21. Mai, 2022

Albispass - Seleger Moor - Mettmenstetten

Das Seleger Moor ist heute eines der wichtigsten Hochmoore des Kantons Zürich und verwandelt sich jeden Frühling in ein wunderbares Blütenparadies. Wir wollten dieser Moorlandschaft heute nun einen Besuch abstatten und es so auch mit einer Wanderung verbinden. Als Ausgangspunkt dazu hatten wir uns die Albispasshöhe ausgesucht, um mit unserer Wanderung über die aussichtsreiche Albiskette zum Seleger Moor zu gelangen. Wir entstiegen also dem Bus auf der Passhöhe und wendeten uns in südöstlicher Richtung zu. Wir konnten uns vorerst von der Markierung Nr. 47, dem Zürich-Zugerland-Panoramaweg leiten lassen und liessen die letzten Häuser hinter uns. Das aussichtsreiche Natursträsschen führte und nun sanft aufwärts. Zunächst am Waldrand entlang, konnten wir schöne Ausblicke über den Zürichsee und Pfannenstiel geniessen, bevor wir dann in den Wald eintraten. Wir gewannen allmählich an Höhe und erreichten so die Hochwacht mit seinem Aussichtsturm. 153 Stufen brachten uns hinauf auf die Plattform des knapp 45-jährigen Turmes. Unser Aufstieg wurde dann auch mit der Rundumsicht über den gesamten Wildnispark Zürich und darüber hinaus belohnt. So reicht die Sicht bei guter Witterung vom Schwarzwald über den Säntis, die Glarner Alpen, Zugersee, Zentral- und Berner Alpen bis hin zum Jura. Wir entstiegen dann dem 33 Meter hohen Holzturm dann wieder und wanderten nun auf dem Wanderweg kurz hinab. Hier würde sich der etwas steile Weg zur Schnabelburg verzweigen, wir zogen es aber vor, um den Hügel herumzuwandern. Auf schmalen Wegen zogen wir über ein Hügelchen zur Schnabellücke, wo uns nun wohl der anstrengendste Teil unsere Tour bevorstand. Knapp 120 Höhenmeter waren nun auf relativ kurzer Distanz zu überwinden und wanderten auf wurzel- und treppendurchsetzten Weg hinauf zum Bürglenstutz dem höchsten Punkt der Albiskette. Im leichten Auf und Ab wanderten wir dann auf dem schönen Gratweg in Richtung Albishorn. Immer wieder konnten wir dabei zwischen den Bäumen hindurch schöne Ausblicke erhaschen und gelangten so zum Bergrestaurant auf dem Albishorn. Wiederum konnten wir traumhafte Aussichten geniessen, bevor wir uns auf den Abstieg machten. Der Waldweg führte uns ziemlich direkt hinab zu einem Fahrsträsschen am Waldausgang. Mit Ausblicken auf das Zugerland wanderten wir auf langgezogenen Kehren hinab auf Hinteralbis, wo wir dann auf den Wald zusteuerten. Mittlerweile hatten wir wieder Naturbelag unter unseren Wanderschuhen und stiegen durch den steilen Waldhang über unregelmässige Treppenstufen hinab nach Hausen am Albis. Die Markierungen lotsten uns durch den Ort hinaus und wanderten dann durch weite Feldgebiet auf die Heischer Allmend zu. Schon bald hatten wir dann auch das Seleger Moor erreicht, welchem wir ja bekanntlich unsere Ehre erweisen wollten. Das Eintrittsticket hatten wir uns schon im Vorverkauf ergattert und konnten so in diese wunderbare Hochmoorlandschaft eintreten. Dieser Park ist das grösste Rhododendren- und Azaleenparadies der Schweiz. Im Mai verwandeln hier Hunderttausende Blüten, die Landschaft in ein berauschendes Farbenmeer. Eine Pracht, an der auch wir uns nun kaum satt sehen konnten und einen ausgedehnten Rundgang unternahmen. Unsere Wanderung endete nach dem Besuch aber noch nicht ganz und so liessen wir uns der Strasse nach auf die Ortschaft Rifferswil zu dirigieren. Wir liessen den Ort auf der Westseite schnell hinter uns und gelangten im Wildental auf ein Natursträsschen. Wieder durch weite Felder leitete uns der Weg an der Sommerwirtschaft Sternen vorüber zum Schützenhaus Mettmenstetten. Unsere Wanderrichtung wendete sich hier gegen Norden zu und trafen so bald auf die ersten Quartiere des Ortes Mettmenstetten. Die Markierungen lotsten uns kreuz und quer durch die Ortschaft hinaus und liessen uns so zum Bahnhof hin dirigieren. Hier endete unsere Wanderung und wir machten uns wieder auf die Rückreise in die Heimat. Schöne Wanderung mit 14.5 Kilometern in 4 Stunden Gehzeit (ohne Rundgang Seleger Moor). Insgesamt 250 Höhenmeter aufwärts.

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