15. Mai, 2021

Kollbrunn - Wissenberg - Tüfels Chilen - Kollbrunn

Für eine weitere Wanderung im schönen Zürcher Oberland reisten wir heute nach Kollbrunn. Wir hatten uns vorgenommen, eine Rundwanderung durch das mystische Tobel des Bäntelbaches zu absolvieren. Die Bahnstation in Kollbrunn markierte also unseren Ausgangspunkt und wir entfernten uns von diesem. Unsere Rundwanderung sollte im Uhrzeigersinn verlaufen und so hielten wir uns links und überquerten das Bahntrassee. Die Markierung des Züri Oberland Höhenweg (Nr. 69) weiste uns vorerst den Weg und wir gelangten so auf ein Wäldchen zu. Unser Weg zog nun kräftig in die Höhe und brachte uns durch den Wald zu einem höher gelegenen Quartieren Kollbrunns hinauf. Wir durchquerten dieses zu deren Ostseite und fassten dann auf einem Wanderweglein wieder Fuss. Wir stiegen durch den Koppenholz-Wald zum schmalen Gratweg empor. Wurzeldurchsetzt und teils auch sehr abenteuerlich führte uns dieser Pfad auf dem Waldgrat zwischen Bäntal und Erztal hinein ins Hinterbäntal. Wir stiegen danach wieder hinab ins Bachtal und traten so  in die mystische Tobellandschaft ein. Vorerst auf breitem Wege, dann nach Querung des Baches etwas schmaler, wanderten dem Tobel weiter aufwärts. Wir ignorierten die Abzweigung zur Tüfels Chilen, da wir diese Sehenswürdigkeit dann auf dem Rückweg zum mitnehmen geplant war.  So wanderten wir weiterhin dem Bach entlang und stiessen auf den wunderschönen Wasserfall Bäntal-Giessen. Ein magischer Ort, welcher uns verweilen und geniessen liess. Stahlstege und Treppen erleichterten uns die Steilstufe zu überwinden und setzten unsere Wanderung oberhalb des Baches weiter fort. Durch diese wunderbare Idylle schlängelte sich der schöne Wanderweg durch das enge und stille Tobel hindurch. Hinten im Tal knickte der Pfad dann ab und wir entstiegen über Holztreppen dem Tobel zur Strasse empor. Der Weg flachte ab und wir folgten der Strasse am Freibad Schlatt vorbei. Kurz danach zweigten wir auf das Natursträsschen, welches uns in den Wald hineinführte. Unser Weg zog nun wieder an und wir wanderten auf dem Alten Herstelweg weiter in die Höhe. Der Wald lichtete sich und wir befanden uns hoch über dem Talkessel des Gartentobels. Ein fantastischer Aussichtspunkt über das Zürcher Oberland bis zu den entfernten schneebedeckten Alpengipfeln konnten wir dort oben geniessen. Wir bewegten uns dann über den wurzligen Gratweg auf den höchsten Punkt unserer Tour zu. Der Abstieg auf Forst- und Natursträsschen brachte uns aber wieder hinab ins Stücklimoos, wo wir aus dem Wald heraustraten. So folgten wir unterhalb des Wissenberg dem aussichtsreichen Hang durch die wunderschönen blühenden Wiesen  hinaus. Wir gelangten zur Strasse im kleinen Weiler Wolfsbrunnen, welche wir aber sogleich wieder verliessen und im Wald einige Höhenmeter hinter uns lassen konnten. Eine Naturstrasse führte uns dann an Feldern entlang auf den Wald oberhalb des Bäntales zu. Wir stiegen nun über manche Holzstufen hinab ins Bäntal und erreichten so das Naturwunder Tüfels Chilen. Der Anblick dieser treppenartigen Quelltuffsteinbildung beflügelte wahrlich unsere Fantasie und liess uns dabei wirklich an einen Altar des Teufels denken. Der Ort steht unter Naturschutz, gilt als Kraftort und strahlt eine einzigartige Faszination aus. Leider entfaltete sich wegen Trockenheit, das Schauspiel nicht in seiner vollen Pracht, war aber dennoch sehr sehenswert und schön. Wir zweigten vorerst wieder in den Weg von heute Morgen ein und wanderten auf das Hinterbäntal zu. Dort marschierten wir aber nun dem breiten Weg durchs offene Tal hinaus. Unser Weg ging schon bald auf Asphalt über und wanderten am Friedhof vorbei hinunter zur Töss. Die Markierungen leiteten uns dort der Strasse nach wieder zurück zum Bahnhof, wo wir unsere Tour beendeten. Schöne Wanderung mit 13.5 Kilometern in 4  Stunden Gehzeit. Insgesamt 320 Höhenmeter aufwärts.

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