31. Jan, 2021

Kreuzlingen - Bommer Weiher - Kreuzlingen

Für unsre heutige Wanderung begaben wir uns mal wieder in den Kanton Thurgau, wo wir uns von der Winteridylle am Bommer Weiher verzaubern lassen mochten. Wir reisten mit dem Zug zur Bahnstation Kreuzlingen Bernrain und verliessen diese auf deren Nordseite. Der breiten Strasse nach wanderten wir auf das Schlösschen Bernegg, einer dreiteiligen Schlossanlage aus dem 17. Jahrhundert zu. Das Ensemble aus dem herrschaftlichen Wohngebäude und dem grosszügigen Wirtschaftskomplex sind im Inventar der schützenwerten Ortsbilder der Schweiz aufgeführt. Das Strässchen führte uns hinab in ein kleines Tobel, unterquerten dann die Bahnlinie und fassten nun Fuss auf dem Wanderweglein. Wir folgten diesem lauschigen Weg durch den Winterwald. Leicht aufwärts wanderten wir dem plätschernden Saubach entlang bis zum Brücklein im Schlossbüel. Wir querten diese Brücke jedoch nicht und entstiegen dem etwas steilen Tobel über unzählige Treppenstufen nun wieder. Wir erreichten weiter oben ein Fahrsträsschen und zogen an der schmucken und sehenswerten Heiligkreuz Kirche Bernrain vorüber. Diese ist ein gern besuchter Wallfahrtsort und wird auch rege als Hochzeitskirche genutzt. Die Ursprünge dieses Kirchleins datieren auf das Jahr 1388 und ist die erste Kapelle auf dem Jakobsweg, welcher von Konstanz nach Einsiedeln führt. Dieser führte uns weiter in den Wald hinein und wanderten diesem breiten Weg vorerst in östliche Richtung, bis uns die Wegweisung gegen Süden dirigierte. Nachdem wir eine kleine Lichtung gequert hatten, stiessen wir im nächsten Waldstück auf die sogenannte Bunkerstrasse, welche ihrem Namen auch immer wieder zurechtkam. Wir wanderten weiter durch den Wald, erst auf breiterem Wege, dann etwas schmaler und traten beim Weiler Schwaderloh aus dem Wäldchen heraus. Immer wieder mussten wir dabei kleine Schneefelder queren und kleinere Baumstämme und Geäst übersteigen. Wir folgten nun ein Stückweit der Hauptstrasse und zogen dann über ein Fahrsträsschen durch die Winterfelder hinaus. Wir fassten aber schon bald wieder Hartbelag unter unsere Füsse und folgten den Markierungen durch das neblige und offene Gelände hinaus. Ein Feldweg führte uns dann an einer riesigen Obstplantage entlang und erreichten schon bald die beiden Bommer Weiher. Diese liegen in einer sanften Geländemulde und wurden um 1460 wohl in erster Linie zur Nutzung der Wasserkraft für die Mühlen künstlich geschaffen. 1979 mussten diese wegen der allzu starken Verlandung saniert werden und stehen heute unter Naturschutz, da es ein wichtiger Lebensraum für Wasservögel und Amphibien darstellt. Die Weiher, welche zum schönsten dieser Art im Thurgau zählen sollen, verzauberten auch uns in dieser wunderbaren Winteridylle. Beim Oberen Bommer Weiher verliessen wir die markierte Route und folgten dem Natursträsschen dem Waldrand entlang gegen Osten zu. Da wir jetzt uns ohne Wegweisung bewegten, mussten wir nun ein wenig Acht geben und uns mit unseren GPS-Tracking unterstützen lassen. Diese führte uns dann wieder in den Wald hinein, querten mittendrin mal eine Hauptstrasse und wanderten dann weiter auf dem eisigen und mit zum Teil schweren Schnee bedeckten Forststrässchen durch das stille Bäärehölzli. Nachdem wir einen Forstbetrieb mit passiert hatten, überschritten wir den Damm zwischen dem Grossweiher und Pfaffeweiher. Unser GPS lotste uns weiter durch den schönen Wald hinaus und betraten beim Gaissberg wieder offenes Gebiet. Wir wanderten erst durch die Schrebergartenanlge hindurch und folgten dann der Wegmarkierung um den Zentralfriedhof herum.  Das Kreuzliner Quartier Egelshofen war bald erreicht und zogen der Strasse nach durch dieses hinaus. Über die Eisenbahnbrücke, wechselten wir über ein bewaldetes Bachtobel und folgten schliesslich der Strasse zurück zu unserem Ausgangspunkt Kreuzlingen Bernrain. Schöne Wanderung mit 14 Kilometern in 4 Stunden Gehzeit. Insgesamt 140 Höhenmeter aufwärts. 

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