17. Okt, 2021

Küssnacht am Rigi - Rigiblick - Weggis

Heute stand mal wieder die Innerschweiz auf unserem Wanderprogramm und so reisten wir nach Küssnacht am Rigi, um dort eine historische Wanderung unter unsere Füsse nehmen zu können. Wir verliessen auf der Ostseite das Bahnhofgelände und zogen der Strasse nach weg von dort. Durch die Strassenunterführung wechselten wir auf die andere Seite der Bahngeleise und wanderten auf der Quartierstrasse weiter. Abermals unterquerten wir wieder die Bahngeleise und folgten den Markierungen durch den Ort hinaus. An diversen Freizeiteinrichtungen vorbei, gelangten wir zu den Sportanlagen Luterbach und liessen so Küssnacht am Rigi so langsam, aber sicher hinter uns. Wir erreichten so schon bald, die wohl bekannteste Gasse der Schweiz. Die „Hohle Gasse“ ist ein künstlicher Hohlweg, in welcher Nationalheld Wilhelm Tell den habsburgischen Landvogt Hermann Gessler erschossen haben soll. „Durch diese hohle Gasse muss er kommen. Es führt kein anderer Weg nach Küssnacht“, waren die Worte Tells, welche bis heute immer noch jedem Schweizer bekannt sind. Ein multimediales Informationszentrum zeigte uns hier die Geschichte dieser Verkehrsverbindung in einem kleinen Theaterstück auf. Wir durchschritten diese bedeutende und historische Erinnerungsstätte und trafen so auf die Tellskapelle. Die heutige Kapelle stammt aus dem Jahre 1638 und zeigt unter dem Vordach das Gemälde „Gesslers Tod“ und im Innern „Tells Tod bei der Rettung eines Kindes aus dem Schädelbach“. Auf Naturwegen entfernten wir uns von diesem national-historischen Punkt und wanderten bergauf. Der Weg hatte sich wieder zu einem Teersträsschen gemausert und wir wanderten an Bauernhöfen und kleinen Weilern entlang zum Burghügel der Gesslerburg. Einen Abstecher liessen wir uns nicht nehmen und folgten dem Wanderweg hinauf zur Burgruine. Die Gesslerburg, welche eigentlich Burg zu Küssnacht heisst, liegt auf einer aussichtsreichen Hügelkuppe und bot uns einen fantastischen Rundblick. Die Burg wurde 1263 erstmals urkundlich erwähnt und wurde in den letzten Jahren restauriert. Wieder zurück auf dem Strässchen, wanderten wir weiter bergan und stiegen dann auf einem schönen Wiesenweg auf die Hangkuppe. Wir hatten hier nochmals einen kurzen Blick zurück auf die Gesslerburg und ein toller Blick auf den Vierwaldstättersee eröffnete sich uns. Dem Hang entlang trafen wir dann auf das Restaurant Alpenhof, wo unsere Route auf den Kiesweg abzweigte. Mit wunderbaren Blicken auf Rigi Kulm, Vierwaldstättersee und Pilatus wanderten wir ebenaus. Beim Hof Landschi fassten unsere Wanderschuhe dann wieder Hartbelag unter ihre Sohlen und zogen auf der Betonpisten nochmals etwas in die Höhe. Beim Chlösterli senkte sich dann unser Weg aber schon wieder und wir wechselten auch schon gleich vom Kanton Schwyz nach Luzern. Die Strasse ging wieder auf Naturbelag über und wanderten auf das Büelwäldi hinab. Wir querten den Rubibach und folgten den Markierungen, welche uns am oberen Dorfrand von Greppen vorbeiführten. Unser Weg stieg wieder an und machten nun einige Höhenmeter durch ein landwirtschaftliches Gebiet gut. Beim Schlosshof erreichten wir wieder eine Strasse und befanden uns hoch über Weggis. Schöne Villen mit traumhafter Aussicht säumten unseren Weg. Ein Wegweiser lotste uns dann wieder weg und wir folgten dem Wanderweglein durch den Wiesenhang hinab. Danach ging es wieder der Strasse entlang und wir verloren immer mehr an Höhe. Wir liessen uns von der Wegweisung ins Dorfzentrum von Weggis dirigieren und erreichten schon bald die Schiffslände. Wir beendeten hier dann auch unsere Tour und fuhren mit dem Schiff nach Luzern, wo wir unsere weitere Heimreise antreten konnten. Schöne Wanderung mit 13.5 Kilometern in 3 Stunden und 45 Minuten Gehzeit. Insgesamt 370 Höhenmeter aufwärts. 

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