21. Mrz, 2019

Stormarnweg 5: Bad Oldesloe - Reinfeld

Nach der gestrigen langen Tagesetappe konnten wir es wieder mal ruhiger angehen lassen, da heute nur gerade 12 Kilometer auf unserem Programm standen. Also machten wir uns nicht allzu früh auf und zogen nach dem Frühstück im Hotel Wiggers wieder los, um die 5. Etappe auf dem Stornmarnweg zu erwandern. Über die Besttorstrasse gelangten wir wieder zur Trave, welche wir dann zweimal über eine Fussgängerbrücke querten, um zurück auf unseren Fernwanderweg zu gelangen. Wir zweigten dann in den Travewanderweg ein, welcher uns die nächste Zeit am Ufer der Trave weiterführen soll. Nachdem wir die Bundesstrasse und die Eisbahnline unterschritten hatten, folgten wir dem Flusslauf und kamen so immer mehr aus dem Stadtgebiet heraus. Wir tauchten alsbald in ein Wäldchen ein, welches wieder zum Flora- und Fauna Habitat Gebiet Travetal angehört und folgten den Windungen des Flusses. Wir unterquerten abermals eine Bahnlinie und betraten offenes Gelände. Auf der anderen Uferseite konnten wir so die Ortschaft Sehmersdorf erblicken und wanderten an dieser weiterhin auf dem Travewanderweg vorbei. Beim Altarm der Trave verliessen wir das Ufer und schlugen unseren Weg in nördlicher Richtung ein. Wir erreichten die befahrene Bundesstrasse, welche wir mit grosser Vorsicht und zügig überschritten, um in den Forst Kneeden zu gelangen. Eine Brücke brachte uns über die Geleise der Eisenbahnlinie und wir wanderten fortan durch den Wald der Kneeden. Nachdem wir den Wald wieder verlassen hatten, durchwanderten wir auf schmalem Wiesenpfad ein Tälchen, welches vom Travezufluss Schoraatsbek durchflossen wird und erreichten so sie südlichen Häusern von Steinfeld. Dort folgten wir der Strasse und wanderten an den künstlich angelegten Teichen vorbei zum Gehöft der Hohenkamp. Wir zweigten in den Steinfelder Wanderweg ein, welcher uns zunächst auf Hartbelag begleitete, bevor dieser gegen Osten in einen schmaleren Pfad überging. Wir kamen so in den Wald des Steinkampholzes hinein und folgten dort der Forststrasse durch den Staatsforst Reinfeld. Kurz nachdem wir den Bachlauf der Wiebek passiert hatten, verliessen wir den Wald wieder und gelangten über die Felder zum Hof Dröhnhorst. Der Feldweg ging dort wieder zu einem Asphaltsträsschen über und wir folgten dessen Verlauf am Naturidyll des Messingschlägerteiches entlang. Wir erreichten schon bald den Stadtrand der Karpfenstadt Reinfeld und zweigten in die breite Steindörferstrasse ein. Diese führte uns zwischen den beiden Feuchtgebieten des Hausgrabens und des Schwarzenteichs hindurch. Wir konnten so der Alten Klostermauer folgen, welche die Nordgrenze des Klosterbezirks markierte. Die Klostermauer ist eines der wenigen Überreste des Zisterzienserkloster aus dem 12. Jahrhundert. Bei einem Dammbruch des Herrenteichs im Jahre 1635 wurde die Klosterkirche unterspült und musste abgetragen werden. Die Landstrasse brachte uns an die Seepromenade Reinfeld und konnten dieser nun ein Stück weit dem Herrenteich entlang folgen. Wir überquerten die Landstrasse um zum Kirchensteig zu gelangen und wanderten zur denkmalgeschützten einschiffigen Backstein-Kirche aus dem Jahre 1636. Seit 1940 trägt die Kirche den Namen von Matthias Claudius, der 1740 im Reinfelder Pastorat geboren wurde. Seine heutige Bekanntheit ist vor allem, durch sein Abendlied „Der Mond ist aufgegangen“ zurückzuführen. Durch das Zentrum des Ortes folgten wir der Strasse und wir hatten unsere Unterkunft, das Hotel Stadt Reinfeld erreicht. Schöne Tour mit 12 Kilometern in 3 Stunden Gehzeit. Insgesamt 50 Höhenmeter aufwärts.