Wanderungen im Kanton Thurgau

26. Jun, 2022

Die pittoreske Altstadt von Bischofszell verwandelt sich in der zweiten Junihälfte jeweils in ein Rosen-Blütenmeer. Die Königin der Blumen wird dann hier in der traditionellen Rosenwoche auf unterschiedlichste Art gehuldigt und veranlasste uns heute eine Wanderung dorthin zu unternehmen. Wir hatten uns dazu den Streckenverlauf des Thurweg (Nr. 24) ausgesucht, welcher uns von Bürglen in die besagte Rosenstadt Bischofszell bringen soll. So entstiegen wir bei der Bahnstation Bürglen dem Zug und verliessen diese auf deren Westseite. Wir suchten uns den Weg durch das Industriegebiet hinaus und gelangten zur Hauptstrasse, welche uns dann über die Thur hinwegführte. Wir wanderten weiterhin der Strasse entlang, die uns am Gelände Zürcher Ziegeleien entlang leitete. Die Markierungen lotsten uns auf den Istighofer Weiher zu, einem kleinen idyllisches Gewässer in wunderschöner Lage. Hier zweigten wir ab, um in die Auenlandschaft der Thur zu gelangen. Unser Untergrund hatte sich mittlerweile auf natürliche Basis verwandelt und wandert erst durch den Wald und dann dessen Rand entlang. Wir folgten dem kleinen Rütibach durch das Feldgebiet und traten dann für kurze Zeit in den Tuurwald ein. Der breite Thurweg führte uns dann eine Zeitlang zwischen Waldrand und den Ackerflächen, bis wir den Buhwilersteg erreichten. Diese 54 Meter lange Stahlfachwerkbrücke aus dem Jahre 1906 brachte uns dann an die andere Uferseite der Thur und gelangten so an den Thurkanal. Wir folgten diesem ein Stück weit, bevor wir dann auch diesen überquerten. Wir erreichten so wieder eine Strasse und wanderten auf die Ortschaft Kradolf zu. Ein Fussweg brachte uns an den Sportplätzen vorüber, bis wir dann auf der Hauptstrasse wieder weiter wandern mussten. Über die markante Schrägseilbrücke wechselten wir nun abermals die Thurseite und erreichten so die Ortschaft Schönenberg an der Thur. Die Markierungen leiteten uns am Ortsrand durch das Dorf hinaus und liessen nach dem Schwimmbad dieses dann auch hinter uns. Weiterhin auf breitem Weg wanderten mal näher und oder auch weniger an der Thur entlang. Wir steuerten dann auf ein Wäldchen zu, der Weg zog sich nun in die Höhe und verschmälerte sich dann zu einem Wanderpfad. Dieser führte uns durch den schönen Eichwald hinab. Im leichten Auf und Ab wanderten wir durch den Auenwald hinaus und gelangten so zum Haldersteg. Diesen liessen wir aber links liegen und wanderten auf dem Fahrsträsschen an den Obstbäumen entlang hinauf in den Ort Halden. Hier fassten wir dann wieder auf Hartbelag Fuss und liessen uns so der Strasse entlang auf den Buechwald zu treiben. Mitten im Wald verzweigte sich dann unser Weg aber wieder und stiegen dann über Treppen wieder hinab ans Ufer der Thur. Wir wanderten auf dem schönen grasigen Wanderweglein am Ufer entlang und liessen die versteckten Badeplätzchen am Muggesturmer Felsen hinter uns. Nachdem wir am Zusammenfluss der Sitter und Thur vorbeigezogen waren, konnten wir dann auch schon das Stadtgebiet von Bischofszell erblicken. Weiterhin am Flusslauf entlang erreichten wir die Alte Thurbrücke, welche im Volksmund gerne auch als Krumme Brücke bezeichnet wird. Die 116 Meter lange Brücke aus Tuff- und Sandsteinen ist die längste aus dem Mittelalter erhaltene Natursteinbrücke der Schweiz. Den Namen „Krumme Brücke“ erhielt diese, weil der Grundriss einige Knicke vorweist, damit ihre Pfeiler auf dem Nagelfluhfelsen im Flussbett gegründet werden konnten. Wir überquerten über diese achtjochige Brücke die Thur und wanderten zum Stadtteich hinauf. Am Schloss vorbei, gelangten wir dann auch hinauf in das schöne Altstädtchen, wo sich uns nun die Rosenpracht eröffnete. In der ganzen Stadt sind hier an die 60 verschiedene Rosen-Stände  verteilt und lud uns natürlich zu einem erweiterten Streifzug durch das Städtchen ein. Am Bahnhof endete dann unsere Tour und fuhren mit schönen Eindrücken wieder nach Hause. Einfache, aber schöne Wanderung mit 13.7 Kilometer in 3.5 Stunden Gehzeit. Insgesamt 100 Höhenmeter aufwärts.

