Wanderungen im Kanton Aargau

30. Mai, 2021

Ein weiterer Themenweg lockte uns in den Kanton Aargau, um dort die heutige Wanderung unter die Füsse nehmen zu können. Es handelte sich hierbei um den Atem-Weg, welcher seit 2016 besteht und der erste seiner Art in der Schweiz sein soll. Auf spielerische Art soll uns auf verschiedenen Stationen mehr über das Atmen zu erfahren und mit einfachen Übungen die Atemkraft selbst entdecken zu können. Wir reisten dazu nach Safenwil und starteten unser Vorhaben bei dessen Bahnhof. Leicht aufwärts folgten wir der Strasse ins Dorfzentrum hinauf und wanderten an der Kirche vorüber. Wir streiften schon gleich den Weiler Wegacher und folgten dem Strässchen welches auf den Wald zuhielt. Wir fassten Naturbelag unter unsere Füsse und wanderten nun etwas steiler im Wald empor. Ein schönes Rastplätzchen lud uns gerade ein, um unseren Morgenkaffee zuzubereiten und nahmen dort unser Frühstück ein. In einer Spitzkehre zweigten wir nach unserer Pause dann auch in unseren Themenweg ein. Wir hatten uns aus wegtechnischen Gründen, bzw. wegen der Anschlusswanderung entschlossen, den Atemweg im Gegenuhrzeigersinn zu absolvieren und deshalb die Stationen nicht der Reihenfolge zu besuchen.  Der Weg flachte nun auch etwas ab und traten für kürzere Zeit aus dem Wald heraus. Das Strässchen führte uns zwischen Waldrand und dem Wiesenland dann wieder in den Wald hinein. Schon bald erreichten wir dann auch eine Station des Atemweges. Es handelte sich hierbei um Station 2, welche einen Fussparcours beinhaltete. Barfuss konnten wir dort verschiedene Untergründe erspüren und am Schluss durch die Kneippanlage unsere Beine erfrischen. Nachdem wir auch Station 1 des Atemweges passiert hatten, machten wir eine Runde um den Scherenberg mit seinen überraschenden und originellen Sandsteinskulpturen. Hier wo einst die Burg Scherenburg thronte, befindet sich Station 10 und die behauen Sandsteinfelsen. Tiere, Menschen und Symbole sind dort aus dem Felsen herausgeschält worden und wir liessen uns dort von dieser märchenhaft anmutenden Kulisse bezaubern. Ein schöner Hohlweg führte uns wieder etwas bergauf, wo sich der Weg in nordwestliche Richtung abknickte. Wir machten hier nun einen weiträumigen Bogen, um zu Station 9, den imposanten Sandsteinwinkel zu erreichen . Die Waldstrasse führte uns vorerst ziemlich eben durch das Stämpfiwäldli hinauf, bevor sich unser Weg wieder etwas länger in die Höhe zog. Wir zogen auf Station Nummer 8 zu, wo sich eine 350 Jahre alte Eiche befindet. Dieser mächtige Baum soll mit seinen 37 Meter Höhe und einem Umfang von 3.4 Metern, die grösste im Zofinger Wald sein.  Wir wanderten schliesslich auf den höchsten Punkt unsere Tour zu und überschritten so den Rothenberg auf 643 Meter Höhe. Der Weg wurde wieder flacher, passierten mit Station 7 „Gemeindedreieck“ und marschierten auf den Waldausgang zu. Die aussichtsreiche Anhöhe auf Rottannen ermöglichte uns ein grandioses Panorama, welches uns bis auf die Alpenkette blicken liess. Eine schönes Schaukelbänklein lud uns hier zum Verweilen ein und wir konnten unsere Wanderseele hier mal richtig baumeln lassen. Wir betraten wieder das Waldgebiet und passierten die Stationen 6 „Kiwanis-Platz“, Station 5 „Balance-Weg“ und Station 4 „Atem-Kraft-Bänkli“. Unsere Runde schloss sich nun langsam, aber sicher wieder und stiegen ziemlich steil über die Waldtreppe hinab. Die Waldtreppe markiert dann auch mit Station 3 die letzte auf dem Atemweg und folgten nun dem aufwärtsführenden Strässchen über das Griengrüebli hinaus. Dort ebnete sich unser Weg nun wieder und wanderten durch den schönen Wald hinaus. Waldrandlichtungen gaben immer wieder den Blick frei, um schöne Aussichten geniessen zu können. Beim wunderschön angelegten Picknickplatz Häxe-Brünneli konnten wir dann unsere wohlverdiente Mittagspause einlegen und konnten uns für unseren Weitermarsch richtig gut stärken. Der Weg im Wald senkte sich dann allmählich wieder und wir gelangten so immer mehr in die Nähe des Talbodens. Nach einiger Zeit traten wir dann schliesslich vollends aus dem Wald heraus und gelangten an den Bachlauf der Uerke. Das Strässchen führte uns am Ufer des Baches entlang und gelangten unter Autobahn hindurch an den Ortsrand von Kölliken. Wir liessen uns von den Markierungen zum Bahnhof dirigieren, wo wir unsere Tour dann auch beendeten. Schöne Wanderung mit 16.5 Kilometern in 4 Stunden und 15 Minuten Gehzeit. Insgesamt 350 Höhenmeter aufwärts. 

