Fernwanderung auf dem Rothaarsteig

26. Sep, 2019

Heute stand schon bereits die letzte Etappe auf dem Rothaarsteig auf unserem Tagesprogramm und wir verliessen nach dem Frühstück das Gästehaus Wilgersdorf wieder. Direkt von unserer Unterkunft aus, führte ein Naturweg durch den Wald hinauf zur Westerwaldvariante des Rothaarsteigs. Auf dieser ging es nun ein Stück in nördliche Richtung, bevor wir dann auf den mit X19 markierten Schlösserweg wieder auf die Hauptvariante des Rothaarsteigs stiessen. Im Buchenwald senkte sich nun der breite Weg zum Naturdenkmal Lucaseiche hinab. Diese Eiche ist mit seinen 3.85 Metern Umfang und einer Höhe von 27.5 Metern eine gigantische Erscheinung. Das genaue Alter ist nicht feststellbar, wird aber auf mindestens 230 Jahre geschätzt. Von diesem Baumriesen führte uns der Forstweg stetig bergab zum Forsthaus Steinbach, wo sich nun der Wald lichtete und wir bei schöner Wegführung dem Krummbach talwärts folgten. Wir verliessen das Tälchen kurz vor der Ortschaft Steinbach wieder und wechselten mit einem kaum spürbaren Anstieg in die Wald- und Wiesenhänge des benachbarten Dilltals. Kurz nach der Hütte des Vogelschutzvereins zweigte unser Weg in einen unscheinbaren Waldweg ein und traten aber kurze Zeit später wieder aus dem Wald heraus. Mit einem ersten Blick ins Tal auf das Städtchen Rodenbach wanderten wir am Waldrand entlang und stiegen auf Asphalt- und Feldsträsschen zur Bahnüberführung hinab. Der Rothaarsteig lotse uns nun bei etwaw Nieselregen quer durch die Ortschaft Rodenbachs und wir stiegen nach der Querung der Landstrasse wieder in die Höhe. Wir zweigten schon bald wieder in ein Natursträsschen ein, welches uns nun kurz, aber ziemlich steil, bergauf auf den Höhenzug Struth führte. Wir wanderten an der Rodenbacher Grillhütte vorbei, konnten von dort einen schönen Blick über das Dilltal hinweg werfen und tauchten oberhalb der Hütte wieder in den Wald hinein. Der breite Forstweg stieg nochmals im Hang des Himmbergs an und senkte sich kurz darauf ins Hengstbachtal an der Grenze zum Dillenburger Stadtgebiet wieder ab. An der Verzweigung unterhalb des Blockhauses Struth führte uns der Weg in östliche Richtung und so traten wir dann wieder aus dem Wald heraus. Das zur Stadt Dillenburg gehörende Ortschäftchen Manderbach trat in unser Blickfeld und wir wanderten auf dieses zu. Wir passierten Manderbach aber etwas abseits durch die aussichtseiche Feldflur und hielten uns wieder auf den Waldrand zu. Auf dem Forststrässchen gelangeten wir auf die 364 Meter hohe Erhebung des Löhren und bewegten uns ab dort wieder auf einem Wanderpfad etwas steil bergab. Als wir das Waldgebiet wieder verliessen, stiessen wir auf eine Industriezone, welche wir der Strasse entlang durchwanderten. Eine Ampelanlage ermöglichte uns die breite Bundestrasse im Diethölzetal sicher zu überqueren und stiegen über Treppen zum oberen Strässchen hinauf. Ein letztes Mal schwang sich nun der Rothaarsteig etwas kräftezehrend aufwärts in die Wälder, sodass wir so den Norden Dillenburgs umgehen konnten. Der breite Weg wieder führte uns dann hinab zum Bismarcktempel. In aussichtsreicher Lage auf dem Weinberg gelegene Pavillon ermöglichte uns einen wunderschönen Blick auf die Dillenburger Altstadt und auf den Schlossberg. Der am Ende des 19. Jahrhunderts errichtete Wilhelmsturm auf dem Schlossberg, ist das heutige Wahrzeichen der Stadt und mit seinen 40 Meter Höhe ein wahrer und überragender Blickfang. Auf dem Pfad wanderten wir ins Tal und wanderten an der Bismarckstatue vorbei auf die Hauptstrasse zu. Wir überquerten das Flüsschen Dill und folgten der Marktstrasse hinein in das schmucke Altstädtchen. Beim Hofgarten beendeten wir unsere Fernwanderung auf dem Rothaarsteig und bezogen im Hotel Zum Schwan unser Zimmer. Wunderschöne Wanderung mit 23 Kilometern in 6.5 Stunden Gehzeit. Insgesamt 430 Höhenmeter aufwärts. 