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5. Dez, 2021

Unsere Wahl fiel wieder einmal auf den Kanton Thurgau, um dort unsere heutige Wanderung unter die Füsse nehmen zu können. Von Frauenfeld aus soll uns die Tour über den Seerücken bis ins schmucke Städtchen Stein am Rhein bringen. So reisten wir mit dem Zug in die Thurgauer Kantonshauptstadt, wo wir den Bahnhof an deren Nordseite verliessen. Die Strasse führte uns durch den Lindenpark, welcher sich am Ufer der Murg bettet. An der grossen Strassenkreuzung wechselten wir dann die Uferseite des Flusses und zweigten kurz darauf in den Murg-Auen-Park ein. Dieser erhielt 2017 den Schulthess Gartenpreis für seine gelungene Renaturierung vom Militärgelände zum Stadtpark, welcher die Bewohner zur Naherholung einlädt. So durchquerten wir das Parkgelände immer schön dem Lauf der Murg entlang zur Strassenbrücke hin. Wir überquerten so den Flusslauf abermals und wanderten der Strasse durch die Groosi Allmend hinaus. Wir passierten Militärisches Gebiet und fassten dann auch schon bald wieder natürlichen Belag unter unsere Wanderschuhe. Wir steuerten auf ein Auenwäldchen zu, in das wir dann auch hineintraten. An mehreren kleinen Weihern vorbei gelangten wir dann zur Thurebene und wanderten auf den Fussgängersteg, der über die Thur führt, zu. Dort setzten wir auf die andere Uferseite über und wanderten dann bald wieder in Waldgebiet hinein. Das Waldsträsschen am wild mäandrierenden Seebach entlang und erreichten so den Schalmebuck. Wir hatten das Waldgebiet so hinter uns gelassen und konnten nun den Anstieg auf den Seerücken in Angriff nehmen. Wechselnd auf Natur und Asphaltbelag wanderten wir so hinauf zur Ortschaft Herdern. Wir durchquerten erst aber noch Rebberge, bevor wir uns am Ortseingang befanden. Am schmucken Schloss Herdern vorbei leisteten wir den Markierungen Folge und liessen uns durch den Ort hinaus dirigieren. Wir liessen das Dorf hinter uns und unser Weg gesellte sich nun etwas steiler und treppendurchsetzt in die Höhe. Auf dem Chapf hatten wir den Scheitelpunkt dann aber erreicht und so konnten wir mehr oder weniger der Höhenkurve entlangwandern. Mit schönen Aussichten auf die Thurebenene und die Stadt Frauenfeld führte uns das Natursträsschen auf das ehemalige Zisterzienserinnenkloster Mariazell zu Kalchrain zu.  