Wanderungen im Kanton Thurgau

4. Aug, 2019
Der Barfuss- und Panoramaweg am Nollen sollte unser heutiges Wanderziel markieren und wir begaben uns somit mal wieder in den Kanton Thurgau. Da dieser Weg mit gerade mal 7 Kilometer etwas kurz ausfällt, haben wir uns entschieden diesen mit einem Zuweg zu verlängern. Die Bahnstation Bettwiesen im sogenannten Tannzapfenland markierte unseren Startpunkt und wir zogen in südlicher Richtung von dannen. Das Industriegebiet liessen wir rasch hinter uns und wanderten der Strasse entlang zur Kirche St. Urban, welche um 1872 an etwas erhöhter Lage erbaut wurde. Am Fusse des Schlossberges zweigten wir von der Kirchstrasse weg und folgten dem Strässchen bergauf. Ein Wiesenweg führte uns am Rande des Buechewald nun etwas steiler und so ziemlich direkt hinauf zum Schloss Bettwiesen. Anfang des 17. Jahrhunderts wurde auf der Krone des Bettwiesener Weinberges dieses schmucke Schlösschen vom Fischinger Abt Palcidus Brunschweiler errichtet. Das Schloss diente nicht nur als Stützpunkt zur Überwachung der in der Umgebung gelegenen Lehenshöfe, sondern auch als Sommer- und Feriendomizil der Fischinger Äbte. Die heutige Anlage dient aber seit Beginn des 20. Jahrhunderts nunmehr als landwirtschaftlicher Betrieb. An den alten Obstbaumbeständen vorbei folgten wir dem Strässchen weiter bergauf und tauchten schon bald in den Oberhauer Wald hinein. Das Forststrässchen brachte uns durch den Wald und so wanderten wir danach abwärts auf den Weiler Beckingen zu. Nun ging es wieder auf Teerbelag weiter und kamen so in östlicher Richtung in den nächsten Weiler Hittingen hinein. Nach einem kurzen Stück der Hauptstrasse entlang, gelangten wir an die Kantonsgrenze zu St. Gallen. Das Strässchen verlief nun genau auf diesem Grenzverlauf, welchem wir nun durch das Üüretaaler Rietli folgen konnten. Gleichzeitig begann nun auch unser Aufstieg über den Üüretaler Berg auf die Egg, welche mit ihren 775 Metern auch den höchsten Punkt der heutigen Wanderung markierte. Wir verliessen dort das Asphaltsträsschen und zweigten in den Naturweg ein, welcher uns etwas steil zur Strasse am Oberagger Almensberg hinunterbrachte. Aussichtsreich wanderten wir auf diesem Strässchen durch den Hang von Greutenberg hinab, um in die Talsenke zwischen der Braunauer Höhe und dem Nollen zu kommen. Wir gelangten an den südlichen Ortsrand von Wuppenau und somit auch den Einstieg in den Barfuss- und Panoramaweg. Wir liessen vorerst die Schuhe an unseren Füssen, da die mit spitzen Steinen bestückte Flurstrasse, wohl so noch angenehmer begehbar war. Bei einem ersten Aussichtsplateau begann dann der eigentliche Barfussweg, welcher nun nordöstlich in den Wald des Hesseholz abzweigte. Also entledigten wir uns von den Schuhen und Socken um uns auf den perfekt ausgebauten Barfuss-Sinnesbereich begeben zu können. Auf den nächsten Kilometern erwarteten uns mehrere dicht aufeinander folgende Barfuss-Stationen, wie ein Moorbad, eine spezielle Fühlstrecke oder wir konnten sogar in einem geführten Blindgang die unterschiedlichsten Materialien erspüren. Um die Natur in vollsten Zügen erfühlen zu können, bewegten wir unsere Füsse beim Winterbärg in einem Bach, auf dem Weidli in saftigen Wiesen und schliesslich im erfrischenden Welfensberger Weiher. Nachdem wir unsere Füsse an der dortigen Waschstation gereinigt und unsere Füsse wieder bekleidet hatten, konnten wir nun den Panoramaweg in Angriff nehmen. Auf Naturwegen wanderten wir hinauf zum Aussichtspunkt auf dem Nollen. Die herrliche Aussicht auf das Alpsteingebiet, den Churfirsten und den Glarner Alpen liess uns ein wenig verweilen, bevor wir am Schützenhaus vorbei zur Kneippstelle gelangten. Wir folgten danach dem Strässchen durch den Weiler Waldwies in die Grueb, wo wir uns auf dem kleinen Hofladen mit kleinen Thurgauer Spezialitäten eindecken konnten. Für den Abstieg folgten wir dann dem Strässchen am Wäldchen des Hesseholz vorbei und erreichten so die Strasse nach Wuppenau. Das kurze Stück der Dorfstrasse entlang brachte uns zu Bushaltestelle am Gemeindehaus, wo unsere erlebnisreiche Tour ihr Ende fand. Wunderschöne Wanderung mit 17.5 Kilometern in rund 5 Stunden Gehzeit. Insgesamt 480 Höhenmeter aufwärts.
 
