und wohlverdiente Rast einlegten. Am Ende des Dorfbachtobels erreichten wir die Strasse, welcher wir nun am Bahnhof vorbei zum Ufer des Zürichsees folgten. Dort gönnten wir uns die gemütliche und schöne Schifffahrt zurück nach Zürich. Wunderschöne Wanderung mit 18 Kilometern in 5 Stunden und 15 Minuten reiner Wanderzeit. Insgesamt 650 Höhenmeter aufwärts.

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