Dieses Kloster wurde im 14. Jahrhundert gegründet und dient heute als Massnahmenzentrum, wo junge straffällige Erwachsene zu einer ordentlichen Ausbildung gelangen können. Hier verliessen wir den markierten Wanderweg, wollten wir doch der Waldhütte Nägelsee einen Besuch abstatten. Die Strasse führte uns leicht aufwärts zum Hörnliwald, in welchen wir dann auch eintraten. Schon bald fanden wir die besagte Hütte, welche ursprünglich 1947 erbaut wurde aber 2008 bei einem Brand leider komplett zerstört wurde. 2010 wurde diese dann wieder aufgebaut und wollten eigentlich hier unsere Mittagspause einlegen. Leider war die Hütte aber bereits besetzt und so zogen wir halt von dannen. Wir mussten uns vorerst vom GPS-Gerät leiten lassen, bevor wir dann nach der Hochwacht wieder auf markiertes Gebiet stiessen. Auf der Karte zeigte sich uns dann eine weitere Hütte an und wir beschlossen dorthin zu wandern, um dort nun unsere Rast zu verbringen. Unser portabler Racletteofen war schnell installiert und konnten so mit Käseschmelzen beginnen. Nach dem gemütlichen Mittagshalt machten wir uns wieder auf und folgten dem Forststrässchen durch den Hörnliwald hinaus. Unser Weg senkte sich nun wieder vom Seerücken hinab, liessen so durch das bewaldete Mussbach-Tobel wieder etliche Höhenmeter hinter uns. Wir traten aus dem Wald heraus und konnten so schon erste Blicke auf den Untersee geniessen. Schon bald erreichten wir die Talebene und die ersten Häuser der Ortschaft Eschenz. Auf Hartbelag folgten wir den Markierungen, welche uns zum Seeufer hinbrachten. Zu unseren Rechten konnten wir die Insel Werd mit seinem kleine Franziskanerkloster St. Otmar erblicken und passierten auch gleich einmal die Kantonsgrenze zu Schaffhausen. Das Natursträsschen ging so auch wieder auf Teerbelag über und gelangten so zur Rheinbrücke, welche in die Altstadt von Stein am Rhein hinüberführt. Ein Abstecher, bevor wir uns zum Bahnhof begeben wollten, liessen wir uns aber nicht nehmen und statteten der schmucken Altstadt gerne noch einen Besuch ab. Die Märlistadt Stein am Rhein hatte zum 20. Mal ihre Pforten geöffnet und liess uns und Feen und Elfenwelt von Faba und Nox eintauchen. Mehrere Marktstände boten ihre Waren und Speisen feil und konnten uns so noch mit der einen oder anderen Leckerei verköstigen. Danach kehrten wir wieder ans andere Rheinufer zurück und wanderten zum Bahnhof hin, wo unsere Wanderung ihr Ende fand. Schöne Tagestour mit 18 Kilometern in 4.5. Stunden Gehzeit. Insgesamt 275 Höhenmeter aufwärts. 

