11. Apr, 2021

Unterengstrigen - Wettingen (Limmatuferweg)

In einem dicht besiedelten Gebiet soll uns heute eine idyllische, gemächliche Flusslandschaft erwarten und so reisten wir dazu in die Agglomeration der Stadt Zürich. Es stand dort eine Wanderung an der Limmat auf unserem Fokus, welche uns von Unterengstrigen ins aargauische Wettingen führte. Mit Bahn und Bus erreichten wir das zürcherische Unterengstrigen, wo wir bei der Busstation Eckstein unsere Tour beginnen konnten. Bevor wir uns auf den Weg machten, gönnten wir uns einen kleinen Abstecher in die Bäckerei Wüst, um unseren Startkaffee und Frühstück to-Go in die Hand zu nehmen. Danach überquerten wir die Autobahnbrücke und folgten der Rondelle hinab ans Flussufer der Limmat. Ein breiter Kiesweg führte uns erst am Ufer entlang, bevor wir dann auf dem Chlosterweg auf das Kloster Fahr zuhielten. Das Kloster befindet sich vollständig im Gebiet des Kantons Zürich, zeichnet sich aber als 1.5 Hektar grosse Exklave des Kantons Aargau aus. Es ist heute noch von Benediktinerinnen bewohnt und beherbergt die Bäuerinnenschule sowie einen Klosterladen. Wir durchquerten das Hofgelände dieses Klosters, dessen Ursprung ins frühe 12. Jahrhundert zurückführt. Wir wanderten auf dem Teersträsschen wieder auf das Flussufer zu, wo uns ein komfortabler Kiesweg parallel dem Strässchen erwartete. Am rechten Limmatufer entlang marschierten so weiter flussabwärts. Immer wieder konnten wir die unerwartet idyllische Fluss- und Auenlandschaft geniessen, auch wenn man den leider ab und zu den Verkehrslärm etwas ausblenden musste. Enten, Schwäne und Blesshühnern schwammen immer wieder an uns vorüber und wir arbeiten uns weiter vorwärts. Wir passierten zu unseren Rechten erst einen Golfplatz und etwas später ein Freizeitgelände und entfernten uns dann etwas vom Flussufer. Kleine Vogelbeobachtungsposte ermöglichten es uns immer wieder verschiedene Wasservögel zu entdecken. Wir unterquerten die Limmatbrücke über welche die sechsspurige Autobahn führt und wanderten am schön gelegenen Binzliweiher vorüber. Der Uferweg brachte uns an den zahlreichen Häusern der Ortschaft Oetwil an der Limmat entlang und stiessen so schon bald wieder auf naturnäheres Gebiet vor. Durch kleine Wäldchen und offenes Feld bewegten wir uns auf die Kantonsgrenze zum Aargau zu. Die Limmat mäandrierte hier und wir wandertenauf schmalen  Weglein an der etwas vorgelagerten Limmatinsel vorbei. Wir überquerten bei der Ortschaft Würenlos nun erstmals die Limmat, wo uns nun also unser Weiterweg linksseitig des Ufers weiterführte. Immer wieder durch schöne Auenwäldchen direkt an der gemächlich fliessenden Limmat arbeiteten wir uns weiterhin flussabwärts auf die Kleingartenanlage bei Neuenhof zu. Der Uferweg mutierte hier wieder zu einem Asphaltsträsschen und wir zogen um den weiten Linksbogen auf das Stauwehr Wettingen zu. Die ursprüngliche Wanderroute über die alte gedeckte Zollbrücke war wegen Bau- und Unterhaltsarbeiten gesperrt und mussten so nun einen Umweg über die Galerie der befahrenen Strassenbrücke in Kauf nehmen. Aber wir erreichten aber auch so das Gelände des Klosters Wettingen. Deses Zisterzienser-Kloster wurde bis 1841 von Mönchen bewohnt, bevor es zu einem Lehrerseminar umfunktioniert wurde und heute als Kantonsschule Wettingen dient. Der breite Zollhausweg führte uns an den Mauern des Klosterparks vorüber und wanderten an der mäandrierenden Limmat entlang, bis uns die Wegweisung vom Ufer weg dirigierte. Der Stadtlift ersparte uns die letzten Höhenmeter und brachte uns bequem hinauf zur Grossmatt. Dort liessen wir uns schliesslich zum nahen Bahnhof lotsten, wo wir unsere Tour dann beendeten. Schöne Wanderung mit 17 Kilometern in 4 Stunden und 15 Minuten reiner Gehzeit. Kaum nennenswerte Höhenunterschiede. 

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