21. Jun, 2020

Näfels - Filzbach - Mühlehorn (Kerenzerberg Römerweg)

Um auf den Spuren der Römer zu wandern, haben wir uns heute mit der Route Nr. 820 den Kerenzerberg Römerweg ausgesucht. Zeugen der Zeit sollen uns dabei unterwegs immer wieder in vergangene Welten abschweifen lassen, während uns dabei dann auch immer wieder prächtige Aussichten erwarten werden. So begaben wir uns ins glarnerische Näfels, wo wir unsere Wanderung bei deren Bahnhof aufnehmen konnten. In südlicher Richtung wanderten wir zur breiten Hauptstrasse hin, welche uns erst über die Geleise und etwas danach über das Flüsschen Linth hinwegbrachte. Wir erreichten so das Ortschäftchen Mollis, welches seit 2011 zu der neu gebildeten Gemeinde Glarus Nord zugehört und dessen Dorfbild mit seinen Herrensitzen nationale Bedeutung geniesst. Beim Kirchplatz verliessen wir dann die Hauptstrasse und wanderten durch das Quartier Hinterdorf. Nachdem wir ein Bächlein überquert hatten, begann der Weg nun moderat anzusteigen. So liessen wir die Häuser von Mollis hinter uns und folgten dem alten Saumweg bergauf. Im Plätteli führte uns nun baustellenbedingt eine signalisierte Umleitung in ein Wäldchen zur Lichtung bei Hinter Halti hin. Dort führte uns das improvisierte Wanderweglein wieder bergan und so erreichten unterhalb einer Strassenkehre unsere Originalroute wieder. Der mit Steinen durchsetzte Saumweg führte uns der Höhenkurve entlang zum Weiler Beggingen hin. Wir querten auf dem Wanderweg die wenigen Häuschen des Ortschäftchens und folgten danach einem kurzen Stück der Pass-Strasse. Ein Güterweg brachte uns bergauf und konnten dabei schöne Blicke auf die imposanten Bergflanken des Glärnischmassivs, sowie aber auch ins Tal auf die Linthebene werfen. Beim Waldeingang erwartete uns dann ein wunderschöner Bergweg, welcher uns im leichten Auf und Ab durch den Chüelochwald führte. Mehrere kleine Bachläufe sorgten bei deren Querung für etwas nasse Schuhe. Dem Waldsaum folgend erreichten wir dann steiler abwärts wandernd die Pass-Strasse wieder, welche wir überquerten und unterhalb dieser Strasse in einen breiten Waldweg einzweigten. Dieser führte uns nun schier ebenaus durch den schönen Britterwald und wir gelangten nach einiger Zeit zur Lichtung Nesslengrueb. Der Weg verschmälerte sich nun wieder und brachte uns nun traumhaft schön gesäumt von Felsgestein und im Wald dann wieder bergauf. Wir wanderten so auf dem römischen Saum- und Karrweg um den Hang herum und konnten so immer wieder schöne Blicke auf den Walensee und die gegenüberliegende Hochebene von Amden geniessen. Beim Waldausgang streiften wir dann kurz die Hauptstrasse und setzten unsere Wanderfüsse oberhalb davon aber wieder auf das Wanderweglein. Die Ruine der römischen Warte, welcher als Wachturm in der Zeitepoche von Kaiser Augustus fungiert haben soll, konnten wir von unserem Standpunkt leider nicht ausmachen und folgten unserem Weg weiter zum Hotel Römerturm. Für rund einem Kilometer Wegstrecke, mussten wir nun auf dem Gehsteig der Strasse nach folgen, welche uns in die Ortsmitte von Filzbach führte. Ein Weglein brachte uns danach hinab ins kleine Bachtobel, welchem wir nach der Querung des Filzbaches dann aber auch wieder entstiegen. Unser historischer Weg führte uns auf kiesigem Untergrund durch die stille Landschaft mit weiterhin wunderbarer Sicht über den Walensee hindurch. Ein tolle Aussichtsplattform lud uns zum Verweilen und kurzer Mittagsrast ein, bevor wir unsere Wanderfüsse wieder weiter bewegten. Kurz vor den ersten Häusern des Ortes Obstalden ging unser Weg auf Hartbelag über und führte uns so durch das Oberdorf. Die Markierungen leiteten uns hinab zum Dorfkern, wo wir dann kurz nach der Kirche auf ein Natursträsschen einzweigen konnten. Immer noch mit schönen Ausblicken wanderten wir mehr oder weniger eben auf den Weiler Walenguflen zu. Wir wechselten bei Oberbrunnen wieder auf einen Wanderpfad und tauchten dann auch schon bald wieder in den Wald hinein. Der steile Weg brachte uns hinab zum kleinen tosenden Meerenbach, welchen wir auf der alten und sehr charmant wirkenden Sagenbrücke überqueren konnten. Unser Weg führte uns dann wieder aus dem schönen Sagenwald hinaus und konnten nachdem wir das Geissegg hinter uns gelassen hatten, mit dem finalen Abstieg nach Mühlehorn beginnen. Erst der Fahrstrasse entlang , dann auf schmalen Wanderpfaden ging es nun stetig hinab und wir erreichten nach und nach den oberen Dorfrand von Mühlehorn. Dir Markierungen leiteten uns an der Kirche vorbei bis zur Bahnstation Mühlehorn hin, wo unsere Tour dann auch endete. Schöne Wanderung mit 14 Kilometern in 4 Stunden und 15 Minuten Gehzeit. Insgesamt 530 Höhenmeter aufwärts.

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