5. Dez, 2021

Frauenfeld - Heerebärg - Stein am Rhein

Unsere Wahl fiel wieder einmal auf den Kanton Thurgau, um dort unsere heutige Wanderung unter die Füsse nehmen zu können. Von Frauenfeld aus soll uns die Tour über den Seerücken bis ins schmucke Städtchen Stein am Rhein bringen. So reisten wir mit dem Zug in die Thurgauer Kantonshauptstadt, wo wir den Bahnhof an deren Nordseite verliessen. Die Strasse führte uns durch den Lindenpark, welcher sich am Ufer der Murg bettet. An der grossen Strassenkreuzung wechselten wir dann die Uferseite des Flusses und zweigten kurz darauf in den Murg-Auen-Park ein. Dieser erhielt 2017 den Schulthess Gartenpreis für seine gelungene Renaturierung vom Militärgelände zum Stadtpark, welcher die Bewohner zur Naherholung einlädt. So durchquerten wir das Parkgelände immer schön dem Lauf der Murg entlang zur Strassenbrücke hin. Wir überquerten so den Flusslauf abermals und wanderten der Strasse durch die Groosi Allmend hinaus. Wir passierten Militärisches Gebiet und fassten dann auch schon bald wieder natürlichen Belag unter unsere Wanderschuhe. Wir steuerten auf ein Auenwäldchen zu, in das wir dann auch hineintraten. An mehreren kleinen Weihern vorbei gelangten wir dann zur Thurebene und wanderten auf den Fussgängersteg, der über die Thur führt, zu. Dort setzten wir auf die andere Uferseite über und wanderten dann bald wieder in Waldgebiet hinein. Das Waldsträsschen am wild mäandrierenden Seebach entlang und erreichten so den Schalmebuck. Wir hatten das Waldgebiet so hinter uns gelassen und konnten nun den Anstieg auf den Seerücken in Angriff nehmen. Wechselnd auf Natur und Asphaltbelag wanderten wir so hinauf zur Ortschaft Herdern. Wir durchquerten erst aber noch Rebberge, bevor wir uns am Ortseingang befanden. Am schmucken Schloss Herdern vorbei leisteten wir den Markierungen Folge und liessen uns durch den Ort hinaus dirigieren. Wir liessen das Dorf hinter uns und unser Weg gesellte sich nun etwas steiler und treppendurchsetzt in die Höhe. Auf dem Chapf hatten wir den Scheitelpunkt dann aber erreicht und so konnten wir mehr oder weniger der Höhenkurve entlangwandern. Mit schönen Aussichten auf die Thurebenene und die Stadt Frauenfeld führte uns das Natursträsschen auf das ehemalige Zisterzienserinnenkloster Mariazell zu Kalchrain zu.  Dieses Kloster wurde im 14. Jahrhundert gegründet und dient heute als Massnahmenzentrum, wo junge straffällige Erwachsene zu einer ordentlichen Ausbildung gelangen können. Hier verliessen wir den markierten Wanderweg, wollten wir doch der Waldhütte Nägelsee einen Besuch abstatten. Die Strasse führte uns leicht aufwärts zum Hörnliwald, in welchen wir dann auch eintraten. Schon bald fanden wir die besagte Hütte, welche ursprünglich 1947 erbaut wurde aber 2008 bei einem Brand leider komplett zerstört wurde. 2010 wurde diese dann wieder aufgebaut und wollten eigentlich hier unsere Mittagspause einlegen. Leider war die Hütte aber bereits besetzt und so zogen wir halt von dannen. Wir mussten uns vorerst vom GPS-Gerät leiten lassen, bevor wir dann nach der Hochwacht wieder auf markiertes Gebiet stiessen. Auf der Karte zeigte sich uns dann eine weitere Hütte an und wir beschlossen dorthin zu wandern, um dort nun unsere Rast zu verbringen. Unser portabler Racletteofen war schnell installiert und konnten so mit Käseschmelzen beginnen. Nach dem gemütlichen Mittagshalt machten wir uns wieder auf und folgten dem Forststrässchen durch den Hörnliwald hinaus. Unser Weg senkte sich nun wieder vom Seerücken hinab, liessen so durch das bewaldete Mussbach-Tobel wieder etliche Höhenmeter hinter uns. Wir traten aus dem Wald heraus und konnten so schon erste Blicke auf den Untersee geniessen. Schon bald erreichten wir die Talebene und die ersten Häuser der Ortschaft Eschenz. Auf Hartbelag folgten wir den Markierungen, welche uns zum Seeufer hinbrachten. Zu unseren Rechten konnten wir die Insel Werd mit seinem kleine Franziskanerkloster St. Otmar erblicken und passierten auch gleich einmal die Kantonsgrenze zu Schaffhausen. Das Natursträsschen ging so auch wieder auf Teerbelag über und gelangten so zur Rheinbrücke, welche in die Altstadt von Stein am Rhein hinüberführt. Ein Abstecher, bevor wir uns zum Bahnhof begeben wollten, liessen wir uns aber nicht nehmen und statteten der schmucken Altstadt gerne noch einen Besuch ab. Die Märlistadt Stein am Rhein hatte zum 20. Mal ihre Pforten geöffnet und liess uns und Feen und Elfenwelt von Faba und Nox eintauchen. Mehrere Marktstände boten ihre Waren und Speisen feil und konnten uns so noch mit der einen oder anderen Leckerei verköstigen. Danach kehrten wir wieder ans andere Rheinufer zurück und wanderten zum Bahnhof hin, wo unsere Wanderung ihr Ende fand. Schöne Tagestour mit 18 Kilometern in 4.5. Stunden Gehzeit. Insgesamt 275 Höhenmeter aufwärts. 

Bildergalerie