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25. Sep, 2019

Wir hatten wieder mal eine weitere Nacht in der Abgeschiedenheit verbracht und machten uns nach dem Frühstück im Hotel Forsthaus Lahnquelle auf, um die 8. Etappe auf dem Rothaarsteig unter die Füsse zu nehmen. Wir folgten vorerst der Landstrasse in südlicher Richtung und trafen beim Wanderparkplatz wieder zu unserem markierten Fernwanderweg. Wir zweigten in den Wald hinein und folgten dem Pfad unterhalb der Landstrasse entlang. Der aufwärts führende Pfad brachte uns zur historischen Eisenstrasse, die wir überquerten und dann dort auf einen Forstweg trafen. Die Eisenstrasse war ein Teil einer uralten Handelsstrasse von Venedig nach Amsterdam, auf der früher grosse Mengen an Eisen transportiert wurde. Wir folgten vorerst ein Stück dieser Eisenstrasse sachte aufwärts und verliessen diese dann auf der Anhöhe, wo wir auf dem Forstweg um den Eschengraben herumwanderten. Ein kurzes Stück auf Hartbelag und schon führte uns der Schotterweg hinunter zum Bachlauf der stimmungsvollen Ilse. Über ein paar Steine querten wir die breite Furt und erreichten kurz darauf die Ilsenquelle. Die Quelle war eine der bekanntesten Heilquellen des Mittelalters und so pilgerten viele Menschen auf langen Reisen hierher, um sich am heilbringenden Wasser zu laben. Wir wanderten wieder von der Quelle weg und erreichten das Forststrässchen, welches uns auf den Jagdberg hochführte. Zwischen den Buchenzweigen hindurch konnten wir beim schönen Rastplätzchen eine schöne Aussicht geniessen, bevor wir unseren Weiterweg wieder unter die Füsse nahmen. Wir folgten ab nun dem alten Grenzkamm zwischen Nordrhein-Westfalen und Hessen. Kürzel „KP“ für Königreich Preussen und „HN“ für Hessen-Nassau auf den Grenzsteinen, zeugten noch immer von diesem historischen Grenzverlauf. Nach der Überschreitung des Herrenbergs wanderten wir hinunter zur sogenannten Kaffeebuche.  Dies war schon vor Jahrhunderten ein beliebter Rastplatz, wo sich die Waldarbeiter dazumals unter der knorrigen und schattenspendenden Buche bei einer Kaffeepause wieder erholen konnten. Wir folgten weiterhin dem Grenzkamm und wanderten in sachtem Anstieg auf die bewaldete Haincher Höhe hinauf. Nach der Überquerung der Passstrasse führte uns der Rothaarsteig wieder auf den Kamm, wo uns schon bald eine weitere Flussquelle erwartete. Die Dillquelle ist ebenso wie die ersten Meter des Wasserlaufs in Steine gefasst und eigneten sich als wunderbare Sitzgelegenheit für unsere kleine Rast. Mit guten Ausblicken wanderten wir zum Teil auf grasigen Grund weiter dem Kamm entlang hinab zur Gernsbacher Höhe. Wir gelangten an der Holzköhlerei vorbei und erreichten den Weg, der uns über die doppelgipfelige Tiefenrother Höhe hinwegbrachte. Das Schild Siegerland-Panoramablick auf dieser Anhöhe versprach uns nun wirklich nicht zu viel. Fantastischen Fernsichten in Richtung Süden auf das Lahn-Dill-Bergland und das Siegerland, die wir hier auf dem erhöhten Standort der Plattform „Nase im Wind“ geboten bekamen, waren einfach wunderbar. Wir wanderten noch bis zur Schutzhütte am Haubergpfad weiter und verliessen dort für heute den Rothaarsteig, um nach Wilgersdorf hinabzusteigen. Das Strässchen brachte uns rasch hinab in den Talgrund, wo wir an der Landstrasse auch schon bald die ersten Häuser des Ortes erreichten. Wir zweigten sogleich in den aufwärtsführenden Zollhausweg ein und folgten diesem Strässchen hinauf zum Gästehaus Wilgersorf. Dort endete unsere heutige Etappe und wir konnten unsere Batterien für das morgige letzte Teilstück auf dem Rothaarsteig wieder aufladen. Schöne Wanderung mit 21 Kilometer in 5 Stunden und 45 Minuten Gehzeit. Insgesamt 240 Höhenmeter aufwärts.