30. Dez, 2018
Nach rekordverdächtigen 5 Wochen Wanderpause, konnten wir heute unsere Wanderschuhe schnüren und endlich wieder unserer Lieblingsbeschäftigung nachgehen. Als Ziel hatten wir uns die Märli-Stadt Stein am Rhein ausgesucht, welche wir auf Wanderwegen entlang des Thurgauer Seerücken erreichen werden. Der Bahnhof in Steckborn markierte unseren Startpunkt und wir folgten so ein kurzes Stück der Bahnhofstrasse, bevor wir die Bahngeleise unterqueren konnten. Die Strasse führte uns an den gepflegten Einfamilienhäusern entlang hinaus zum Ortsrand. Nach dem Mülitaal stiegen wir nun etwas in die Höhe und konnten dort in westliche Richtung wandern. Zu unserer Rechten lag der malerische Untersee und zur Linken schier nicht enden wollende Obstbaumkulturen. Beim Hardhof tauchten wir schliesslich in den Wald hinein, wo es nun auf schmalerem Wege weiterging. Nach dem Wegpunkt Färberraa erleichterten uns manche Stufen den Abstieg durch das steile Tobel zum Chesselbach hinunter, welchen wir über de Holzbrücke querten, bevor wir wieder etwas in die Höhe stiegen. Wir wanderten leicht abwärts, nun wieder auf breiterem Wege beim Schloss Glarisegg vorbei und zweigten bei der Pfaffewies Richtung Westen ab. Der Forstweg brachte uns dabei stetig ansteigend zum Seehof, wo es nun auf dem Wanderweglein weiter in die Höhe ging. Wir erreichten so schon bald die Ruine Neuburg, einem spätmittelalterlichen Bau aus dem 13. Jahrhundert. Seit 1319 war sie als Lehnsgut des Klosters St. Gallen in wechselndem Besitz und wurde schliesslich 1745 abgebrochen. Heute sind immerhin noch ausgedehnte Ruinen mit Resten der grossen Ringmauer zu sehen. Die Forststrasse brachte uns dann weiter durch das Weiertobel, wo wir dann wiederum auf etwas schmalerem Wegabschnitt einzweigen konnten. Wir wanderten durch das Paffetobel und traten schliesslich bei der Klingenegg Rüti aus dem Wald heraus.  Durch die Obstplantagen folgten wir dem Weg, welcher uns hinunter zur kleinen Landstrasse brachte. Wir zogen auf dieser in die Richtung der Ortschaft Mammern und zweigten kurz vor dem Bahnübergang gen Westen ab. Das Teersträsschen brachte uns nun mehr oder weniger direkt am Bahngleis entlang durch die Obstbaunalngen von Junkerwis und Langfuri. Ein kleiner Schwenker brachte uns nochmals kurz in die Höhe zum Haldenhof, wo wir nun nach und nach die Plantagen verliessen. Wir überquerten beim Müsli die Landstrasse und gelangen so in die Seenähe, wo wir wieder auf Naturwegen weiter wandern konnten. Der Weg führte uns zwischen der Ortschaft Eschenz und dem Eschenzhorn hindurch und konnten schon bald die Insel Werd mit seinem kleinen Franziskanerkloster St. Othmar erblicken. Am Ufer entlang wanderten wir weiter und das Städtchen Stein am Rhein war bereits über dem Rhein sichtbar geworden. Wir wechselten über die Brücke die Uferseite des Rheins und erreichten so das äusserst sehenswerte Altstädtchen. Die weihnachtliche Veranstaltung „Märli-Stadt Rapunzel“, hatte noch seine Tore geöffnet und lud uns zum Verweilen ein, bevor wir über die Brücke zurück zum Bahnhof gingen. Tolle Wanderung mit 14 Kilometern n 3 Stunden und 45 Minuten Wanderzeit. Insgesamt 360 Höhenmeter aufwärts.
 
