3. Feb, 2019

Turgi - Beznau - Klingnauer Stausee - Koblenz

Für heute hatten wir uns wieder einmal eine Flusswanderung ausgesucht und reisten dazu in den nördlichen Teil des Kantons Aargau. Die Ortschaft Turgi im Limmattal war unser Ausgangspunkt und wir wanderten von dessen Bahnhof gegen Norden davon. Der Bahnhofstrasse entlang erreichten wir schon bald nach dem Dorfpark das Ufer der Limmat. Über die fast hundertjährige gedeckte Holzbrücke erreichten wir die andere Uferseite und konnten nun direkt an der Limmat weiterwandern. Beim Gässli, dort wo die Limmat sich mit der Aare vereint, verliessen wir nun für kürzere Zeit das Ufer. Dort folgten wir an den Bahngleisen bei der Stroppelinsel vorbei zu den Feldern des Stockelhölzli. Wir wechselten nun über manche Treppenstufen hinunter an den Flusslauf der Aare, wo uns der Wanderweg weiterhin in den Norden führte. Wir zogen an der bewaldeten Flussinsel Fischergrien vorbei und gelangten schon bald zur Burgruine Freudenau. Diese Burg wurde um 1240 wurde errichtet, um eine Brücke über die Aare zu schützen. Ein Grossteil der Anlage wurde aber bereits um 1351, beim Kriegszug zur Schlacht bei Dättwil von den Zürchern zerstört. Der schön angelegte Wanderweg führte uns mit Blick auf das Dörfchen Stilli auf der gegenüberliegenden Uferseite durch den Wald. Etwas nach der Waldpartie am Stillacher wurde die Sicht frei auf das Westgelände des Paul-Scherrer-Instituts PSI mit deren Experimentierhalle. Wir wanderten aber am Ostgelände auf der rechten Uferseite des Unternehmens vorbei und tauchten in den Wald Nietebuck ein. Der Weg schlängelte sich dabei durch ein schönes Naturidyll mit kleinen Teichen hindurch und wir erreichten so den Wasserkanal des Kernkraftwerks Beznau. Der Kernreaktor von Beznau 1 war das erste Kernkraftwerk der Schweiz ist mit seinen 50 Jahren das älteste in Betrieb stehende Kernkraftwerk der Welt. Wir passierten das KKW-Gelände, welches sich auf der künstlich angelegten Aare-Insel befindet und wechselten vom Wanderpfad für kurze Zeit auf asphaltiertem Untergrund. Nach der Stauwehr erreichten wir wieder den Flusslauf der Aare und konnten bis zur Blätterchuchi auf einem Wanderweg weitermarschieren. An der kleinen Badeanstalt wanderten wir vorbei und gelangten zu den ersten Häusern von Döttingen. Hier betraten wir für längere Zeit ein geteertes Strässchen, welches uns auf dem Damm weiterführte. Zu unserer linken Seite lag nun der Klingnauer Stausee, welcher beim Bau des Kraftwerks Klingnau in den 1930er Jahren entstand. Der künstlich angelegte Stausee ist heute ein Naturschutzgebiet und so ein wichtiger Lebensraum für viele Vogelarten. Wir folgten dem schier endlosen Dammuferweg bis hin zum Stauwerk, wo die Aare noch die letzten Meter vor sich hat, bevor diese endgültig in den Rhein mündet. Wir wanderten schliesslich auf dem Wanderweglein zum Wäldchen der Magdalenegrie hin. Unterquerten danach das Bahntrasse und folgten der Bahnhofstrasse bis zur Station Koblenz, welches auch unser Endziel der Tour markierte. Schöne Flusswanderung mit 16.5 Kilometern in 4 Stunden Gehzeit. Insgesamt 25 Höhenmeter aufwärts.