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5. Apr, 2021

Für den heutige Ostermontagwanderung hatten wir und mal wieder war spezielles vorgenommen. So sollten uns am Ziel in der Ostschweizer Kleinstadt Bischoffszell zahlreich dekorierte Osterbrunnen erwarten. Die Strecke auf dem Thurgauer Panoramaweg von Amriswil nach Bischoffszell war uns zwar schon bekannt, wir begingen diesen doch schon einmal im November 2019. Die Streckenführung begeisterte uns damals doch schon sehr, dass wir kurzerhand entschlossen diese Tour wiederholt zu absolvieren. Wir starteten also am Bahnhof Amriswil unser Vorhaben und verliessen diesen auf deren Südseite. Die Bahnhofstrasse brachte uns zur Evangelische Kirche von Amriswil, an welcher vorbei zum Wilerbach wanderten. Wir folgten dem Feldsträsschen etwas bergan und querten nach dem Weiler Gizehus die Landstrasse. Das Natursträsschen führte uns nun im Gizehuswald den Geissbärg hinauf. Wir erreichten so schon bald eine Teersträsschen, welche uns weiterhin leicht aufwärts und an alten Obstbäumen entlang zum Schloss Hagenwil brachte. Die durchaus sehr sehenswerte Wasserburg wurde Anfang des 13. Jahrhunderts erbaut, befindet sich heute in Privatbesitz der Familie Angehrn, welche in einem Teil des Schlosses ein Restaurant betreibt. Bei der St. Johannes Baptist-Kirche verliessen wir die breite Strasse wieder und folgten dem Strässchen in südlicher Richtung aus dem Ortschäftchen hinaus. Ein Feldweg führte uns wiederum an einzelnen Obstbäumen vorbei und wir wanderten zu einer aussichtsreichen Hochebene hinauf. Teils auf Hartbelag, teils auf naturbelassenen Wegen wanderten wir durch die Weiler Hueb und Rotzenwil zu den Obstplantagen auf der Blidegg. Wir folgten dann der Strasse wieder abwärts, welches uns am versteckten Schlösschen Blidegg vorbei zur Kapelle Degenau hinunterführte. Dieses ehrwürdige Gotteshaus zählt zu den ältesten katholischen Kapellen der Schweiz und ist kunsthistorisch von grosser Bedeutung. Kurz darauf erreichten wir das Flussufer der Sitter, wo wir auf die andere Uferseite wechseln sollten. Diese Sitterfähre ist die einzig verbliebene Fähre im Kanton Thurgau und zeugt als Überbleibsel aus der Pilgerzeit. Die Seilfähre brachte uns sicher ans andere Flussufer und wanderten dann der Strasse nach auf die Tobelmühle zu.  Ein Forststrässchen führte uns nun etwas steiler hinauf und wir erreichten den Ortsrand von Wilen-Gottshaus. Hier trafen wir dann wieder auf en Thurgauer Panoramaweg und gelangten, nachdem wir das Ortschäftchen gequert hatten in ein wunderbares Naturschutzgebiet hinein. Wir erreichten mit dem Horber Weiher, den ersten von fünf Fischweiher, welche einst von den Mönchen des Kloster Plegibergs angelegt wurden. Der Naturweg brachte uns wieder etwas aufwärts durch den Wald des Birestiilerholz zum Strässchen, welches uns um das Südufer des Rütiweiers führte. Wir folgten danach dem schönen Pfad am Ufer des Horbacher Weiher entlang und überquerten den Damm, welcher diesen Weiher von Gandweiher abtrennte. Nachdem wir ein Stück diesem Gewässer gefolgt waren, tauchten wir in den Wald hinein und wanderten über unzählige Treppenstufen aufwärts über die Erhebung des Büelhölzli hinweg. Der Naturweg ging dann wieder in ein Teersträsschen über und wir wanderten auf diesem am Westufer des Hauptwiler Weiher vorbei.  Wir querten die Ortschaft Hauptwil der Strasse nach und zweigten kurz nach dem Alten Schloss in einen Fussweg ein. Der letzte grössere Anstieg des Tages lag nun vor uns und wanderten zur urigen Waldschenke hinauf. Die Schenke war coronabedingt natürlich geschlossen und passierten diese ohne die sonst obligate Einkehr. So wanderten wir im schönen Wald über ein Strässchen den Bischofsberg hinauf. Nach der Hauptwiler Hööchi senkte sich der Weg wieder talwärts und wir traten schon bald wieder aus dem Wald heraus. Ein Quartiersträsschen führte uns hinab zur Hauptstrasse, welcher wir nun für einen Moment folgen mussten. Die äusserst sehenswerte Altstadt von Bischofszell war erreicht, wo unser Osterbrunnen-Rundgang nun beginnen konnte. In der ganzen Stadt wurden insgesamt 24 Brunnen mit sehr viel Kreativität geschmückt. Seit 1998 entwickelte sich diese Tradition, welche ihre Wurzeln ins frühe 19. Jahrhundert zurückzuführen, zu einer farbenfrohen Bereicherung des barocken Städtchens. Einem Grossteil dieser Brunnen statten wir natürlich einen Besuch ab, bevor uns der Rundgang wieder zum Bahnhof hinführte, wo unsere Tour dann auch endete. Schöne Wanderung mit 18.5 Kilometern in 5 Stunden Gehzeit. Insgesamt 350 Höhenmeter aufwärts.  