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14. Mai, 2021

Für unsere heutige Wanderung hatten wir uns den Aargauer Schloss- und Kulturweg ausgesucht. Dieser soll uns eine abwechslungsreiche Mischung aus Schlössern, schönen Aussichten und typisch Aargau mit viel Wald und fliessenden Gewässer erwarten. Wir reisten dazu ins mittlere Wynetal, wo unsere Wanderung bei der Bahnstation Teufenthal beginnen konnte. Wir entfernten uns von diesem in nördliche Richtung und folgten so ein kurzes Stück der Strasse entlang. Aber schon bald zweigten wir ins Trostburgwegli ein und folgten diesem Pfad nun leicht aufwärts. Wir näherten uns so der mittelalterlichen Höhenburganlage Trostburg. Dieses kleine Schloss, welches erstmals 1241 erwähnt wurde, befindet sich auf einem 40 Meter Hohen Felsvorsprung oberhalb des Dorfes. Das sehenswerte Schlösschen befindet sich in Privatbesitz und ist deshalb leider nicht öffentlich zugänglich. Wir wanderten so an der Burg vorbei und folgten dem Strässchen, welches uns am Waldrand entlangführte. Mit besten Aussichten über das Wynetal marschierten wir auf den Chatzenhübel zu, wo wir dann in den Rauholz-Wald eintauchten. Unser Weg führte uns im Wald über den Tschurihübel und erreichten so bereits das nächste Schloss. Das Schloss Liebegg befindet sich auf einem 70 Meter hohen Felsvorsprung über dem Wynetal und entstand aus einer mittelalterlichen Höhenburganlage. Seit 1946 ist das Schloss im Besitze des Kantons Aargau und dient heute als Tagungs- und Kulturzentrum. Ausserdem beherbergt es seit 2018 das Hexenmuseum Schweiz. Wir entfernten uns von den historischen Gemäuern und traten wieder in den Wald hinein. Unser Weg führte uns nun etwas steiler bergauf und gelangten hinauf zu den Liebegger Sandsteinhöhlen. Es handelt sich hierbei aber nicht um natürliche Höhlen. Im 19. Jahrhundert wurde hier nämlich Sandstein zum Bau von Häusern und Kirchen abgebaut. Heute dient dieser lauschige Ort als beliebter Picknick- und Abenteuerspielplatz für Kinder. Ein Wanderweglein brachte uns dann wieder hinab, wo wir auf ein Teersträsschen trafen. Dieses ging dann schon bald auf Naturbelag über und wir wanderten über Feld und Flur zum Weiler Unteres Refental hinab. Ein Strässchen brachte uns dann aber sogleich wieder in die Höhe und betraten beim Sunnehübel wieder in ein ausgedehnteres Waldgebiet. Wechselweise auf Pfad und Forststrässchen querten wir den Wald am Seenerberg. Mittlerweile senkte sich der Weg nun wieder und liessen den Wald dann auch hinter uns. Wir konnten nun die Ortschaft Seon erblicken, welche direkt zu unseren Füssen lag. Auf Nebenstrassen und Fusswegen durchquerten wir den Ort zur Gänze und liessen, nachdem wir den Aabach erreichten hatten, diesen dann auch hinter uns. Das Natursträsschen brachte uns zwischen Aabach und den weiten Felder der Birchmattt weiter voran. Wir bewegten uns mittlerweile