2. Jul, 2022

Klausenpass - Biel-Kinzig (Schächentaler Höhenweg)

Mit dem Schächentaler Höhenweg (Nr. 595), stand heute mal wieder ein Wanderklassiker auf unserem Programm. Auf der Sonnenseite des Kantons Uri soll uns die Route vorbei an fantastischen Landschaften, majestätischen Bergen und einer einzigartigen Blumen- und Pflanzenwelt führen. Da der ganze Panoramaweg mit seinen knapp 22 Kilometern unser Zeitbudget mit An- und Rückreise, sowie der Wanderzeit übersteigen würde, entschieden wir uns diesen nur bis nach Biel Kinzig zu erwandern. Ausgangspunkt hierzu war der Klausenpass auf 1948 Meter Höhe, welchen wir bequem mit dem Postauto erreichen konnten. Ein Wirtschaftsweg führte uns von der Passstrasse weg und wir zweigten beim Chlausenchappeli in den Wanderweg ein. Parallel und immer mehr abseits zur Passstrasse verlief dieser teils sehr matschigeWeg durch die schönen Wiesen und Stauden voller Alpenrosen stetig bergab. Wir querten mehrere kleinere Bachläufe und wanderten durch das stille Tälchen oberhalb des Niemerstafelbachs. Unterhalb des Hotel Klausenpasshöhe verbreiterte sich der Weg zunehmend und wir erreichten schon bald die Passtrasse in der Unter Balm. Wir folgten diesem verkehrsreichen Abschnitt gute 200 Meter aufwärts und zweigten in der Kehre dann wieder von dieser weg. Das Natursträsschen brachte uns dabei leicht bergauf um den Chli Geissberg herum und durch das kleine Schilttal hindurch zum Heidmannegg. Der Panoramaweg wurde jetzt schon seinem Namen mehr als nur gerecht. Der Blick auf die imposante Gletscherkulisse, dem mächtigen Wasserfall im Gegenhang, sowie auf die Schächentaler Windgällenkette und den Clariden waren einfach nur fantastisch. Der Weg ab dem Alpbeizli wurde etwas schmäler und senkte sich nun bergab. Der gut ausgebaute Weg führte uns durch die äusserst steilen Wiesenhänge in ein tiefeingeschnittenes Tälchen hinein. Ein schmaler und steiler Bergpfad durch die Heidelbeerstauden führte uns von dort wieder etwas kräftiger in die Höhe, wo wir die schönen Alpweiden der Alt Stafel erreichten. Der Weg wurde wieder zunehmend breiter und so konnten wir an der schönen Alpenblumenpracht vorbei wandern. Ein Kiessträsschen bei Mettenen führte uns dann etwas hinab, bevor wir dann wieder in einen Bergweg einbiegen konnten. Immer wieder etwas bergauf und bergab, aber immer schön der Höhenkurve entlang, folgten wir dem wunderschönen Weg übers Grotzenegg in die Schwand. Auf einem schmalen wildromantischen Bergpfad querten wir abwechslungsweise Geröllhänge und Waldstücke. Gut markiert führte uns dieser leicht wellig durch das schöne blumenreiche Bergsturzgebiet zum Äbneter Wald hin. Wir erreichten zunächst ein Natursträsschen, welches uns durch den lichten Wald brachte und konnten dann über den Waldweg zum breiten Alpsträsschen hinkommen. Das Strässchen führte uns schweisstreibend an der prallen Sonne bergauf an der Bergstation des Skilifts vorbei, hinauf zur Oberen Gisleralp. Beim Alpgebäude hatten wir die Anhöhe erreicht und machten uns nun wieder daran auf dem Strässchen zur Unteren Gisleralp abzusteigen. Nach ein paar Kehren hatten wir diese Alpe erreicht und folgten nun dem Kiesssträsschen weiter abwärts. Dem Hang des Rämsenberg entlang wanderten wir aus dem Taleinschnitt heraus und kamen so unserem Ziel unaufhaltsam immer näher. So erreichten wir kurz darauf die Bergstation Biel Kinzig, wo unsere Tour dann auch ihr Ende fand. Die kleine Gondelbahn brachte uns dann bequem hinunter ins Tal, wo es mit dem ÖV wieder Richtung Heimat ging. Wunderschöne Wanderung mit 15.5 Kilometern in 4.5 Stunden Gehzeit. Insgesamt 430 Höhenmeter aufwärts. 

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