28. Feb, 2021

Pfäffikon - Chämtner Tobel - Rosinli - Pfäffikon

Durch die Tobel- und Riedlandschaft beim Pfäffikersee sollte uns die heutige Wanderung führen und so begaben wir uns heute mal seit längerer Zeit wieder in den Kanton Zürich. Diese Wanderung hatten wir vor gut 5 Jahren zwar schon mal gemacht, aber in umgekehrter Richtung. So entschieden wir uns die Rundwanderung gegen den Uhrzeigersinn zu laufen. Der Bahnhof des Bezirkhauptortes Pfäffikon ZH markierte dann auch unser Ausgangspunkt, von welchem wir uns südwestlich entfernten. Die Wegweiser dirigierten uns durch den Ort hinaus und erreichten so den Pfäffiker Seequai. Die Wanderung führte uns nun auf breitem Wege am schönen Ufer des rund 3.5 Quadratkilometern grossen Sees im Zürcher Oberland entlang. Unser Weg entfernte sich jedoch schon bald von der Ufernähe und so folgten wir der Strasse durch die Feldgebiete der Grosswis. So erreichten wir das Kleinkastell Irgenhausen, eine römische Befestigungsanlage aus dem 4. Jahrhundert. Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Gemäuer entdeckt und freigelegt und gilt heute als die beste erhaltene Ruine aus römischer Zeit in der Nordostschweiz. Wir liessen diese historische Mauern hinter uns und wanderten auf die einzigartige Moor- und Riedlandschaft zu. Der Weg verschmälerte sich nun etwas und wanderten aber weiterhin komfortabel, durch dieses reizvolle und prächtige Naturidyll hindurch. Nachdem wir den Chämtnerbach überquert hatten, knickte unser Weg in südöstliche Richtung weg und folgten nunmehr auf schmalen Pfaden dem rauschenden Bachlauf. Bald traten wir aus dem Moorgelände heraus und wanderten aber weiterhin am Chämtnerbach entlang auf die Ortschaft Kempten zu. Der Bach lotste uns leicht aufwärts und grösstenteils auf Naturwegen durch den städtisch anmutenden Ort hindurch. Am Schluss bewegten wir unsere Füsse doch noch auf Asphalt und kamen so auf die ehemalige Nagelfabrik zu. Wir bewegten uns seit einiger Zeit auch auf dem Industrielehrpfad Züri-Oberland, wo uns nun davon einige Schautafeln über die Industrialisierung Aufschluss gaben. Wir traten nun aber auch ins wunderschöne Chämtnertobel ein und folgten der breiten Naturstrasse durch das immer enger werdende Waldtobel hinauf. Kunstvolle Schnitzereien in Baumstümpfen und ein wunderschöner Wasserfall begleiteten uns durch die wunderschöne Landschaft hindurch. Wir querten, nun auf schmalerem Wanderweglein gehend, auf kleinen Brücken mehrmals den Bachlauf und entstiegen bei einer Wegverzeigung dem Tobel hinauf nach Adetswil. Unser Weg flachte nun ab und wir folgten der Strasse in den Ort hinein. Die Wegführung schlängelte sich durch das Dorf und betraten am nördlichen Dorfausgang eine Wiesenpfad. Mit schönen Aussichten wanderten wir aufwärts auf den Waldrand zu. Wir hatten nun die 800er-Höhenmarke geknackt und folgten dem schönen Waldwege auf das Restaurant Roslini zu. Konnten wir uns vor fünf Jahren hier noch aufwärmen, so fiel der heutige besuch leider dem Corona-Lockdown zum Opfer. Die Aussicht von der Terrasse liessen wir uns jedoch nicht nehmen und genossen den 3-Seen-Blick über Pfäffiker-, Greifen und Zürichsee  trotzdem. Der schöne Rosinliweg brachte uns durch den Wald hinaus und erreichten schon bald die Strasse, welche uns in den Weiler Wilen hineinführte. Wir liessen die paar Häuser schnell hinter uns und folgten der Fahrstrasse weiter bergab. Immer noch mit toller Aussicht wanderten über Oberhittnau nach Hittnau hinab. Nach dessen Industriegebiet spürten unsere Füsse wieder Naturbelag und wir tauchten ins Luppmentobel hinein. Nicht mehr ganz so eindrücklich wie das Chämtnertobel, aber trotzdem sehr schön führte uns der Weg durch das wildromantische Tobel hinab. Wir liessen den Tobelweiher und weiter unten den Weierholz hinter uns und erblickten bereits die ersten Häuser Pfäffikons. Der Strasse nach wanderten wir durch die Quartiere hinaus und erreichten schon bald den Bahnhof in Pfäffikon, wo sich unsere Runde dann auch wieder schloss. Schöne Wanderung mit 17 Kilometern in 4.5 Stunden Gehzeit. Insgesamt 300 Höhenmeter aufwärts.

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