auf der IndustriekulTour Aabach, wo uns einige Schautafeln bis nach Lenzburg über die Industrialisierung des Aargaus Auskunft geben sollen. Eine App mit Augmented und Virtual-Reality machen diese Tour auf dem Industrie-Pfad ausserdem zu einem speziellen Erlebnis. So können die Geschichten aus der industriellen Blütezeit entlang des Aabaches im virtuellen Museumsraum betrachtet werden. Wir liessen das Gewerbegebiet von Seon hinter uns und wechselten das Ufer des Aabaches. Das Teersträsschen führte uns auf das Kraftwerk Sigismühli zu, wo wir dann wir in den Wald eintraten. Die Waldstrasse leitete uns fortan durch das idyllische Aabachtal und konnten mit jedem Schritt diese schöne Natur geniessen. Als wir aus dem Wald heraustraten konnten wir schon das Stadtgebiet von Lenzburg erblicken. Wir folgten weiterhin dem Bachlauf der Aa und wanderten so an schönen kleinen  bezaubernden Auengebieten entlang.. Der Stadtrand war dann auch bald erreicht, zu unseren rechten grüsste uns das auf dem fast kreisrunden Molassehügel thronende Schloss Lenzburg. Diese Höhenburg zählt zu den ältesten und bedeutendsten Anlagen der Schweiz, dessen Ursprung in frühe 11. Jahrhundert zurückführt. Wir waren mittlerweile wieder auf Hartbelag unterwegs und liessen uns nun noch von den Markierungen zum Bahnhof hin lotsen. Wir beendeten dort unsere Tour und reisten wieder in die Heimat zurück. Schöne Wanderung mit 14.5 Kilometern in 4 Stunden Gehzeit. Insgeseamt 220 Höhenmeter aufwärts. 

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13. Mrz, 2021

Die Wetterprognose für dieses Wochenende war nicht gerade berauschend, aber wir wollten uns trotzdem bewegen und raus an die frische Luft. Wir stellten uns deshalb eine einfache Tour zusammen, welche uns vom Rhein an die Aare und schliesslich noch um den Klingnauer Stausee führen soll. Wir reisten also mal wieder in den Kanton Aargau, wo unsere Wanderung beim Bahnhof in Bad Zurzach starten konnte. Wir verliessen nach dem Startkaffee das Bahnhofsgelände und folgten den Markierungen zum Parkweiher hin. Dort befindet sich das 18 Meter lange Becken der Wassersinfonie, welches sich in den Sommermonaten jeweils zu einem grossen Springbrunnen mit Wasser, Licht und Musik in ein Kunstwerk verwandelt. Da ja aber erst März war, zogen wir an dem leeren Becken vorüber und liessen uns zum Waldrand hin dirigieren. Wir wechselten dort vom Strässchen auf ein Wanderweglein, welches uns nun durch den Wald bergauf führte. In der Aegerte trafen wir dann auf ein Forststrässchen, das uns nochmals kurz mehr in die Höhe brachte. Der Weg flachte dann aber wieder ab und das Strässchen führte uns schurgerade durch den Wald hinaus. Eine Lichtung ermöglichte uns dann aber freie Blicke auf die Erhebungen des Juraausläufers. Unterhalb von uns, konnten wir das Gelände des Tierpark Weiermatt erkennen. Ein gemeinnütziger Verein betreibt