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24. Sep, 2019

Die Rothaarbahn brachte uns nach der Nacht im Hotel Garni Hof31 wieder von Hilchenberg zurück nach Lützel, wo wir die 7. Etappe auf dem Rothaarsteig beginnen konnten. Wir verliessen die Bahnstation auf der Nordseite und folgten der Strasse über das Bahntrassee hinweg. Wir strebten auf der Strasse durch das vermoorte Quellgebiet des Lützelsbachs dem nahen Wald zu und zweigten in den am Waldrand verlaufenden Naturweg ein. Recht aussichtsreich und etwas oberhalb des Lützelbachs wanderten wir in östlicher Richtung, bevor uns ein kurzer Pfad hinab ins Edertal schwang. Wir überquerten über eine kleine Holzbrücke die Eder und konnten dann dem bequemen Forstweg talaufwärts folgen. Wir liessen auf den nächsten anderthalb Kilometern alle Abzweigungen links liegen und wanderten parallel zur Eder hin durch das schöne Naturschutzgebiet Eicherwald. Der Birkenschutzwald steht hier seit 1930 unter Naturschutz und seine Moorbereiche sind ein idealer Lebensraum für Amphibien und Sumpfvögel. Am Steinbruch Drei Fichten vorbei wanderten wir weiterhin dem Bachlauf der Eder entlang stetig bergan. Der Talgrund ist auch hier, wie schon im Eicherwald, vermoort und verzauberte uns mit seinem Reichtum an Moosen, Farnen und Gräsern. Der Rothaarsteig zweigte nach geraumer Zeit vom Strässchen ab und wir erreichten nach wenigen Schritten im Wald die stimmungsvolle Ederquelle. Die Eder entspringt hier am Ederkopf und ist mit seinen 177 km der längste und grösste Zufluss der Fulda. Sie wird auch gerne als „Juwel der Flüsse Hessens“ bezeichnet. Wir folgten oberhalb der Quelle der historischen Kohlenstrasse, auf welcher im späten Mittelalter Holzkohle aus dem Wittgensteiner Land auf dem beschwerlichen Weg ins Siegerland transportiert wurden. An den Bäumen längs dieser Kohlenstrasse konnten wir bis zu acht verschiedene Wandermarkierungen vorfinden, wir orientierten aber uns an das bereits gewohnte Rothaarsteig-R und gelangten hinab ins Wiesental der Benfe. Waldheim, die oberste und kleine Siedlung im Tal, liessen wir hinter uns und schlugen unsere Richtung gegen den Wald zu. Sanft ansteigend folgten wir dem Natursträsschen durch den Wald aufwärts und zweigten bei einer kleinen Unterstandshütte in einen Waldweg ab. Der Pfad führte uns stetig bergab, überquerten die Landstrassse und etwas danach einen kleinen Bach und folgten dem breiter werdenden Weg wieder leicht bergauf. Wir gelangten so zum Weiler Grossenbach und zogen an einem Landgasthof vorüber, wo es nur noch ein kurzes Stück bis zur Siegquelle war. Diese legt von hier 155 Kilometer zurück, bevor diese dann bei Bonn in den Rhein münden kann. Vorübergehend wurden wir nun von anschaulichen Informationstafeln des „Wandererlebnispfads Siegquelle“ begleitet und wir erreichten so schon bald weiter aufwärts mit der Ilmquelle, bereits die nächste Quelle am Siegerländer Rothaarkamm. Ein durchaus schöner Wegabschnitt führte uns am Graunhain vorbei und kamen so schliesslich hinunter ins Lahnquellgebiet. Der Wanderweg mündete in die Landstrasse ein, welche uns dann direkt zum Lahnhof und der Lahnquelle hinführte. Die Lahn schlängelt sich von hier aus 224 Kilometer durch Nordrhein-Westfalen und Hessen bevor diese dann bei Lahnstein in den Rhein mündet. Das Hotel Forsthaus Lahnquelle bildete dann auch gleichzeitig unser heutiges Etappenziel und wir bezogen unser Zimmer für die Nacht. Wunderschöne Wanderung mit 15 Kilometern in 4 Stunden Gehzeit. Insgesamt 260 Höhenmeter aufwärts, 

