5. Apr, 2021

Amriswil - Bischofszell (Thurgauer Panoramaweg)

Für den heutige Ostermontagwanderung hatten wir und mal wieder war spezielles vorgenommen. So sollten uns am Ziel in der Ostschweizer Kleinstadt Bischoffszell zahlreich dekorierte Osterbrunnen erwarten. Die Strecke auf dem Thurgauer Panoramaweg von Amriswil nach Bischoffszell war uns zwar schon bekannt, wir begingen diesen doch schon einmal im November 2019. Die Streckenführung begeisterte uns damals doch schon sehr, dass wir kurzerhand entschlossen diese Tour wiederholt zu absolvieren. Wir starteten also am Bahnhof Amriswil unser Vorhaben und verliessen diesen auf deren Südseite. Die Bahnhofstrasse brachte uns zur Evangelische Kirche von Amriswil, an welcher vorbei zum Wilerbach wanderten. Wir folgten dem Feldsträsschen etwas bergan und querten nach dem Weiler Gizehus die Landstrasse. Das Natursträsschen führte uns nun im Gizehuswald den Geissbärg hinauf. Wir erreichten so schon bald eine Teersträsschen, welche uns weiterhin leicht aufwärts und an alten Obstbäumen entlang zum Schloss Hagenwil brachte. Die durchaus sehr sehenswerte Wasserburg wurde Anfang des 13. Jahrhunderts erbaut, befindet sich heute in Privatbesitz der Familie Angehrn, welche in einem Teil des Schlosses ein Restaurant betreibt. Bei der St. Johannes Baptist-Kirche verliessen wir die breite Strasse wieder und folgten dem Strässchen in südlicher Richtung aus dem Ortschäftchen hinaus. Ein Feldweg führte uns wiederum an einzelnen Obstbäumen vorbei und wir wanderten zu einer aussichtsreichen Hochebene hinauf. Teils auf Hartbelag, teils auf naturbelassenen Wegen wanderten wir durch die Weiler Hueb und Rotzenwil zu den Obstplantagen auf der Blidegg. Wir folgten dann der Strasse wieder abwärts, welches uns am versteckten Schlösschen Blidegg vorbei zur Kapelle Degenau hinunterführte. Dieses ehrwürdige Gotteshaus zählt zu den ältesten katholischen Kapellen der Schweiz und ist kunsthistorisch von grosser Bedeutung. Kurz darauf erreichten wir das Flussufer der Sitter, wo wir auf die andere Uferseite wechseln sollten. Diese Sitterfähre ist die einzig verbliebene Fähre im Kanton Thurgau und zeugt als Überbleibsel aus der Pilgerzeit. Die Seilfähre brachte uns sicher ans andere Flussufer und wanderten dann der Strasse nach auf die Tobelmühle zu.  Ein Forststrässchen führte uns nun etwas steiler hinauf und wir erreichten den Ortsrand von Wilen-Gottshaus. Hier trafen wir dann wieder auf en Thurgauer Panoramaweg und gelangten, nachdem wir das Ortschäftchen gequert hatten in ein wunderbares Naturschutzgebiet hinein. Wir erreichten mit dem Horber Weiher, den ersten von fünf Fischweiher, welche einst von den Mönchen des Kloster Plegibergs angelegt wurden. Der Naturweg brachte uns wieder etwas aufwärts durch den Wald des Birestiilerholz zum Strässchen, welches uns um das Südufer des Rütiweiers führte. Wir folgten danach dem schönen Pfad am Ufer des Horbacher Weiher entlang und überquerten den Damm, welcher diesen Weiher von Gandweiher abtrennte. Nachdem wir ein Stück diesem Gewässer gefolgt waren, tauchten wir in den Wald hinein und wanderten über unzählige Treppenstufen aufwärts über die Erhebung des Büelhölzli hinweg. Der Naturweg ging dann wieder in ein Teersträsschen über und wir wanderten auf diesem am Westufer des Hauptwiler Weiher vorbei.  Wir querten die Ortschaft Hauptwil der Strasse nach und zweigten kurz nach dem Alten Schloss in einen Fussweg ein. Der letzte grössere Anstieg des Tages lag nun vor uns und wanderten zur urigen Waldschenke hinauf. Die Schenke war coronabedingt natürlich geschlossen und passierten diese ohne die sonst obligate Einkehr. So wanderten wir im schönen Wald über ein Strässchen den Bischofsberg hinauf. Nach der Hauptwiler Hööchi senkte sich der Weg wieder talwärts und wir traten schon bald wieder aus dem Wald heraus. Ein Quartiersträsschen führte uns hinab zur Hauptstrasse, welcher wir nun für einen Moment folgen mussten. Die äusserst sehenswerte Altstadt von Bischofszell war erreicht, wo unser Osterbrunnen-Rundgang nun beginnen konnte. In der ganzen Stadt wurden insgesamt 24 Brunnen mit sehr viel Kreativität geschmückt. Seit 1998 entwickelte sich diese Tradition, welche ihre Wurzeln ins frühe 19. Jahrhundert zurückzuführen, zu einer farbenfrohen Bereicherung des barocken Städtchens. Einem Grossteil dieser Brunnen statten wir natürlich einen Besuch ab, bevor uns der Rundgang wieder zum Bahnhof hinführte, wo unsere Tour dann auch endete. Schöne Wanderung mit 18.5 Kilometern in 5 Stunden Gehzeit. Insgesamt 350 Höhenmeter aufwärts.  

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