diese Wohlfühloase seit 1978 und beherbergt unter anderem Dammwild, Schafe, Ziegen, Affen, sowie grosse und auch kleine Vogelarten. Wir zogen jedoch weiter und wanderten weiterhin durch den Wald hinaus. Das Strässchen zog sich nochmals bergauf und gelangten zwischen den Erhebungen des Ämmeribuck und des Falegg zum höchsten Punkt des Tages hinauf. Unser Weg verliess nun die markierte Wanderroute und senkte sich. Wir folgten unserem Weiterweg an der Lichtung Binzmatte entlang und traten dann auch wieder in den Wald hinein. Das Natursträsschen mutierte schon bald auf Asphalt über wir wanderten auf diesem bergab. Der Wald öffnete sich und wir erreichten die ersten Häuser der Ortschaft Döttingen. Ein erster Blick auf den Klingnauer Stausee erbot sich uns von diesem höher gelegenen Quartier. Weiterhin unmarkiert ging es nun der Strasse entlang bergab und erreichten bei der modernen Kirche St. Johannes den Talboden. Wir zogen der breiten Strasse nach durch den Ort und gelangten so ans Aareufer. Der Dammweg führte uns auf die Strassenbrücke zu, welche über die Aare führt. Hier war dann auch der Startpunkt des Klingnauer Uferweg (Nr. 525), welcher uns nun um den Stausee herumführen soll. Der Klingnauer Stausee stellt die letzte Station der Aare dar, bevor diese in den Rhein mündet.  Der künstlich gestaute See umfasst eine Fläche von rund 100 Hektaren und ist als Wasservogel-Schutzgebiet von internationaler Bedeutung. Mehr als 200 verschiedene Vogelarten soll es hier das ganze Jahr zu beobachten geben. Wir waren gespannt, ob wir dann auch das eine oder ander Motiv vor unsere Linse kriegen würden. Wir überquerten also die Aare, um den See im Uhrzeigersinn zu umrunden und folgten dem schönen renaturierten Aareufer entlang. Wir gelangten auf das BirdLife-Naturzentrum zu und bestatteten diesem dann auch einen kurzen Besuch ab. Nachdem wir den kleinen Erlebnispfad absolviert hatten, machten wir uns weiter zum Klingnauer VBeobachtungsturm.Vogel-Beobachtungsturm. Die 50 Treppenstufen brachten uns dann auf die Aussichtsplattform in 10 Höhe und bot uns eine schöne Sicht über den Klingnauer Stausee. Auf dem asphaltierten Weg wanderten wir nun weiter dem schönen Seeufer entlang, bis wir nach der Ortschaft Gippingen die Staumauer erreicht hatten. Der Wanderweg lotste uns über die Staumauer hinweg und wir wanderten auf der anderen Seeseite nun wieder in Richtung Döttingen. Immer wieder liessen wir den Blick über das schöne Idyll schweifen und liessen uns von der abwechselnd kargen und üppigen Landschaft verzaubern. Unser Runde schloss sich an der Aarebrücke wieder und wir folgten von dort den Markierungen zum Bahnhof hin. Hier endete unsere Tour dann auch und wir machten uns zurück in die Heimat. Schöne Wanderung, überraschenderweise mit besseren Wetterverhältnissen als gedacht. 12.5 Kilometern in 3 Stunden und Insgesamt 150 Höhenmeter aufwärts. 