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21. Feb, 2021

Für heute hatten wir uns mal wieder eine etwas längere Streckenwanderung vorgenommen und haben uns dazu den Stählibuckweg ausgesucht. Zum vierten Mal in Folge reisten wir dazu wieder in den Kanton Thurgau, wo uns die Wanderung über den Wellenberg von Weinfelden nach Frauenfeld führen soll. Der Bahnhof in Weinfelden markierte dann auch unser Startpunkt und wir verliessen diesen dann auch auf deren Südseite und konnten nun vorerst dem uns bereits bekannten Weg, welchen wir bereits vor 1t4 tagen gelaufen sind, folge leisten. So wanderten wir der Strasse an den Geleisen entlang, bevor uns die Wegweisung in südliche Richtung durch die Quartiere von Weinfelden lotste. Nachdem wir ein Industriegebiet passiert hatten, überquerten wir einen Kanal und hielten uns durch die Fohlenweid auf ein Wäldchen zu. Wir wechselten dort vom Asphalt auf Naturbelag über und tauchten in den Wald hinein. Der Naturweg führte uns durch den lichten Wald hinaus und querten kurz nach dem kleinen Wasserkraftwerk den Kanal von vorhin wieder. Weiterhin im Wald wanderten wir auf dem Strässchen durch den Forst der Underi Wiide hinaus. Als wir aus dem Wald heraustraten, weitete sich das Gelände in der Thurebene und folgten weiterhin dem Natursträsschen, welches uns auf die Hauptstrasse hinzuführte. Hier wechselten wir über die Strassenbrücke, die Uferseite der Thur und erreichten gleich einmal den Dorfeingang von Amlikon. Wir querten die Ortschaft der Strasse nach und der flache Part unserer Wanderung neigte sich dem Ende zu. So konnten wir mit der Überschreitung des Wellenberg, welcher sich zwischen Thur und Lauche erhebt, beginnen. Wir liessen so Amlikon hinter uns und wanderten auf Natursträsschen durch Wiesen und kleine Wäldchen bergauf auf die Egg. Eine erst schöne Aussicht liess dort oben ein wenig verweilen und bewegten uns dann auf dem Strässchen auf den Weiler Leutmerken zu. Wir passierten das kleine paritätische Kirchlein St. Peter und Paul, welche urkundlich bereits im Jahre 1275 erwähnt wurde und deren Grundmauern auf die romanische Zeit zurückführen. Unser Weg flachte nun ab und wir folgten dem Natursträsschen durch die weiten Felder. Die kleine Kapelle „Ave Maria am hohen Weg“, welche sich noch immer als Zeuge der Pilgerzeit darstellt, liessen wir hinter uns und bewegten uns auf das ehemalige Burggelände von Griesenberg zu. Wir verliessen kurz danach die Strasse und stiegen kurz hinab ins bewaldete Griesenbergtobel. Wir überquerten über die Gesslerbrücke, einer kleinen Hängebrücke aus dem Jahre 2008, den Griessbergtobelbach und stiegen dann auch gleich wieder aus dem Tobel hinaus. Erst etwas steiler im Wald, dann etwas gemächlicher am Waldrand entlang, wanderten wir so weiter bergan. Die Wegweisung dirigierte uns wechselweise über Asphalt und Naturbelag, sowie durch offenes und bewaldetes Gebiet auf den kleinen Baholzerweier mitten im Wald zu. Der Weg senkte sich nun wieder und wir traten aus dem Wald heraus. Vor uns eröffnete sich die Landschaft des Tuembachtales und fassten auch schon bald wieder Hartbelag unter unsere Füsse. Die Strasse führte uns auf den Ort Lustdorf hinab, wir querten diesen und gewannen über ein Fahrsträsschen dann wieder an Höhe. Der kurze Aufstieg brachte uns über die Egg hinauf auf den Höhenrücken, wo sich unser Blick über das Tuembachtal und weit darüber hinaus dehnte. Die breiten Wege führten uns so nun recht aussichtsreich am Weiler Friedberg vorbei und dem Chirchbärgerbüül herum. Ein Wanderweglein führte uns schliesslich durch den Wald hinauf zum Stählibuckturm, welcher wir selbstverständlich bestiegen. Der im Jahre 1908 erbaute und 27 Meter hohe Turm bot uns dabei einen herrlichen Rundblick über die sanfte Thurgauer Landschaft. Nachdem wir wieder Mutter Erde betraten hatten, machten wir uns auf den Abstieg. Erst auf dem Fahrsträsschen, danach über etwas schmalere Wanderwege wanderten wir durch den Wald stetig bergab. Wir erreichten das Stadtbachtobel und folgten dem Waldrand weiterhin abwärts. Eine markierte Umleitung lotste uns, um die wegen Sturmschäden gesperrte Wanderstrecke, herum und querten so ein erstes Quartier von Frauenfeld. Unser Weg kehrte dann aber wieder zurück ins idyllische Mülitöbeli, wo wir uns auf dem lauschigen und wurzligen Weglein hinab ins Salomonshölzli begaben. Dort hatte uns dann die Strasse aber endgültig wieder und wanderten an dessen Verlauf auf die Stadtmitte zu. Der Bahnhof hatten wir dann auch schon bald gefunden und beendeten dort unsere Wanderung. Schöne, etwas längere Tor mit 22 Kilometern in 5 Stunden und 30 Mnuten Gehzeit. Insgesamt 320 Höhenmeter aufwärts. 

