30. Dez, 2018

Steckborn - Mammern - Stein am Rhein

Nach rekordverdächtigen 5 Wochen Wanderpause, konnten wir heute unsere Wanderschuhe schnüren und endlich wieder unserer Lieblingsbeschäftigung nachgehen. Als Ziel hatten wir uns die Märli-Stadt Stein am Rhein ausgesucht, welche wir auf Wanderwegen entlang des Thurgauer Seerücken erreichen werden. Der Bahnhof in Steckborn markierte unseren Startpunkt und wir folgten so ein kurzes Stück der Bahnhofstrasse, bevor wir die Bahngeleise unterqueren konnten. Die Strasse führte uns an den gepflegten Einfamilienhäusern entlang hinaus zum Ortsrand. Nach dem Mülitaal stiegen wir nun etwas in die Höhe und konnten dort in westliche Richtung wandern. Zu unserer Rechten lag der malerische Untersee und zur Linken schier nicht enden wollende Obstbaumkulturen. Beim Hardhof tauchten wir schliesslich in den Wald hinein, wo es nun auf schmalerem Wege weiterging. Nach dem Wegpunkt Färberraa erleichterten uns manche Stufen den Abstieg durch das steile Tobel zum Chesselbach hinunter, welchen wir über de Holzbrücke querten, bevor wir wieder etwas in die Höhe stiegen. Wir wanderten leicht abwärts, nun wieder auf breiterem Wege beim Schloss Glarisegg vorbei und zweigten bei der Pfaffewies Richtung Westen ab. Der Forstweg brachte uns dabei stetig ansteigend zum Seehof, wo es nun auf dem Wanderweglein weiter in die Höhe ging. Wir erreichten so schon bald die Ruine Neuburg, einem spätmittelalterlichen Bau aus dem 13. Jahrhundert. Seit 1319 war sie als Lehnsgut des Klosters St. Gallen in wechselndem Besitz und wurde schliesslich 1745 abgebrochen. Heute sind immerhin noch ausgedehnte Ruinen mit Resten der grossen Ringmauer zu sehen. Die Forststrasse brachte uns dann weiter durch das Weiertobel, wo wir dann wiederum auf etwas schmalerem Wegabschnitt einzweigen konnten. Wir wanderten durch das Paffetobel und traten schliesslich bei der Klingenegg Rüti aus dem Wald heraus.  Durch die Obstplantagen folgten wir dem Weg, welcher uns hinunter zur kleinen Landstrasse brachte. Wir zogen auf dieser in die Richtung der Ortschaft Mammern und zweigten kurz vor dem Bahnübergang gen Westen ab. Das Teersträsschen brachte uns nun mehr oder weniger direkt am Bahngleis entlang durch die Obstbaunalngen von Junkerwis und Langfuri. Ein kleiner Schwenker brachte uns nochmals kurz in die Höhe zum Haldenhof, wo wir nun nach und nach die Plantagen verliessen. Wir überquerten beim Müsli die Landstrasse und gelangen so in die Seenähe, wo wir wieder auf Naturwegen weiter wandern konnten. Der Weg führte uns zwischen der Ortschaft Eschenz und dem Eschenzhorn hindurch und konnten schon bald die Insel Werd mit seinem kleinen Franziskanerkloster St. Othmar erblicken. Am Ufer entlang wanderten wir weiter und das Städtchen Stein am Rhein war bereits über dem Rhein sichtbar geworden. Wir wechselten über die Brücke die Uferseite des Rheins und erreichten so das äusserst sehenswerte Altstädtchen. Die weihnachtliche Veranstaltung „Märli-Stadt Rapunzel“, hatte noch seine Tore geöffnet und lud uns zum Verweilen ein, bevor wir über die Brücke zurück zum Bahnhof gingen. Tolle Wanderung mit 14 Kilometern n 3 Stunden und 45 Minuten Wanderzeit. Insgesamt 360 Höhenmeter aufwärts.