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16. Feb, 2020

Unser heutigen Wanderfokus richteten wir auf dem Flösserweg im Jurapark Aargau, welcher uns als Erlebnis- und Themenweg zwischen Rhein und Aare führen soll. Zahlreiche Informationstafeln am Rhein und später an der Aare sollen viel Wissenswertes über das in Vergessenheit geratene Gewerbe der Flösserei vermitteln. Startpunkt für unser Vorhaben war dazu der Bahnhof im aargauischen Laufenburg und wir steuerten auf den nahen Stadtturm zu. Wir betraten durch dessen Tor die Gassen der schmucken Altstadt und wanderten zur Rheinbrücke hin, welche in den badischen Teil der Stadt führen würde. Wir zogen jedoch durch die Gassen weiter und erreichten durch einen kleinen Park das Rheinufer. Ein Kiesweg führte uns nun am schönen Ufer des Rhein entlang und gelangten so ins Rheinsulzer Ried. Bei der Römischen Warte, von welcher nur noch Überreste zu erkennen waren, stiessen wir dann auf eine Strasse. Diese brachte uns unter der Hauptstrasse und Bahnstrecke hindurch und stiegen kurz darauf zur Strassenüberführung auf. Wir wanderten an der kleinen Margarethenkapelle aus dem 13. Jahrhundert vorbei und stiegen danach dem Waldrand zu. Die Strasse ging schon bald auf Naturbelag über und führte uns in den Wald hinein. Der schöne Weg brachte uns im erst im Wald und dann am Waldsaum leicht bergauf. Wir folgten unserem braun markierten Flösserweg um den Hang der Frohalde herum und erreichten schon bald den Dorfrand von Mettau. Wir querten den Etzgerbach und wanderten der Strasse nach an der sehenswerten Kirche St. Remigius vorbei. Das Gotteshaus wurde von 1773 bis 1776 im spätbarocken Stil erbaut, wobei der Turm von der vormaligen Kirche aus dem Jahre 1670 übernommen wurde. Der Flösserweg zog nun wieder bergauf und wir hielten so dem Waldrand der Egghalde zu. Das Natursträsschen führte uns zum kleinen Campingplatz Waldesruh, den wir dann auch schliesslich durchquerten. Wir konnten nun einen schönen Blick ins Mettauertal geniessen und folgten der geteerten Route talwärts. Schon bald war der Ortsrand von Wil erreicht und wir wanderten quer durchs Dorf. Nachdem wir die breite Strasse am Dorfende wieder verlassen hatten, stiegen wir auf dem Nebensträsschen wieder in die Höhe. Ein Naturweg brachte uns dann durch das Weidegebiet bereits wieder an den nächsten Ortsrand. Unser Weg führte in die Ortsmitte von Hottwil hinein und wir zogen am historischen Gasthaus Bären vorbei. Hier sollen sich da,als die Flösser auf ihrem Heimweg verköstigt und von ihren Strapazen erholt haben. Wir wanderten zu den Rebbergen hinauf und folgten dem Natursträsschen durch das Weingut am Wesseberg hindurch. Eine Treppe brachte uns dann im Bächli etwas steiler zum Waldrand hoch, wo uns nun ein aussichtsreicher Naturweg erwartete. Im Galgenacher querten wir dann eine Strasse und zweigten dann in einen weichen, etwas sumpfigen Wiesenpfad ein. Dieser führte uns ebenaus durch den Hang hinaus. Im Chilhöfli knickte unser Weg südöstlicher Richtung ab und wanderten steil bergauf dem Waldrand zu. Ein schöner Gratweg führte uns hinauf auf Rotbergegg, dem höchsten Punkt unserer heutigen Tour. Der aussichtsreiche Ruhebank luden uns zu einer kleinen Rast ein und so konnten wir die Aussicht auf die Glarner Alpen über das Gotthardmassiv bis hin zu den Berrner Alpen geniessen. In weiten Kehren führte uns der Weg über den Hügel hinab, wo wir weiter unten dann wieder in den Wald hineintauchten. Ein Forststrässchen zweigte im Wald dann vom Hartbelag weg und wir wanderten weiterhin bergab. Nachdem wir das Kiesrollband, welches vom Geissberg bis hinunter zur Aare führt, unterquert hatten, erreichten wir den Waldausgang. Der Weg senkte sich über die Rebberge in die Ortschaft Villigen hinab, die wir dann durchquerten. Das Strässchen brachte uns in die Kometmatt, wo uns der Waldpfad ans Aaareufer erwartete. Ein schöner Wiesenweg brachte uns am idyllischen Ufer entlang zu den letzten Informationstafeln des Flösserweges. Wir erreichten die Aarebrücke im Dorfzentrum Stilli, wo der eigentliche Flösserweg zu Ende wäre. Wir überquerten aber noch die Aare und erreichten kurz darauf die Bahnstation Siggenthal-Würenlingen, wo unsere Tour dann endete. Schöne Wanderung, mit 22 Kilometern in 6 Stunden  Gehzeit. Insgesamt 450 Höhenmeter aufwärts. 