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14. Feb, 2021

Auch wenn der Wetterbericht uns eisige Temperaturen vorausgesagt hatte, liess uns das dennoch nicht abbringen unsere Wanderschuhe zu schüren und zum dritten Mal in Folge in Kanton Thurgau zu reisen. Wir haten uns dazu den Thurgauer Rebenweg ausgesucht und freuten uns im Vorfeld schon darauf, diese aussichtsreiche Wanderung bei schönstem Sonnenschein laufen zu können. Wir begaben uns mit Zug und Bus an unseren Ausgangspunkt in Oberneunforn, wo wir in der Dorfmitte unsere Tour nun starten konnten. Die Wegweisung dirigierte uns durch das Dorf mit seinen schönen Riegelbauten hindurch und folgten dann der südwärts führenden Strasse leicht bergan. Das Strässchen ging in einen Feldweg über und wir erreichten schon bald die Weinberge, welche am Iselisberg entlangführen. Der Wirtschaftsweg machte hier ein Bogen gegen Südosten und wanderten so oberhalb der Weinberge auf die Ortschaft Niederneunforn zu. Kurzeitig fassten wir oberhalb des Dorfes geteerte Strasse unter unsere Füsse, bevor uns dann beim Rebberg Brünler wieder Naturbelag erwartete. Auf diesem Strässchen wanderten wir nun oberhalb der Weingüter entlang, wo sich wiederum unzähliger Rebstock an Rebstock reihte. Wir folgten so dem Weg, der uns in den Wald des Forhölzli hineinbrachte. Ein kurze, etwas steilere Passage durch den Wald brachte uns hinauf auf den Sonnenberg, wo der Weg dann wieder kurzzeitig abflachte. Denn schon bald beförderte uns der Feldweg wieder in die Höhe und erreichten mit dem Schafferetsbuck dann den höchsten Punkt unserer Wanderung. Der Ausblick auf das Thurtal und die fernen Alpen wurden dort noch grossartiger, wie dieser ohnehin bereits schon war. Ein genial konzipierter Alpenzeiger könnte dort bei optimaler Fernsicht weit über 100 Gipfel zwischen Säntis und Eiger identifizieren lassen. Der Thurgauer Rebenweg führte uns dann wieder von diesem Aussichtspunkt weg und wanderten leicht bergab auf die Rebhang der Ürschhuuser Trotte zu. Wieder mitten durch die Weingüter setzten wir unsere Wanderung hinfort, bevor diese dann unterhalb des Weilers Iselisberg endgültig hinter uns liessen. Wir wanderten am Hang entlang, fassten dann nochmals kurz Hartbelag unter unsere Füsse, bevor uns der Wanderweg in den Wald einleitete. Erst ziemlich eben, aber dann senkte sich unser Weglein hinab ins Iisetobel, wo wir wieder auf ein Forststrässchen trafen. Wir folgten diesem nun durch den winterlichen Wald hinaus. Der Wald lichtete sich dann aber schon bald und wir traten aus diesem heraus. Vor uns lag nun die eindrückliche Kartause Ittingen. Im Jahre 1848 wurde im Kanton Thurgau die Klöster aufgehoben, was auch das Ende der Kartäusergemeinschaft bedeutete. Diese Klosteranlage wurde aber von Staat, Wirtschaft und Bevölkerung aufrechterhalten und ist heute nebst Hotel ein Kultur- und Tageszentrum. Ein kleiner Take-Away im Klostergelände lud uns zu einer kleiner Pause ein und wir konnten uns mit einer feinen Suppe wieder etwas aufwärmen. Nach der verdienten Stärkung entfernten wir uns von der Kartause und wanderten hinab ins Thurtal. Über die Strassenbrücke wechselten wir die Uferseite der Thur, wo uns schon bald die Wegweisung zum Ufer des Flusslaufes Murg hinab lotste. Das eisige Kiessträsschen führte uns flussaufwärts durch den lichten Auenwald hindurch und trafen nach Unterquerung der Autobahn auf den Murg Auen Park. Dieser wurde 2017 mit dem Schulthess Gartenpreis zu seiner Renaturierung vom Militärareal zum Stadtpark gewürdigt.  Wir durchquerten diese Erholungsoase mitten in der Stadt Frauenfelds und verliessen diesen nach geraumer Zeit auf deren Südseite wieder. Wir wechselten das Murg-Ufer über eine weitere Strassenbrücke und liessen uns dann von den Markierungen zum Bahnhof dirigieren. Hier endete unsere Wanderung und konnten uns auf unsere Heimreise begeben. Schöne Wanderung mit 14.5 Kilometern in 3 Stunden und 45 Minuten Gehzeit. Insgesamt 230 Höhenmeter aufwärts.

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