26. Jun, 2022

Bürglen - Kradolf - Bischofszell

Die pittoreske Altstadt von Bischofszell verwandelt sich in der zweiten Junihälfte jeweils in ein Rosen-Blütenmeer. Die Königin der Blumen wird dann hier in der traditionellen Rosenwoche auf unterschiedlichste Art gehuldigt und veranlasste uns heute eine Wanderung dorthin zu unternehmen. Wir hatten uns dazu den Streckenverlauf des Thurweg (Nr. 24) ausgesucht, welcher uns von Bürglen in die besagte Rosenstadt Bischofszell bringen soll. So entstiegen wir bei der Bahnstation Bürglen dem Zug und verliessen diese auf deren Westseite. Wir suchten uns den Weg durch das Industriegebiet hinaus und gelangten zur Hauptstrasse, welche uns dann über die Thur hinwegführte. Wir wanderten weiterhin der Strasse entlang, die uns am Gelände Zürcher Ziegeleien entlang leitete. Die Markierungen lotsten uns auf den Istighofer Weiher zu, einem kleinen idyllisches Gewässer in wunderschöner Lage. Hier zweigten wir ab, um in die Auenlandschaft der Thur zu gelangen. Unser Untergrund hatte sich mittlerweile auf natürliche Basis verwandelt und wandert erst durch den Wald und dann dessen Rand entlang. Wir folgten dem kleinen Rütibach durch das Feldgebiet und traten dann für kurze Zeit in den Tuurwald ein. Der breite Thurweg führte uns dann eine Zeitlang zwischen Waldrand und den Ackerflächen, bis wir den Buhwilersteg erreichten. Diese 54 Meter lange Stahlfachwerkbrücke aus dem Jahre 1906 brachte uns dann an die andere Uferseite der Thur und gelangten so an den Thurkanal. Wir folgten diesem ein Stück weit, bevor wir dann auch diesen überquerten. Wir erreichten so wieder eine Strasse und wanderten auf die Ortschaft Kradolf zu. Ein Fussweg brachte uns an den Sportplätzen vorüber, bis wir dann auf der Hauptstrasse wieder weiter wandern mussten. Über die markante Schrägseilbrücke wechselten wir nun abermals die Thurseite und erreichten so die Ortschaft Schönenberg an der Thur. Die Markierungen leiteten uns am Ortsrand durch das Dorf hinaus und liessen nach dem Schwimmbad dieses dann auch hinter uns. Weiterhin auf breitem Weg wanderten mal näher und oder auch weniger an der Thur entlang. Wir steuerten dann auf ein Wäldchen zu, der Weg zog sich nun in die Höhe und verschmälerte sich dann zu einem Wanderpfad. Dieser führte uns durch den schönen Eichwald hinab. Im leichten Auf und Ab wanderten wir durch den Auenwald hinaus und gelangten so zum Haldersteg. Diesen liessen wir aber links liegen und wanderten auf dem Fahrsträsschen an den Obstbäumen entlang hinauf in den Ort Halden. Hier fassten wir dann wieder auf Hartbelag Fuss und liessen uns so der Strasse entlang auf den Buechwald zu treiben. Mitten im Wald verzweigte sich dann unser Weg aber wieder und stiegen dann über Treppen wieder hinab ans Ufer der Thur. Wir wanderten auf dem schönen grasigen Wanderweglein am Ufer entlang und liessen die versteckten Badeplätzchen am Muggesturmer Felsen hinter uns. Nachdem wir am Zusammenfluss der Sitter und Thur vorbeigezogen waren, konnten wir dann auch schon das Stadtgebiet von Bischofszell erblicken. Weiterhin am Flusslauf entlang erreichten wir die Alte Thurbrücke, welche im Volksmund gerne auch als Krumme Brücke bezeichnet wird. Die 116 Meter lange Brücke aus Tuff- und Sandsteinen ist die längste aus dem Mittelalter erhaltene Natursteinbrücke der Schweiz. Den Namen „Krumme Brücke“ erhielt diese, weil der Grundriss einige Knicke vorweist, damit ihre Pfeiler auf dem Nagelfluhfelsen im Flussbett gegründet werden konnten. Wir überquerten über diese achtjochige Brücke die Thur und wanderten zum Stadtteich hinauf. Am Schloss vorbei, gelangten wir dann auch hinauf in das schöne Altstädtchen, wo sich uns nun die Rosenpracht eröffnete. In der ganzen Stadt sind hier an die 60 verschiedene Rosen-Stände  verteilt und lud uns natürlich zu einem erweiterten Streifzug durch das Städtchen ein. Am Bahnhof endete dann unsere Tour und fuhren mit schönen Eindrücken wieder nach Hause. Einfache, aber schöne Wanderung mit 13.7 Kilometer in 3.5 Stunden Gehzeit. Insgesamt 100 Höhenmeter aufwärts.

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