6. Mrz, 2021

Panoramarunde um den Cholfirst

Heute reisten wir in die nördlichste Ecke des Kanton Zürich, um dort die Panoramarunde um den Cholfirst zu erwandern. Gleich 3 Aussichtstürme sollten uns heute eigentlich auf dieser Hügelkuppe erwarten und waren schon gespannt auf deren Rundumsichten. Startpunkt dazu war das schaffhausische Neuhausen am Rheinfall, wo wir uns dann auch auf der Ostseite der Bahnstation auf unsere Wanderfüsse machten. Die Markierungen lotsten uns am Rheinufer entlang zum Flurlingersteg, wo wir dann das Rheinufer wechselten. Wir betraten so auch schon gleich Zürcher Hochheitsgebiet und wanderten durch den schmucken Ort Flurlingen mit seinen schönen Fachwerkhäusern. Unser Weg zog nun auch schon in die Höhe und folgten der Strasse, welche uns zum sogenannten Chüelen Tal hinaufführte. Wir hielten uns hier links und hielten uns auf den Waldrand zu. Wir spürten heute erstmals Naturbelag unter unseren Füssen und wanderten schon bald in den Wald hinein. Ein erster Aussichtspunkt eröffnete sich uns einen Blick über Schaffhausen mit seinem Munot und die markanten Vulkankegel Hohenhewen und Hohenstoffeln im dunstigen Hegau. Der einsame Waldweg leitete uns nun etwas flacher zum Antennenturm auf dem Cholfirst, dem ersten Aussichtsturm des Tages.  Über 191 stählerne Stufen der Wendeltreppe wäre dieser Sendemast zu besteigen, um so die in 42 Meter Hohe Aussichtsplattform zu erreichen. Wir liessen dieses Vorhaben jedoch sein, da uns die etwas exponierte Treppe am Aussenturm zuviel Mut abverlangte. Den Mutigen würden einen fantastischen Rundblick über Schaffhausen, die Rheinschleife und bis zu den Hagaubergen hin geboten. So setzten wir unsere Wanderung ohne Besteigung durch den Wald weiter fort. Wir wanderten so auf Forst- und Waldwegen in Richtung Kyburgerstein. Am Wegesrand dorthin fanden wir einen abgesägten Ausschnitt einer 320 Jahre alten Stieleiche, welche 1970 gefällt wurde. Kleine Schildchen kennzeichneten dort die markanten Ereignisse in der Wachstumszeit des Baumes. Ein aussichtsreicher Waldpfad leitete uns dann auf den historischen Kyburgerstein zu. Dieser wurde 1756 errichtet und markierte damals die Grenze zwischen der Stadt Diessenhofen und der Zürcher Landvogtei Kyburg. Heute kennzeichnet dieser Grenzstein übrigens den westlichsten Punkt des Kantons Thurgau an der Grenze des Kanton Zürichs. Wir wanderten nun immer schön am Verlauf der Kantonsgrenze entlang und bewegten uns so durch den lichten Wald. Der breite Forstweg leitete uns oberhalb der Hangkante entlang auf den nächsten Aussichtsturm zu. Die Hochwacht Wildensbuch hat seine Ursprünge zwar bereits im 17. Jahrhundert, diente dort als strategischer Gesichtspunkt und war einer der 23 Hochwachten, welchen die Zürcher dort errichteten. Der heutige Turm dient nun nur touristischer Zwecke und wurde 2010 eingeweiht. Wir bestiegen den 37 Meter hohen aus Douglasienstämmen erbauten Turm zu seiner Aussichtsplattform dann auch wieder. Wieder mit schönen Rundumblick übers Hegau liessen wir unsere Seele baumeln, bevor wir uns auf Mutter Erde zurückbegaben. Wir verliessen nun für kürzere Zeit den markierten Wanderweg und folgten dem Strässchen oberhalb der Ortschaft Wildensbuch dem Waldrand entlang. Wir stiessen dort dann wieder auf die wohlvertrauten gelben Wandermarkierungen und traten schon gleich wieder in den Wald hinein. Wir bewegten uns nun für eine längeren Zeitraum auf der breiten Waldstrasse durch das äusserst einsame Pfaffenholz hinaus. Nur das schöne Vogelgezwitscher begleitete uns auf unserem langen Waldmarsch. Als sich der Wald dann öffnete, erblickten wir die Ortschaft Uhwiesen und suchten in der Ferne den Hörnliturm, welches eigentlich unser nächstes Ziel wäre. Wir konnten diesen jedoch noch nicht ausmachen und orientierten uns am Bänkliweg durch die Ortschaft Uhwiesen. Als dritter im Bunde, sollte nun der Uhwieser Hörnliturm oberhalb eines ehemaligen Steinbruchs stehen. Sollte…, der Turm stand nämlich nicht mehr da! Dieser wurde sehr wahrscheinlich gerade vor kurzem zurückgebaut und wird wohl demnächst erneut gebaut. Der aussichtsreiche Picknick-Platz lud uns aber trotzdem ein, unsere wohlverdiente  Mittagspause einzulegen und stärkten uns erstmals. Mehr oder weniger am Waldrand entlang führte uns dann der Weg weiter und konnten immer wieder schöne Blicke auf den Hochrhein  und Neuhausen werfen. Wir kamen so zurück ins Chüele Tal und konnten dann dem bereits von heute Morgen bekanntem Weg zurück über Fluringen nach Neuhausen folgen. Dort endete dann unsere heutige Tour und konnten uns auf den Heimweg begeben. Schöne Wanderung mit 16 Kilometern in 4.5 Stunden Gehzeit. Insgesamt 310 Höhenmeter aufwärts.

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