14. Mai, 2021

Teufenthal - Lenzburg (Aargauer Schloss- und Kulturweg)

Für unsere heutige Wanderung hatten wir uns den Aargauer Schloss- und Kulturweg ausgesucht. Dieser soll uns eine abwechslungsreiche Mischung aus Schlössern, schönen Aussichten und typisch Aargau mit viel Wald und fliessenden Gewässer erwarten. Wir reisten dazu ins mittlere Wynetal, wo unsere Wanderung bei der Bahnstation Teufenthal beginnen konnte. Wir entfernten uns von diesem in nördliche Richtung und folgten so ein kurzes Stück der Strasse entlang. Aber schon bald zweigten wir ins Trostburgwegli ein und folgten diesem Pfad nun leicht aufwärts. Wir näherten uns so der mittelalterlichen Höhenburganlage Trostburg. Dieses kleine Schloss, welches erstmals 1241 erwähnt wurde, befindet sich auf einem 40 Meter Hohen Felsvorsprung oberhalb des Dorfes. Das sehenswerte Schlösschen befindet sich in Privatbesitz und ist deshalb leider nicht öffentlich zugänglich. Wir wanderten so an der Burg vorbei und folgten dem Strässchen, welches uns am Waldrand entlangführte. Mit besten Aussichten über das Wynetal marschierten wir auf den Chatzenhübel zu, wo wir dann in den Rauholz-Wald eintauchten. Unser Weg führte uns im Wald über den Tschurihübel und erreichten so bereits das nächste Schloss. Das Schloss Liebegg befindet sich auf einem 70 Meter hohen Felsvorsprung über dem Wynetal und entstand aus einer mittelalterlichen Höhenburganlage. Seit 1946 ist das Schloss im Besitze des Kantons Aargau und dient heute als Tagungs- und Kulturzentrum. Ausserdem beherbergt es seit 2018 das Hexenmuseum Schweiz. Wir entfernten uns von den historischen Gemäuern und traten wieder in den Wald hinein. Unser Weg führte uns nun etwas steiler bergauf und gelangten hinauf zu den Liebegger Sandsteinhöhlen. Es handelt sich hierbei aber nicht um natürliche Höhlen. Im 19. Jahrhundert wurde hier nämlich Sandstein zum Bau von Häusern und Kirchen abgebaut. Heute dient dieser lauschige Ort als beliebter Picknick- und Abenteuerspielplatz für Kinder. Ein Wanderweglein brachte uns dann wieder hinab, wo wir auf ein Teersträsschen trafen. Dieses ging dann schon bald auf Naturbelag über und wir wanderten über Feld und Flur zum Weiler Unteres Refental hinab. Ein Strässchen brachte uns dann aber sogleich wieder in die Höhe und betraten beim Sunnehübel wieder in ein ausgedehnteres Waldgebiet. Wechselweise auf Pfad und Forststrässchen querten wir den Wald am Seenerberg. Mittlerweile senkte sich der Weg nun wieder und liessen den Wald dann auch hinter uns. Wir konnten nun die Ortschaft Seon erblicken, welche direkt zu unseren Füssen lag. Auf Nebenstrassen und Fusswegen durchquerten wir den Ort zur Gänze und liessen, nachdem wir den Aabach erreichten hatten, diesen dann auch hinter uns. Das Natursträsschen brachte uns zwischen Aabach und den weiten Felder der Birchmattt weiter voran. Wir bewegten uns mittlerweile auf der IndustriekulTour Aabach, wo uns einige Schautafeln bis nach Lenzburg über die Industrialisierung des Aargaus Auskunft geben sollen. Eine App mit Augmented und Virtual-Reality machen diese Tour auf dem Industrie-Pfad ausserdem zu einem speziellen Erlebnis. So können die Geschichten aus der industriellen Blütezeit entlang des Aabaches im virtuellen Museumsraum betrachtet werden. Wir liessen das Gewerbegebiet von Seon hinter uns und wechselten das Ufer des Aabaches. Das Teersträsschen führte uns auf das Kraftwerk Sigismühli zu, wo wir dann wir in den Wald eintraten. Die Waldstrasse leitete uns fortan durch das idyllische Aabachtal und konnten mit jedem Schritt diese schöne Natur geniessen. Als wir aus dem Wald heraustraten konnten wir schon das Stadtgebiet von Lenzburg erblicken. Wir folgten weiterhin dem Bachlauf der Aa und wanderten so an schönen kleinen  bezaubernden Auengebieten entlang.. Der Stadtrand war dann auch bald erreicht, zu unseren rechten grüsste uns das auf dem fast kreisrunden Molassehügel thronende Schloss Lenzburg. Diese Höhenburg zählt zu den ältesten und bedeutendsten Anlagen der Schweiz, dessen Ursprung in frühe 11. Jahrhundert zurückführt. Wir waren mittlerweile wieder auf Hartbelag unterwegs und liessen uns nun noch von den Markierungen zum Bahnhof hin lotsen. Wir beendeten dort unsere Tour und reisten wieder in die Heimat zurück. Schöne Wanderung mit 14.5 Kilometern in 4 Stunden Gehzeit. Insgeseamt 220 Höhenmeter aufwärts. 

Bildergalerie