3. Nov, 2019

Frauenfeld - Oberstammheim

Nur zwei Tage nachdem wir unsere Wanderung auf dem Thurgauer Panoramaweg absolviert hatten, kehrten wir für unsere nächste Wanderung schon wieder in den Kanton Thurgau zurück. Die Wetterprognosen verhiessen zwar nicht allzu Gutes, aber wir liessen uns davon nicht abhalten und packten schon mal vorsorglich die Regenschirme in den Rucksack. Der Bahnhof in Frauenfeld markierte unseren heutigen Startpunk und wir verliessen diesen auf deren Nordseite. Wir folgten einem Strässchen, welches uns am Flüsschen Murg entlang begleitete und wechselten an der grossen Strassenkreuzung an die andere Uferseite. Wir zweigten kurz darauf in den Murg-Auen-Park ein, der 2017 mit dem Schulthess Gartenpreis zu seiner Renaturierung vom Militärareal zum Stadtpark gewürdigt wurde.  Wir durchquerten diese wunderbare Grünoase mitten in der Stadt und verliessen diesen nach geraumer Zeit auf deren Nordseite wieder. Ein breiter Uferweg führte uns an weiterhin an der Murg entlang bis wir den Sappeursteg erreichten. Wir wechselten dort zur Strassenbrücke hin, welche uns über den Flusslauf der Thur hinwegbrachte. Unser Weg mündete wieder in ein schmaleres Strässchen ein und folgten diesem nun aufwärts zu den Weinbergen und Obstplantagen der Kartause Ittingen. Dieses ehemalige Kloster wurde bereits um 800 n. Chr. gegründet und ist heute ein Kultur- und Seminarzentrum mit zwei Museen, Hotel, Restaurant und Gutsbetrieb. Die Strasse führte uns weiterhin aufwärts und so wanderten wir am Kirchlein Warth vorbei zum sogenannten Säntisblick. Dieser Blick wurde uns aber heut jedoch verwehrt und so folgten wir dem abzweigenden Strässchen in westliche Richtung. Unser Weg wechselte schon bald von Hart- auf Naturbelag und so tauchten wir in den Schoorewald ein. Der Weg zog nochmals bergan, flachte dann beim Töbeli etwas ab und wir betraten gleich mal wieder offenes Gebiet. Wir passierten den Weiler Vorderhorben und hielten uns durch die weiten Felder auf den bewaldeten Huebbüel zu. Wir wanderten auf dem Natursträsschen, welches stets dem Waldrand folgend, in den Gablenacker windete. Näherten uns so nach und nach dem idyllisch gelegen Hüttwilersees. Wir verliessen das Strässchen und folgten dem schön angelegten Wanderpfad zum Seeufer hin. Über einen Steg querten wir den Südzipfel des Sees und folgten dann dem Haseseekanal ins Bürgerriet. Zu unserer Linken konnten wir den Hasesee erblicken, hielten uns jedoch weiter nordwärts wieder auf den Hüttwilersee zu. Wir erspähten auf einem Hügel, die Reste eines ehemaligen Römerkastell und zogen an den naturbelassenen Seeufern durch die schöne Landschaft.  Wir erreichten mit dem Nussbommersee, so den dritten See des heutigen Tages und folgten dem breiten Weg um das Südufer herum. Wir querten schon bald die Kantonsgrenze zu Zürich und wanderten an den Plantagen des Seehofs vorüber, um ins Feldgebiet des Chesselackers zu gelangen. Unser Weg zog sich weiterhin durch die weiten Felder des Zürcher Weinlandes hindurch und wir erreichten den Ortsrand von Oberstammheim. Das Ortszentrum kam nun immer näher, wo sich heute Verkaufsstände des Jahrmarktes an den Strassen säumten. Verlockende Düfte von Marroni, Raclette und Apfelküchlein zogen durch unsere Nasen und wir gönnten uns natürlich davon auch was. Über die Bahnhofstrasse gelangten wir dann zum Bahnhof Stammhein hin, wo wir unsere Tour dann beendeten. Schöne Wanderung mit 17 Kilometern in 4 Stunden und 15 Minuten Gehzeit. Insgesamt 110 Höhenmeter aufwärts. 

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