8. Jul, 2018

Braunwald - Seeblengrat - Gumen - Grotzenbüel (Panoramaweg Braunwald)

Man sagt, dass die Panoramawanderung hoch über Braunwald mit seiner mehr oder weniger gesamten Bergprominenz der Glarner Alpen, zu den schönsten Aussichtstouren der Schweiz gehören soll. Davon wollten wir uns selbst überzeugen und begaben uns heute für diese Wanderung ins glarnerische Linthal, wo es dann mit der Standseilbahn ins autofreie Braunwald hochging. Bei der Bergstation starteten wir unsere Wanderung und folgten vorerst der Strasse in nordöstlicher Richtung immer leicht bergauf. Dabei passierten wir den unteren Teil des Dorfes und hatten dabei erste Weitblicke vom Glarner Hinterland hinaus ins Linthal. Im Weiler Bergli erreichten wir das Alpsträsschen, auf welchem wir nun in ein paar Kehren an der Alp Unterstafel vorbei nach Grotzenbüel hochstiegen. Der Blick in die Bergwelt der sich uns dort oben anbot, angeführt vom Tödi, des Bifertenstocks und der Clariden, zeigte uns jetzt schon wieso diese Wanderung als „Panoramatour“ angepriesen wird. Der sanft ansteigende und breite Weg führte uns durch den lichten Mattwald und so erreichten wir dort nach geraumer Zeit die Forsthütte. Der Weg verengte sich nun schon ziemlich bald und wir wanderten an zahllosen Lawinenverbauungen vorbei. Wir stiegen in ein paar wenigen Kehren zum Chnügrat hinauf, von welchem wir nun wieder eine wunderbare Sicht in die Glarner Berge und den tiefblauen Oberblegisee geniessen konnten. Ein kurzer steiniger Abstieg brachte uns dann hinunter zum Seeblengrat. Wir wanderten, nun mit grandioser Sicht auf die Felsen des Bächistock und Bös Fulen, über wurzlige und steinige Pfade diesem Grat entlang. Nach dem Seeblen-Skilift gelangten wir ebenaus zur Felsengalerie. Der in dem Felsen gehauene und beleuchtete Tunnel brachte uns wieder auf den Panoramaweg unterhalb des Leitereggstock, wo es nun leicht bergauf zum Berggasthaus Gumen ging. Nach kurzer Einkehr und der verdienten Erfrischung wanderten wir in westlicher Richtung weiter. Der Höhenkurve entlang folgten wir in einem weiten Bogen unserem Weg und passierten dabei ein grösseres Geröllfeld. Kurz danach senkte sich unser Weg in einem ruppigen Abstieg durch ein Felssturzgebiet hinunter zum Ortsstockhaus. Wir erreichten ein breites Natursträsschen, auf welchem wir zum Eggwald gelangten und diesen auf dem etwas unwegsamen und zum Teil steilemWanderpfad hinab queren konnten. Zum Schluss brachte uns das Fahrsträsschen hinauf zur Bergstation Grotzenbüel, wo wir mit der Gondelbahn wieder bequem nach Braunwald hinunterfahren konnten. Wunderschöne Panoramatour mit 12 Kilometern mit 4 Stunden Gehzeit. Insgesamt 790 Höhenmeter aufwärts. 

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