7. Jan, 2018

Unsere erste Wanderung im neuen Jahr fand heute im Kanton Thurgau statt. Kreuzlingen sollte dazu unser Ausgangspunkt sein und wir begaben uns somit zu dessen Bahnhof. Wir folgten der Strasse in westlicher Richtung und zogen danach durch die Quartiere des Ortsteils von Emmishofen. Über die Eisenbahnbrücke querten wir den Saubach und wanderten am schmucken Schloss Bernegg, welches bereits im Jahre 1292 in einer Konstanzer Urkunde erwähnt wurde, vorbei.  Der Strasse entlang zog sich nun unser Weg am Bahnhof Bernrain entlang und danach um die Jakobshöhe herum, wo wir dann in den Wald des Oberi Wiserle einbiegen konnten. Dem Forstweg folgten wir nun durch den Wald und erreichten das Naturschutzgebiet mit den Bommerweihern. Diese beiden künstlich angelegten Teiche aus dem 15. Jahrhundert, sind ein wahres Idyll und bieten den Wasservögeln und Amphibien ihren wichtigen Lebensraum. Entlang der Obstplantagen gelangten wir ins beschauliche Ellighausen und wanderten der Strasse entlang zur Dütschenmühle. Das Natursträsschen brachte uns gemächlich durch das weite Schlatterfäld bergauf. Nach dem Weiler Aufhäusern gelangten wir in den Wald des Laubhölzli, wo uns die Forststrasse weiter bergauf auf den Wachtersberg führte. Wir erreichten das Restaurant Stelzenhof, welches uns mit seiner gutbürgerlichen Küche zu einem kulinarischen Halt einlud. Nach der wohlverdienten Stärkung machten wir uns wieder auf und wanderten über den Ottenberg hinunter in Richtung des Talbodens. Am Schloss Bogenstein vorbei erreichten wir den Stadtrand von Weinfelden, wo wir nun der Strasse entlang zum Bahnhof hin folgten, welches dann auch den Endpunkt unserer Tour markierte. Schöne Wanderung mit 15 Kilometern in 3 Stunden und 45 Minuten  reiner Wanderzeit. Insgesamt 350 Höhenmeter aufwärts.

