19. Dez, 2021

Brugg - Gebenstorfer Horn - Baden

Für eine weitere Wanderung begaben wir uns heute in den Kanton Aargau, wo wir von Brugg über das Gebenstorfer Horn in die Limmatstadt Baden wandern wollen. Wir reisten also ins schmucke Städtchen Brugg, am sogenannten Wasserschloss der Schweiz, da sich hier der Zusammenfluss der drei Flüsse Reuss, Limmat und Aare befindet. Die Markierungen lotsten uns vom Bahnhof weg und folgten erst Strasse nach durch die Neustadt zum Altstädtchen hin. Der schwarze Turm, das älteste Gebäude und Wahrzeichen der Stadt, war dann auch bald erreicht. Der rund 26 Meter hohe quadratische Turm wurde im 12. Jahrhundert erbaut und wurde wahrscheinlich von Graf Albrecht III. von Habsburg angeordnet. Wir zweigten hier in die schmalere Falkengasse ein und folgten den schönen Häuserzeilen durch das schmucke Altstädtchen hinaus. Wir gelangten ans Ufer der Aare und das Teersträsschen ging dann auch schon bald auf Naturbelag über und wanderten am bewaldeten Ufer entlang. Die Wegführung dirigierte uns dann aber wieder vom Ufer weg und fassten Hartbelag unter unsere Wanderschuhe. Wir hatten mittlerweile auch die ersten Häuser der Ortschaft Windisch erreicht und zogen am Bahntrasse entlang in östlicher Richtung. Nach Unterquerung der Bahnlinie wanderten wir quer durch den Ort hinaus und erreichten so das Reussufer. Die Reusswehr beeindruckte uns mit ihrem Schauspiel, welches wir vom Fussgängersteg gut beobachten konnten. Wir gelangten so auch ans andere Ufer der Reuss und folgten dort nun dem unbefestigten Uferweg durch den Auenwald. Wir entfernten uns dann aber auch schon bald wieder vom Gewässer und der erste Anstieg des Tages brachte uns hinauf nach Gebenstorf. Der Strasse nach zogen wir durch den Ort, passierten die prachtvolle Katholische Kirche Gebenstorf und liessen uns von den Wegzeichen zum Hölibachtobel weisen. Nach einem kurzen Abstieg ins Bachtobel und der der Überquerung des Hölibaches , zog der Weg sogleich wieder in die Höhe. Am oberen Dorfende bog unser Weg in den Wald ein und wir wanderten auf der Forstrasse nun stetig bergauf. Ein schmaler Fussweg zweigte kurz unter dem Horn vom Strässchen ab und zogen nun nochmals etwas steiler bergauf. Wir erreichten so das Gebenstorfer Horn und konnten von der Hangseite den faszinierenden Ausblick auf das Wasserschloss geniessen. Unser Weg mündete dann wieder in Waldsträsschen ein und folgten diesem im leichten Auf und Ab durch den Wald hinaus. Beim Chörnlisberg wanderten wir vorerst ein kurzes Stück auf Asphalt, bevor es wechselweise auf Natursträsschen und Waldpfaden hinüber zur Baldegg ging. Hier steht der Baldegger Restaurantturm, welcher im Jahre 1905 erstellt wurde. 59 Stufen würden auf den 12 Meter hohen Turm führen und bei klarer Sicht würde sich uns hier der ganze Alpenkranz zeigen. Wir zogen zum schon weit her sichtbaren Baldegger Wasserturm weiter und liessen aber auch diesen links liegen. Der Hochnebel würde uns hier ohnehin keine schöne Aussicht zulassen und verschoben diese Vorhaben auf einen anderen Zeitpunkt. Der im Jahre 1985 erstellte Turm ist knapp 40 Meter hoch und 172 Treppenstufen würden uns sonst im Inneren auf die Aussichtsplattform hinauf führen. Vier Panoramatafeln erläuterten dort die mögliche Aussicht vom Schwarzwald bis zu den Alpen. Abwärts durch den Wald erreichten wir dann auf dem Hundsbuck ein Teersträsschen, welches uns zu den ersten Wohnquartieren von Baden führte. Wir liessen uns von den Markierungen zur Burgruine Stein hinüber dirigieren. Hoch ober der Baden thront das Wahrzeichen der Stadt und bot uns tolle Aussicht auf die Limmatebene und die Kultur- und Bäderstadt. Die mittelalterliche Burg wurde vermutlich im 11. Jahrhundert durch die Grafen von Lenzburg erbaut und ist heute vom Stadtbild kaum mehr weg zu denken. Ein steiler Treppenweg führte uns dann direkt hinunter in die Altstadt hinunter und zogen durch das schmucke Stadtturmtor in Richtung Theaterplatz.“s’Badener WunderDorf“ lud uns zu einem Streifzug durch die weihnachtlich dekorierten Markstände ein, bevor wir uns zum Bahnhof hinbegaben, wo unsere Wanderung ihr Ende fand. Schöne Wanderung mit 12 Kilometern in 3.5 Stunden Gehzeit. Insgesamt 220 Höhenmeter aufwärts.

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