21. Nov, 2021

Greifensee - Lorenchopf - Rigiblick

Heute mussten wir uns kurzfristig zu einer anderen als unsere geplanten Wanderung von Laupen nach Murten umentscheiden, da gleich mehrere Züge nach Zürich ausfielen. Da wir ja letzte Woche unsere Wanderung wegen dem nassen Wetter abbrachen, kam uns die Idee die Tour auf dem Lorenchopf-Weg nun heute zu absolvieren. Wir reisten für das Vorhaben zu unserem Ausgangspunkt nach Nänikon, wo wir das Bahnhofgelände auf deren Westseite verliessen. Der Strasse nach wanderten in die Ortschaft Greifensee hinein und passierten dann auf dem Natursträsschen die Sportanlangen. Wir erreichten so schon bald den historischen Ortskern von Greifensee. Der Ursprung von diesem mittelalterlichen Städtchen geht auf das Jahr 1260 zurück. Das älteste noch erhaltene Gebäude ist die um 1330 entstandene gotische Kirche. Die Markierung dirigierte uns zum Ufer des Greifensee, wo die Strasse dann auf Naturbelag überging. Der kleine See mit seinen nicht ganz 9 Quadratkilometern besticht seine Besucher mit seiner vielfältigen Flora und Fauna und zählt zu einem beliebten Ausflugsziel. Das Natursträsschen führte uns durch die schöne nebelverhangene Rietlandschaft hindurch. Der Weg knickte im Ängelacher nach Süden weg und näherten uns so dem Seeufer nun wieder. Über eine Brücke querten wir den Fluss der Glatt, welche hier den Greifensee zum Rhein hin entwässert. Weiterhin nahe dem Ufer, wanderten wir durch das schöne Riet und liessen nach dem Badeplatz Fällanden den Greifensee allmählich hinter uns. Weiterhin auf breiten Wegen steuerten wir so auf den alten Dorfkern von Fällanden zu und fanden bei der ehemaligen Mühle den Einstieg zum Jörentobel. Es erwartete uns dort eine wilde Szenerie mit moosbewachsenen Felsen und dem wild rauschenden Jörenbach, welcher sich über die mächtigen Felsbrocken ergiesst. In diesem Tobel liegt der grösste Findlingsschwarm des Kantons Zürich, wo sich Hunderte erratische Blöcken aus den Glarner Alpen hier platzieren konnten. Auf schmalen Pfaden wanderten wir das Bachttobel aufwärts, querten zweimal über Brücken den Bachlauf und liesse diesen magischen und schönen Ort auf uns wirken. Der Pfad mündete in einen Forstweg ein und wir folgten diesem nun durch den herbstlichen Wald weiterhin bergauf. Der Wald lichtete sich dann wieder und folgten dem Waldrand oberhalb der Ortschaft Benglen vorüber. Wir setzten unsere Wanderschuhe auf Hartbelag auf und wanderten durch offenes, immer noch nebliges Feld auf die Häuser von Pfaffenhausen zu. Wir querten den Ort und hielten uns auf den Wald zu, in welchen wir dann auch hineintraten. Die ersten Sonnenstrahlen und somit auch der azurblaue Himmel zeigten sich uns nun endlich und steigerte unsere Wanderlaune enorm. Der Weg hatte sich mittlerweile auch etwas abgeflacht und folgten dem Forststrässchen durch den ausgedehnten Wald hinaus. Beim Chatzenschwanz zweigten wir dann in den aufwärtsführenden Pfad ein, welcher uns dann die letzten Höhenmeter hinauf auf den Lorenchopf brachte. Wir konnten auch schon gleich den hölzernen Aussichtsturm aus dem Jahre 1954 erblicken, welcher uns natürlich zur deren Besteigung einlud. 152 Treppenstufen brachten uns zügig auf den 33 Meter hohen Turm hinauf, wo wir uns anhand den Panoramatafeln orientieren konnten. Bei relativ guter Sicht bot uns die Plattform eine wunderbare Aussicht vom Hörnli bis zum Pilatus. Nachdem uns Mutter Erde wieder hatte, entfernten wir uns von dem Bauwerk wieder und marschierten ebenaus über die Erhebung des Adlisberg hinweg. Ein Wanderpfad führte uns dann im Hinterer Adlisberg leicht bergab und folgten der Wegweisung, welche uns weiterhin durch den zauberhaften Wald hinaus lotste. In Dreiwisen errichten wir dann wiederum Zivilisation und somit asphaltierte Wege, welche uns dann an den Sportanlagen der FIFA vorbeibrachte. Wir bewegten uns nun eine Zeitlang der Strasse, welche dem Waldrand entlangführte und konnten so immer wieder die schöne Aussicht auf Stadt, See und Alpen geniessen. Die Markierung dirigierte uns dann nach einiger Zeit von der Strasse weg und tauchten in den Wald ein. Oberhalb der Kleingartenanlage steuerten wir auf die Abzweigung zu, welche uns hinab zum Rigiblick brachte. Hier endete der Lorenchopfweg und wir konnten uns mit der Standseilbahn hinab in die Stadt Zürich bringen lassen. Schöne Wanderung mit 16 Kilometern in 4 Stunden und 15 Minuten Gehzeit. Insgesamt 320 Höhenmeter aufwärts

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