20. Mrz, 2019

Stormarnweg 4: Bargteheide - Bad Oldesloe

Heute stand mit der 4. Etappe auch deren Längste des Stormanwegs auf dem Programm und wir verliessen deshalb zur frühen Morgenstunde unsere Unterkunft Papendoor in Bargteheide. Über die Lindenstrasse und der Alten Landstrasse erreichten wir schon ziemlich bald wieder unseren Fernwanderweg und gelangten nach dem Wegstück Am Bargfeld zum Stadtrand hin. Wir zweigten in westliche Richtung ab und mündeten nach Überquerung des Westrings in weitgehend landwirtschaftlich genutztes Gebiet ein. Ein Wirtschaftsweg brachte uns durch die weiten Felder und gelangten so an die Kreisstrasse nach Jersbek, welcher wir auf dem Radweg folgen konnten. Etwas vor dem Ort Jersbek befand sich dann der restaurierte Eiskeller, der durch sein uriges Aussehen auch gleich ein richtiger Hingucker war. Es wird vermutet, dass er um 1736 gebaut wurde, um dann 200 Jahre lang für die Kühlung von Fleisch und Milchprodukten genutzt zu werden. Wir erreichten kurz danach die Reste einer grosszügigen Gartenanlage. Der in seiner Grundstruktur erhaltene Barockgarten des 18. Jahrhunderts gehörte einst zu den bedeutendsten Anlagen dieser Art in Schleswig-Holstein und ist als Natur- und Kulturdenkmal für Besucher geöffnet. Wir durchschritten diese Anlage in ihrer ganzen Länge und tauchten beim Waldfriedhof in den Jersbeker Forst ein. Schnurgerade führte uns der Forstweg durch den Wald, bis er kurz vor dem Neuen Teich doch noch einen Schwenker machte. Nachdem wir die Waldpartie wieder verlassen hatten, querten wir zügig die Bundestrasse, um auf der anderen Seite weiter in nördliche Richtung wandern zu können. Etwas versteckt fanden wir hier unseren Fussweg, welcher uns durch die Felder zum Bargerhorst führte.  Dort wanderten wir danach wieder am Strassenrand zum Weiler Scheidkate nach Petersfelde im Kreis Segeberg. Wir zweigten dort in einen Wirtschaftlsweg zu den Sülfelder Tannen ab. Wir wanderten auf einem Strässchen zwischen der Sülfelder Weide und dem Waldrand, bis unser Weg in den Wald abzweigte. Nachdem wir den Bachlauf der Norderbeste hinter uns gelassen hatten, lagen idyllisch gelegene Teiche direkt vor uns, welche wir auf einem Damm durchwandern konnten. Wir gelangten über die Dorfstrasse den Ort Grabau und wanderten am Ehrendenkmal vorbei, wo es auch schon bald wieder aus dem Ortschäftchen hinaus ging. Der Stormarnweg führte uns weiter Richtung Norden, wir durchquerten so den Weiler Söhren und streiften anschliessend den Ortsrand Vinziers. Wir bewegten uns nun auch auf dem Jakobsweg, welcher uns am Waldrand des Forstes Lüttwohld entlang nach Travenbrück brachte. An der kleinen modernen Martin-Luther-Kirche aus dem Jahre 1961 ging es vorbei und wir folgten weiterhin dem Waldverlauf. Die Strasse brachte uns dabei in den Weiler Tralau und bogen in deren Mitte in das Strässchen mit dem Namen Wiesenweg ein. Nachdem wir die Autobahn unterquert hatten, folgten wir unserem Weg durch die Felder hindurch nach Nütschau. An einem eindrucksvollen Herrenhaus, welches seit einiger Zeit das Benediktinerkloster St. Ansgar beheimatet, zogen wir vorbei und umwanderten das Klostergelände auf der Westseite. Wir betraten nun das wunderbare Flora-Fauna-Habitat-Gebiet Travetal und erreichten etwas später durch ein beeindruckendes Feuchtbiotop das Flüsschen Trave, welches wir mittels der Grünen Brücke überqueren konnten. Wir wanderten danach hoch zum Gut Altfresenburg mit seinem grossen Karpfenteich.Dieses Gut gehört zu den ältesten Anlagen in Schleswig-Holstein und deren Herrenhaus wurde im klassizistischen Stil im Jahre 1791 erbaut. Hinter dem Gutsgelände brachte uns ein Feldweg durchs Brennermoor zum Königsteich am Stadtrand von Bad Oldesloe. Ein Fussweg führte uns hinunter zum Ufer der Trave, welche wir innert kürzer Zeit gleich zweimal überschreiten konnten. Um zu unserem Hotel Wiggers zu gelangen, wanderten durch die Fussgängerzone in der Stadtmitte hinaus und erreichten an der Bahnhofstrasse dann schliesslich unser Ziel. Lange, aber schöne Wanderung mit 28 Kilometern in 7 Stunden Gehzeit. Insgesamt 62 Höhenmeter aufwärts.