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23. Sep, 2019

Dort wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagten, konnten wir uns nach einer sehr erholsamen Nacht zum Frühstücksbuffet begeben. Tag 6 auf dem Rothaarsteig stand an und wir konnten nach gleich nach der Stärkung mit unserer Wanderung direkt am Steig beginnen. Wir verliessen heute bei Regenwetter das Hotel am Rhein-Weser-Turm und tauchten kurz darauf in den Wald hinein, wo uns der Weg vorerst ziemlich steil abwärts ins Schwarzbachtal brachte. Wir zogen am Erlebnisplatz Waldschule vorbei zur Schutzhütte Knülle, wo es nun weiterhin steig bergab ging. Wir kamen so nach und nach dem Talboden immer näher und so konnten wir über eine Holzbrücke den Schwarzenbach überqueren. Der Blick eröffnete sich uns in das Naturschutzgebiet mit seiner schönen Bachaue. Wir passierten kurze Zeit danach einen kleinen Teich und zweigten in das abgeschiedene Habecketal ab. Der Weg führte uns erst im Wald, dann durch Wiesen gesäumt von Büschen stetig bergauf. Schliesslich tauchten wir wieder in den Fichtenwald ein und kurvten uns hinauf zur Schutzhütte am Wanderparkplatz an der Hochheide. Wir folgten dem vorerst asphaltierten Kammweg durch die Heinsberger Hochheide, bevor wir im leichten Anstieg auf unbefestigten Weg wieder Fichtenwald betraten. Der Forstweg brachte uns so hinauf auf den Dreiherrnstein. Dieser markierte das alte Dreiländereck zwischen dem westfälischen Sauerland, dem Siegerland und dem Wittgensteiner Land. Eine Informationstafel im Schutzhüttchen vertiefte uns über die politischen, religiösen, sprachlichen und kulturellen Unterschiede dieses historischen Grenzgebietes. Der Rothaarsteig führte uns nun über einen Ausläufer der Waldkuppe Riemen, welcher gar zu der höchsten Erhebung des Siegerlandes zählt. Der Weg senkte sich nun aber bald wieder und wir stiegen hinunter ins Quellgebiet des Elberndorferbaches. Das ausgewiesene Naturschutzgebiet zählt mit seinen 80 Hektaren zum grössten auf der Ostseite des Rothaarkamms. Die Quellen mehrten sich nun am Rothaarsteig, so senkte sich unser Weg durch den Wald weiter hinab zu deren Nächste, der Ferndorfquelle. Wir wanderten gemächlich zur Erhebung der Buchhelle bergauf und senkten uns dann zum Rastplatz im Quellgebiet des Wälderbachs hinunter. Schon bald betraten wir die Ginsberger Heide im Naturschutzgebiet Giller und zweigten nach dem Hof Ginsberg wieder in den Wald hinein und folgten den Windungen des Strässchen hinab zur Verzweigung Burg Ginsburg. Ein Abstecher auf den Schlossberg liessen wir uns nicht nehmen und wanderten hinauf zur sehenswerten Burg. Die erstmalig 1292 urkundlich erwähnte und mittlerweile stark sanierte Burg steht auf dem 590 m hohen Schlossberg und besticht mit seinem ockergelben Rundturm. Wir bestiegen natürlich den 16 Meter hohe Turm und konnten trotz des etwas misslichen Wetter trotzallem einen tollen Rundblick geniessen. Wieder zurück auf dem Rothaarsteig, galt es die vorhin verlorenen Höhenmeter wieder wettzumachen und stiegen nun etwas steil hinauf zum Aussichtsturm auf dem nahen Giller. Seit 1892 trägt der Berg einen stählernen Turm, welcher anlässlich zu seinem 111. Geburtstags im Jahre 2003 saniert wurde. Eine Besteigung liessen wir jedoch aus, da wir ausser Nebelschwaden nichts anderes zu Blick bekommen würden. Unser Weg führte uns dann wieder hinab zum Rand der Ginsberger Heide und wanderten so am Pfaffenhain entlang. Der Weg senkte sich bald direkt hinunter zu den ersten Häusern in Lützel, wo wir den Markierungen zum Bahnhof hin folgten. Hier beendeten wir unsere Etappe und warteten auf den Zug, da die Übernachtungsmöglichkeiten in diesem Ort beschränkt waren. Die Rothaarbahn brachte uns dann ins Städtchen Hilchenbach, wo wir im Hotel Garni Hof 31 für diese Nacht unterkamen. Schöne Wanderung mit 19 Kilometern in 5.5 Stunden Gehzeit. Insgesamt 330 Höhenmeter aufwärts.

