1. Nov, 2019

Amriswil - Bischofszell (Thurgauer Panoramaweg)

Der Thurgauer Panoramaweg (Nr. 79) führt über 37 Kilometer mitten durch den von Obstplantagen überzogene Landkanton, welcher gerne daher auch als «Mostindien» bezeichnet wird. Er soll uns dabei an Bauernhöfen, kleinen Fachwerkschlösschen und schönen Naturschutzgebieten vorbeiführen. Wir nahmen uns heute die erste Etappe vor, welche von Amriswil in die preisgekrönte Wakkerstadt Bischofszell führt. Wir starteten also am Bahnhof Amriswil unser Vorhaben und verliessen diesen auf deren Südseite. Die Bahnhofstrasse brachte uns zur Evangelische Kirche von Amriswil, an welcher vorbei zum Wilerbach wanderten. Wir folgten dem Feldsträsschen etwas bergan und querten nach dem Weiler Gizehus die Landstrasse. Das Natursträsschen führte uns nun im Gizehuswald den Geissbärg hinauf. Wir erreichten so schon bald eine Teersträsschen, welche uns weiterhin leicht aufwärts und an alten Obstbäumen entlang zum Schloss Hagenwil brachte. Die durchaus sehr sehenswerte Wasserburg wurde Anfang des 13. Jahrhunderts erbaut, befindet sich heute in Privatbesitz der Familie Angehrn, welche in einem Teil des Schlosses ein Restaurant betreibt. Bei der St. Johannes Baptist-Kirche verliessen wir die breite Strasse wieder und folgten dem Strässchen in südlicher Richtung aus dem Ortschäftchen hinaus. Ein Feldweg führte uns wiederum an einzelnen Obstbäumen vorbei und wir wanderten zu einer aussichtsreichen Hochebene hinauf. Teils auf Hartbelag, teils auf naturbelassenen Wegen wanderten wir durch die Weiler Hueb und Rotzenwil zu den Obstplantagen auf der Blidegg. Wir folgten nun der Strass abwärts, das uns am Schlösschen Blidegg vorbei zur Kapelle Degenau hinunterführte. Dieses ehrwürdige Gotteshaus zählt zu den ältesten katholischen Kapellen der Schweiz und ist kunsthistorisch von grosser Bedeutung. Hier mussten wir den Thurgauer Panoramweg verlassen, da die Flussfähre über die Sitter gestern gerade ihren Saisonschluss hatte und den Betrieb somit einstellte. Somit mussten wir einen Umweg in Kauf nehmen und wanderten der Sitter entlang zur alten Militärbrücke hin. Wir überquerten den Fluss und zogen dem Strässchen nach zum Waldrand hin. Das Forststrässchen führte uns nun etwas steiler hinauf und wir erreichten den Ortsrand von Wilen-Gottshaus. Hier trafen wir dann wieder auf en Thurgauer Panoramaweg und gelangten, nachdem wir das Ortschäftchen gequert hatten in ein wunderbares Naturschutzgebiet hinein. Wir erreichten mit dem Horber Weiher, den ersten von fünf Fischweiher, welche einst von den Mönchen des Kloster Plegibergs angelegt wurden. Der Naturweg brachte uns wieder etwas aufwärts durch den Wald des Birestiilerholz zum Strässchen, welches uns um das Südufer des Rütiweiers führte. Wir folgten danach dem schönen Pfad am Ufer des Horbacher Weiher entlang und überquerten den Damm, welcher diesen Weiher von Gandweiher abtrennte. Nachdem wir ein Stück diesem Gewässer gefolgt waren, tauchten wir in den Wald hinein und wanderten über unzählige Treppenstufen aufwärts über die Erhebung des Büelhölzli hinweg. Der Naturweg ging dann wieder in ein Teersträsschen über und wir wanderten auf diesem am Westufer des Hauptwiler Weiher vorbei.  Wir querten die Ortschaft Hauptwil der Strasse nach und zweigten kurz nach dem Alten Schloss in einen Fussweg ein. Der letzte grössere Anstieg des Tages lag nun vor uns und wanderten zur urigen Waldschenke hinauf. Da die Schenke heute ausnahmsweise geöffnet hatte, liessen wir es uns natürlich nicht nehmen, uns dort zu verpflegen. Nach der verdienten Stärkung wanderten wir über ein Strässchen den Bischofsberg hinauf. Nach der Hauptwiler Hööchi senkte sich der Weg wieder talwärts und wir traten schon bald wieder aus dem Wald heraus. Ein Quartiersträsschen führte uns hinab zur Hauptstrasse, welcher wir nun für einen Moment folgen mussten. Die äusserst sehenswerte Altstadt von Bischofszell war erreicht und wir folgten unserem Weg zum Obertor hin. Dort fand heute nämlich der traditionelle Martinimarkt statt und so schlenderten wir an den über 70 verschiedenen Marktständen entlang. Nachdem wir uns die eine oder auch andere Leckerei gegönnt hatten, machten wir uns auf und folgten dem Weg zum Bahnhof hin, wo unsere Tour dann auch endete. Schöne Wanderung mit 17 Kilometern in 4.5 Stunden Gehzeit. Insgesamt 350 Höhenmeter aufwärts.  

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