12. Jan, 2020

Oberaach - Bischofszell

Nachdem wir letzte Woche eine lange An- und Rückreise zu unserer Wanderung auf uns nehmen mussten, entschieden wir uns heute wieder mal in der nahen Ostschweiz zu bleiben. Die heutige Wanderung soll uns von der Aach an die Sitter bringen und wir reisten dazu nach Oberaach nahe Amriswil. Wir verliessen die kleine Bahnstation und folgten vorerst der Hauptstrasse in südliche Richtung. Bei einem Hof im Güüssbette zweigten wir in das Natursträsschen ein und wanderten durchs nebligeFeld. Der Weg verschmälerte sich kurzzeitig zu einem Pfad, bis wir kurz vor Biessenhofen wieder auf ein Teersträsschen trafen. Wir zogen durch dieses beschauliche Dörfchen und verliessen, nachdem wir die Kantonsstrasse gequert hatten, die Ortschaft auf deren Südseite wieder. Wir wanderten auf dem Feldsträsschen sanft bergauf in die Sonne, passierten den kleinen Chliweier und tauchten dann in den Wald hinein. Wir erreichten schon bald den Biessenhofer Weiher, welcher bereits 1650 künstlich angelegt wurde. Der Weiher selbst ist vom dichten Wald umgeben und ist heute eines der wichtigsten Amphibien-Laichgebieten von nationaler Bedeutung. Wir folgten dem Ostufer des idyllischen Seeleins und verliessen das wohl im Sommer sehr beliebte Naherholungsgebiet wieder. Das Strässchen führte uns ziemlich eben durch den Schlosswald und wir zweigten unterhalb der Burgstelle Biessenhofen in den aufwärtsführenden Pfad ein. Dieser brachte uns nun treppendurchsetzt etwas steiler bergauf zu einem alten Forststrässchen, welchem wir zum Waldausgang hin folgten. Das Strässchen brachte uns über die Lichtung der Tüüfelache wieder hinein ins nächste Wäldchen, dem Blaarersholz. Nach mehreren Richtungswechseln im Wald und Flur gelangten wir zum Eichenhof, wo wir nun wieder auf Hartbelag weiter wandern mussten. Wir durchstreiften nun die Westquartier der Ortschaft Zihlschlacht und stiegen kurz darauf zu den Obstplantagen im Langfuri auf. Die Naturstrasse brachte uns am Rande der Obstkulturen entlang zum Parkplatz bei der Rehaklinik. Der letzte grössere Anstieg des Tages erwartete uns nun und so folgten wir dem Strässchen, welches uns in den Wald hineinführte. Wir zweigten wiederum auf einen Wanderpfad ein, der uns etwas steiler bergauf zum Kamm auf dem Felsenholz brachte. Wir folgten dem schönen Gratwev und konnten immer wieder schönen Aussichten auf in Richtung Bischofszell geniessen. Wir wanderten danach auf einem Strässchen zum Weiler Hummelberg hinab. Kurz darauf zogen wir dann am Kieswerk Freudenberg vorüber und nahmen dann den Abstieg durch den Wald ins Sittertal in Angriff. Die ersten Häuser der Stadt Bischofszell war zwar bald erreicht, aber unsere Wanderung war noch nicht ganz zu Ende. Wir überquerten die Bahngeleise und gingen am grossen Gebäudekomplex der Bischofszell Nahrungsmittel entlang zum Sittersteig. Wir überquerten die Sitter und folgten nahe dem Ufer zum sogenannten Zämefluss, wo die Sitter in die Thur mündet. Der Schotterweg führte uns der Thur entlang, direkt hin zur achtjochigen alten Thurbrücke. Diese wird im Volksmund auch als krumme Brücke genannt und gilt als Wahrzeichen der Stadt. Die 116 Meter lange Brücke aus Tuff- und Sandsteinen ist die längste noch aus dem Mittelalter erhaltene Brücke der Schweiz. Wir zweigten kurz vor diesem historischen Flussübergang von der Thur weg und zogen in Richtung Nagelpark. Unterhalb des Schlosses und durch den alten Standgraben folgten wir den Markierungen zum Bahnhof hin. Schöne Wanderung mit 13.6 Kilometern in 3.5 Stunden Gehzeit. Insgesamt 230 Höhenmeter aufwärts. 

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