24. Okt, 2021

Fünf-Weiher-Wanderung (Bremgarten)

Wir entdeckten im Netz die „Fünf-Weiher-Wanderung“, welche uns im Aargauer Mittelland durch den Wohlerwald führen soll. Wir haben die Wanderung jedoch etwas abgeändert, um am Schluss in der Altstadt von Bremgarten zu landen, da dort heute der „Markt der Vielfalt“ stattfand. Unser Ausgangspunkt der Tour stellte die Bahnstation in Bremgarten West dar und reisten so mit der Bahn dort hin. Heute mussten wir uns auf das GPS-Gerät verlassen, da ein beträchtlicher Teil der Wanderung auf unmarkierten Wegen verlaufen soll. Wir verliessen das Bahnhofareal auf deren Südwestseite und folgten auf der Strasse den Bahngeleisen entlang zum Waldrand hin. Das Strässchen ging dann auch schon  auf Naturbelag über und traten dann in den Wohlerwald hinein. Die Markierung dirigierte uns dann in den aufwärtsführenden Hohlweg  ein stiegen nun  den Hang hinauf. Ein Forststrässchen war aber wieder bald erreicht und der Weg flachte somit auch ab. So wanderten wir ebenaus und mussten uns von nun auf das GPS-Gerät verlassen, welches uns nun durch den verwinkelten Wald führte. Es kam nämlich bereits schon bald der erste Punkt, welcher uns vom markierten Wanderweg wegführte. Dieser „Umweg“ sollte uns zum ersten Weiher des Tages, dem Torbenmoos führen.. Leicht abseits von unserem Weg konnten wir diesen jedoch in  der  zugewachsenen Waldlandschaft leider nicht ausmachen und liessen uns auf dem Waldsträsschen in nördliche Richtung weiterleiten. Für kürzere Zeit erreichten wir wieder markiertes Wandergebiet und wanderten so auf den Erdmannlistein zu. Bei dieser Gruppe von Findlingen handelt es sich um zwei circa 5 Meter hohe Felsbrocken auf denen sich ein dritter, grösserer Block bettet. Die erratischen Blocks aus Granit des Reussgletschers sollen laut einer sage der Eingang zu einer Höhle gewesen sein, wo die zutraulichen „Erdmannli“ gehaust haben sollen. Wir entfernten uns von dem sagenumwobenen Plätzchen dann wieder und wanderten auf das Innere Cholmoos zu. Ein Abstecher führte uns auf den zweiten, sehr idyllisch gelegen Weiher hinzu, welcher uns dann auch ein Moment dort verweilen liess. Wieder zurück auf unserem Weg, wanderten wir nun in südliche Richtung. Wir trafen so auf den Freiämter Sagenweg, welchen wir nun durchstreifen durften. 2010 schufen hier 12 Künstler*innen im Wald Skulpturen zu je einer Freiämter Sage, die hier auf einer Länge von rund 800 Meter geheimnisvoll und idyllisch in den Wald eingearbeitet wurden. Auf Informationstafeln erfuhren wir viel Wissenswertes über diesen kunstvollen Sagenweg. Die Strasse führte uns an diesen 12 Kunstobjekten vorüber und erreichten so den Tierpark Waltenschwil, welcher mit seine Dammhirschen hier in der Region grosse Bekanntheit besitzt. Wir bewegten uns nun ausserhalb des Waldes und wanderten auf der Strasse dem Bahntrasse entgegen. Wir überquerten die Geleise und zweigten kurz darauf vom markierten Wege wieder ab. Der Weg brachte uns wieder in den Wald hinein und trafen so auf Weiher Nummer Drei, dem kleinen Fröschteich. Ein kurzes Stück auf Hartbelag, dann wieder auf Naturstrasse marschierten wir weiter und erreichten kurz darauf mit dem Steffetsmösli auch schon den vierten Weiher. Der Weg führte uns weiter durch den Wald hinaus und mussten dann nach einiger Zeit die stark befahrene Hauptstrasse überqueren. Wir liessen dieses Verkehrshindernis dann aber sicher hinter uns und gelangten auf den letzten und grössten Weiher des Tages zu. Das Fischbacher Mösli ist sehr romantisch und idyllisch gelegen und verzauberte uns vom ersten Moment an. Das Wanderweglein führte uns durch dieses wunderschöne Moos hinaus und verliessen dann das Waldgebiet wieder. Das Strässchen führte uns dann hinab in die Reussebene, querten den Ort Fischbach und liessen uns vom GPS ans Ufer der Reuss dirigieren. Im Auenschutzpark Hegnau umwanderten wir die Flussschlaufe und folgten dann den gepflegten Pfaden und Wegen entlang der Reuss flussaufwärts. Die dschungelartig bewachsenen Ufer und Stromschnellen begleiteten uns auf schönen Pfaden,, bis wir den Auenwald im Chesselbode erreichten. Über eine imposante Fussgängerbrücke wechselten wir die Uferseite des Flusses und waren somit in der Stadt Bremgarten angelangt. Wir stiegen beim Schlössli in die schmucke Altstadt hoch und liessen uns durch die Stände des „Markt der Vielfalt“ treiben. Wir beendeten unsere Wanderung und begaben uns dann auch zum Bahnhof in Bremgarten, wo wir unsere Heimreise antreten konnten. Schöne Wanderung mit 16.5 Kilometern in 4.5 Stunden Gehzeit. Insgesamt 120 Höhenmeter aufwärts.

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