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10. Feb, 2019
Wie schon eine Woche davor reisten wir wiederum in den Kanton Aargau, um diesmal eine Etappe auf dem Aargauer-Weg (Nr. 42) zu wandern. Die Bahnstation Mellingen-Heitersberg diente uns als Startpunkt der Tour und so verliessen wir diesen dazu auf der Südseite. Wir folgten dem Strässchen um den Wald des Buechbergs herum und erreichten auf dem Höhenweg die ersten Häuser des Quartiers Chrüzliberg. Eine breite Strasse führte uns nun hinunter zum Ufer der Reuss, wo sich uns auf der gegenüberliegenden Seite, das kleine Altstädtchen von Mellingen präsentierte. Dieses Städtchen gehört zu den kleinsten der historischen Altstädte des Aargaus und wurde 1230 gegründet. Kurz nach der Fussgängerbrücke, welche vom Städtchen herüberführt, wechselten wir von Hartbelag auf ein Naturweg. Wir befanden uns direkt am Ufer der Reuss, welcher wir nun fortan flussaufwärts folgen konnten. Etwas nach dem Landwirtschaftsbetrieb Allmendli, stiegen wir im kleinen Wäldchen leicht in die Höhe, um die steile Rüsshalde umwandern zu können. Wieder in Ufernähe angelangt, wanderten wir an landwirtschaftliche Flächen, welche uns aber auch mit viel Uferwald begleitete, im leichten Auf und Ab entlang. Nach der Bachtole erblickten wir auf der andern Uferseite bereits das ehemalige Kloster Gnadenthal. Seit dem Ende des 13. Jahrhunderts lebten hier die Nonnen der Gemeinschaft des Zisterzienserordens bis hin zum Aargauer Klosterstreit im Jahr 1841 und später nochmals von 1843 bis 1876. Nach einer vorübergehenden Nutzung als Tabak- und Zigarrenfabrik, wird das Kloster seit 1894 als Pflegeanstalt genutzt und wurde seither immer wieder mit Gebäuden ergänzt und erweitert. Die Reuss windete sich nun in südliche Richtung und wir wanderten nach den Gewächshäusern bei Wildenau in den Wald hinein. Durch den ausgedehnten Wald führte uns der Weg nun wieder etwas oberhalb des Flusslaufes entlang. An einigen Picknickplätzen und Feuerstellen vorbei, verliessen wir bei der Unterweid den Wald wieder und konnten wieder direkt am Ufer weiterwandern. Wir passierten den Campingplatz Sulz und folgten dem Pfad durch den lauschigen Uferwald zu Fährstation Sulz. Hier könnte man sich an den Wochenenden in den Sommermonaten auf die andere Seite fahren lassen, von wo sich ebenfalls ein schöner Uferweg nach Bremgarten führen würde. Wir folgten dem Wiesenweglein auf dem Reussdamm und erreichten nach dem Rohrhof die Felder der Unteri Grossmatt. Ab hier machte die Reuss eine enge Schlangenlinie, welcher wir der Uferlinie folgen konnten. In zwei grossen Bögen umwanderten wir also diese schöne Schlaufe und gelangten so zur Meiebergsmatt. Die Ortschaft Eggenwil lag dabei etwas abseits zu unserer Rechten und wir folgten weiterhin direkt dem Uferlauf durch das landwirtschaftliche Gebiet. Wir unterquerten die schon bald eine Strassenbrücke und unser Weg wurde zunehmend breiter. Unterhalb des Quartier Bibenlos machten wir unsere letzte Schlaufe an der Reuss und zweigten kurz nach der Fussgängerbrücke vom Ufer ab. Der Weg führte uns direkt zum Hermannsturm aus dem 15. Jahrhundert, welcher mit seinen 32 Meter Gesamthöhe und seinem steilen Kegeldach ein wahrer Hingucker ist.  Wir machten eine Spitzkehre und stiegen über die Treppenstufen hinauf in die äusserst sehenswerte Altstadt von Bremgarten. Die Markierungen lotsten uns schliesslich noch zum Bahnhof wo unsere Tour auf dem Aargauerweg ihr Ende fand. Schöne Flusswanderung mit 16 Kilometer in 4 Stunden und 15 Minuten Wanderzeit. Insgesamt 110 Höhenmeter aufwärts