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22. Sep, 2019

Die Etappe Nummer 5 auf dem Rothaarsteig stand heute an und wir machten uns nach unserer obligaten morgendlichen Stärkung auf, diese in Angriff zu nehmen. Nachdem wir aus dem Hotel Hubertushöhe ausgecheckt hatten, nahmen wir unseren Weiterweg wieder unter unserer Wanderfüsse. Die Strasse führte uns direkt zur Parkanlage, welche wir dann zum Wäldchen hin querten. Wir wechselten ans andere Ufer des Latropbaches und begannen mit unserem Aufstieg auf die Rothaarkammhöhe. Uns standen nun rund 250 Höhenmeter bevor, welche mal mehr und mal weniger steil zu bewältigen waren. Wir folgten dabei dem Taleinschnitt der Lüttmeckesiepen stetig bergan. Fast am Ende des Tälchens stiessen wir dann auf ein Forststrässchen, auf dem wir uns weiter in die Höhe arbeiteten. Wir erreichten nach und nach Kamm wieder und gelangten zur sogenannten Millionenbank. Es ranken sich hier gleich mehre Geschichten um diese Namensgebung. Eine besagt, dass die Bank ihren Namen aus der Inflationszeit nach dem 1. Weltkrieg verdankt. Hier wurde anscheinend eine Buche gefällt, deren Wert in die Millionen ging. Da das Geld jedoch wertlos war, entschloss man sich, aus diesem Holz eine Bank zu errichten, eben eine Millionenbank. An deren Schutzhütte vereinigten sich übrigens die Tal- und Kammvariante des Rothaarsteigs wieder und wir waren nun wieder auf dem Originalpfad unterwegs. Das Natursträsschen leitete uns weiter westwärts zu einer Stromleitungsschneise, wo wir auf den erst gemächlichen, dann aber ziemlich steil abwärtsführenden Graspfad wechselten. Mit schönem Blick über das Grubental hinweg zum Höhendorf Schanze verloren wir schnell an Höhe. Nach einigen Serpentinen mündete der stufendurchsetzte Weg in ein Forststrässchen ein, welchem wir nun wieder bergauf folgen konnten. Den Markierungen folgend trafen wir nach Waldaustritt auf die Hauptstrasse, der wir auf dem parallel verlaufenden Fussweg zum Waldrand hinwanderten. Auf grasigen Weg querten wir den Südhang des kleine Heidkopfs, bevor wir die ersten Häuser des Ortes Jagdhaus erreichten. Der aussichtsreiche Asphaltweg führte uns sachte abwärts und oberhalb der Ortschaft hinweg. Das sehr schöne Wegstück leitete uns zum Ortseingang und dann in Richtung der schmucken Hubertuskapelle. Kurz davor wechselte unsere Wegführung