9. Jan, 2022

Stäfa - Feldbach - Rapperswil

Die Nummer 84 der Wanderwege Schweiz führt in 10 Etappen um den Zürichsee. Wir haben uns da mal für unsere heutige Wanderung eine Etappe rausgepickt, welche uns von Stäfa nach Rapperswil führen soll. So reisten wir an das nördliche Zürichseeufer, wo unsere Tour am Bahnhof Stäfa nun starten konnte. Wir liessen das Bahnhofgelände hinter uns und folgten den Markierungen durch den Ort hinaus. Die Strasse stieg dann auch immer mehr in die Höhe und wir erreichten dann am oberen Ortsrand den Risitobelweg. Der Naturweg führte uns hinein ins bewaldete Tobel, wo sich nun unser Weg etwas kräftiger in die Höhe zog. Ein schön angelegter Pfad brachte uns so durch das wildromantische Risitobel mit seinem sehenswerten Wasserfall und wir entstiegen dem Tobel über manche Treppen dann aber auch wieder. Ein schöner Aussichtspunkt mit zahlreichen Sitzgelegenheiten lockten uns zu einer ersten kleinen Pause, um die Sicht über den Zürichsee zu geniessen. Wir wanderten danach wieder etwas hinab, zogen am Restaurant Aberen vorüber und passierten dann die Tennisanlagen des TC Stäfa auf dem Frohberg. Das Feldsträsschen stieg vorerst leicht an und wanderten dann ziemlich ebenaus durch das idyllisch anmutende Geroldmoos. Kurz vor dem Weiler Widmen ging das Strässchen erst in einen Grasweg über und verschmälerte sich dann zu einem Pfad, der uns bergab führte. Wir liessen das beschauliche Örtchen dann hinter uns und stapften der Strasse entlang durch ausgedehntes Weideland. Im Hinderholz betraten wir dann wieder einen Wanderweg und wanderten am Sunnebach entlang, welcher schön am Ortsrand von Hombrechtikon vor sich hinplätschert. Wir schlugen unseren Weg in südliche Richtung ein und wanderten mit dem Trüllisberg über eine weitere kleine Erhebung. Ein Strässchen führte uns schliesslich wieder durch die Weinberge hinab, wo wir ein erster Blick auf die Silhouette von Rapperswil am Obersee mit dem Seedamm werfen konnten. Wir passierten das Bahnhofgelände von Feldbach und wanderten in die kleine Ortsmitte hinein. Ein Treppenweg führte uns dann wieder noch oben und folgten dann der Strasse durch kleine Rebberge weiterhin bergauf. Auf Natur- und Wiesenwegen wanderten wir dann unterhalb des Weinbaugebietes bei Dorfhalden hindurch hinauf auf die Balmrain. Das Wappen von St. Gallen auf den Wegmarkierungen, überzeugte uns nun davon dass wir die Kantonsgrenze von Zürich her bereits überschritten hatten.  Hier fassten wir wiederum auf breiteren Wege Fuss, welcher dann auch bald auf Asphalt überging. Das Strässchen führet uns am kleinen Naturschutzgebiet Lutikon vorüber und so erreichten wir dann auch schon bald das erste Quartier von Rapperswil. Wir querten die Häuser des Spitzenwiesquartiers in der aussichtsreichen Anhöhe und betraten dann wieder ein Kiessträsschen, welches uns durch die Wiesen und Vorgärten weiter bergab brachte. Ein Fabelwesen am Wegesrand entpuppte sich als Nachbildung (oder vielleicht gar als Original?) der Skulptur „Vinci“ vom Bildhauer Bruno Weber. Dieser war ein bekannter Schweizer Künstler und Architekt des fantastischen Realismus und sein Gesamtkunstwerk erstreckt sich in einem 15‘000 m² Skulpturenpark in Spreitenbach und Dietikon. Dieser ist bestimmt ein Besuch wert und wir werden diesen wohl im Frühling mit einer Wanderung versuchen zu verbinden. Weiterhin aussichtsreich mit Blick auf dem Zürich- und Obersee liessen wir uns hinab ins Mülitobel treiben. Die Strasse führte uns über den Hinterer Meienberg und wanderten so immer mehr in die Stadt hinein. Die Wegmarkierungen lotsten uns durch die Strassen und gelangten so ans stürmische Seeufer. Der Uferquai brachte uns an den Stadtmauern und unterhalb des Schlosshügeels entlang. Am Hauptplatz entlang erreichten wir dann  auch gleich den Bahnhof, wo wir unsere Wanderung beenden konnten. Schöne Wanderung mit 14.6 Kilometer in 4 Stunden Gehzeit. Insgesamt 270 Höhenmeter aufwärts.

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