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19. Nov, 2017

Heute zog es uns in den nördlichen Teil der Schweiz, wo wir eine längere Tour am Hochrhein auf unserem Tagesplan hatten. Wir starteten am Bahnhof Neuhausen am Rheinfall und wechselten dort über den Fluringersteg die Rheinseite. Durch die Quartiere von Fluringen erreichten wir beim Frauenfels das Rheinufer, welchem wir nun bis zu den ersten Häusern von Feuerthalen folgen konnten. Unser Weg führte uns nun der Strasse entlang zur Rheinwiese und danach wieder am Uferweg zum ehemaligen Kloster Paradies. Ursprünglich als ein Frauenkloster von Klarissen gegründet, beherbergt es heute die Gebäude einer Kirche, einer Bibliothek, sowie einem Ausbildungszentrum. Wir wanderten weiter an den weiten Uferbögen des Hochrheins im leichten auf und ab entlang und gelangten am Bunkermuseum Bruggechopf vorbei zu den beiden Römischen Warten Mörderbuck und Galgenacker.  Beim ehemaligen Kloster St. Katharinental verliessen wir den Uferwald und wanderten an diesem sehenswerten Gebäude vorbei. Das Kloster St. Katharinental war ein Kloster der Dominikanerinnen und gehörte zur Diözese Konstanz. Heute ist in den Klostergebäuden eine Klinik des Kantons Thurgau für Rehabilitation und Langzeitpflege untergebracht. Wir erreichten das Städtchen Diessenhofen mit seinem mittelalterlichen Charme, wo heute gerade der traditionelle Martinimarkt mit seinen über 100 verschiedenen Ständen standfand. Dieser lud uns einem kurzen Verweilen und einer kleinen Stärkung ein, bevor wir wieder weiterzogen. Am Rheinäcker vorbei führte uns der herrliche Uferweg stets in östlicher Richtung und gelangten an der Burgstelle Richlingen vorbei zum Tschungel mit seinem Soldatendenkmal. Auf dem Natursträsschen wanderten wir nun an den Feldern der Rüütene und Röötelacker entlang und erreichten die ehemalige Benedektinerprobstei Wagenhausen. Die ehemalige Klosterkirche wurde um 1085 erbaut und wurde seitdem kaum verändert. Damit gehört sie zu den wenigen original erhaltenen romanischen Kirchen der Ostschweiz. Der letzte Teil unserer Wanderung führte uns dann der Strasse entlang zum Bahnhof von Stein am Rhein, welcher dann auch zugleich unseren Endpunkt markierte. Einfache und schöne, wenn auch etwas längere Tour mit 25 Kilometern in 6 Stunden reiner Wanderzeit. Insgesamt 300 Höhenmeter aufwärts.

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13. Nov, 2016

Der Thunbachtalweg stand heute auf unserem Wanderprogramm und wir begaben uns dafür ins thurgauische Lustdorf. In der Dorfmitte marschierten wir los und wanderten westwärts auf breiten Wegen zum Weiler Friedberg. Auf dem schönen Höhenweg mit Blick über die Nebellandschaft gelangten wir über Chirchberg zum Stählibuck-Aussichtsturm. Der im Jahre 1908 erbaute und 27 Meter hohe Turm bot uns dabei einen herrlichen Rundblick über die sanfte Thurgauer Landschaft. Der etwas steile Weg durch den Wald brachte uns nun zügig hinunter nach Dingenhart, wo wir nun der Strasse folgend zum Waldrand und dann sehr idyllisch zum Thunbach wanderten. Durch den verträumten Weiler Chöll und später unterhalb des Schloss Sonnenberg vorbei führte uns danach der Weg durch die geschützten Wälder des Immenbergs. Am Rand des Abbruchs ins Lauchtal, mit herrlichem Blick ins besagte Tal, folgten wir der Naturstasse über Weilerwies nach Hinderbärg. Der Abstieg brachte uns dann an den Altbach und zu den idyllisch gelegenen Wetzikerweihern. Der sanfte Aufstieg aus dem Thunbachtal brachte uns schliesslich wieder zu unserem Ausgangspunkt in Lustdorf. Wunderschöne und abwechslungsreiche Rundwanderung mit 13.5 Kilometern in 3.5 Stunden reiner Wanderzeit. Insgesamt 350 Höhenmeter aufwärts.

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