in einem spitzen Winkel und wir wanderten an einer Weide zum Wald hinauf. Wir folgten nun dem wunderschönen Weg durch die Laubwälder am Nordhang des Rothaarkamms. Nach geraumer Zeit stiessen wir auf einen Forstweg, welchem wir durch den dunklen Nadelwald zur Schutzhütte und Wegverzweigung mit dem klingenden Namen „Trudes Sonnenbank“ hin folgten. Der Forstweg führte uns im Hang weiter und kamen so zur Sombornquelle. Das hier entspringende Bächlein durchfliesst die schönen Wiesentäler des Wittgensteiner Landes und entwässert sich auf ihrem langen Wege über Eder und Weser schliesslich zur Nordsee. In einem Linksbogen entfernten wir uns von der Quelle weg und folgten dem Forstweg zum Potsdamer Platz. Der sachte Anstieg führte uns bald mit eindrucksvoller Aussicht auf die Berge des Wittgensteiner Landes um das Mühlenbachtal herum. Der Rothaarsteig senkte sich zur Schutzhütte am Margaretenstein zu. Dieser Stein zählt zu den ältesten Grenzsteinen aus der Region und stammt aus dem Jahre 1692. Auf deren Nordseite trägt er noch gut sichtbar das Wappen mit dem Kurkölnischen Kreuz. Wir wanderten auf dem Forstweg in Kammnähe durch ein Windwurfgelände und passierten danach ein Feuchtwaldstück. Der leicht wurzlige Weg senkte sich an den moosigen Fichten entlang. Hoch über dem Wiggesiepental und dem Hundemgrund, wurde uns hier ein weiter Blick auf das „Land der 1000 Berge“ geboten. Nach einem kurzen Anstieg auf dem Natursträsschen, senkte sich unser Weg weiter und es erwarteten uns dabei immer wieder schöne Ausblicke ins Land. Der Weg wurde wieder etwas schmäler und wir stiegen im Fichtenwald wieder etwas in die Höhe. Leicht wurzlig wanderten wir schliesslich hinab und kamen am Sendemasten vorbei zur Landstrasse hin. Wir überquerten die Landstrasse nachdem wir dieser ein Stück auf dem parallel verlaufenden Waldweg gefolgt waren und erreichten kurz darauf den Rhein-Weser-Turm. Der Turm steht auf der Wasserscheide zwischen Rhein und Weser und bietet von seiner Plattform aus, einen wunderbaren Panoramablick über das südliche Sauerland und das Wittgensteiner Land. Wir beendeten hier unsere heutige Etappe und bezogen unser Zimmer im dazugehörigen Hotel im Rhein-Weser-Turm. Wunderschöne Wanderung mit 17 Kilometern in 4.5 Stunden Gehzeit. Insgesamt 450 Höhenmeter aufwärts

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