20. Sep, 2019

Rothaarsteig 3: Küstelberg - Langwiese

Die dritte Etappe auf dem Rothaarsteig war unser heutiges Tagesprogramm und so schnürten wir nach dem äusserst reichhaltigen Frühstück im gastfreundlichen Café Gästehaus Astenblick unsere Wanderschuhe wieder. Wir zogen wieder an der St. Laurentius Kirche vorbei und verliessen die Ortschaft über den Alten Pferdemarkt auf der Westseite. Wir zweigten ins nächste Naturweglein ab und folgten dem Wald zustrebenden Wegverlauf durch die Feldgebiete. Der Pfad führte uns ziemlich genau der Waldgrenze entlang hinunter zur Landstrasse, die wir dann auch zügig überquerten. Wir betraten das Naturschutzgebiet im Springbachtal und wanderten bergan zum Lagerplatz Wagenschmier. Wir folgten dem Pfad zunächst etwas steil, später leicht bergauf weiterhin im Wald. Nun wieder auf einem Naturweg unterwegs passierten wir das Wegekreuz „Auf der Hamm“ und zweigten kurze Zeit später in südliche Richtung ab. Der ausgetrampelten Pfad führte uns nun geradewegs auf den Wanderparkplatz  zu. In unmittelbarer Nähe befand sich dann auch das Quellgebiet der Ruhr, welche sich von hier über 217 Kilometer ihren Weg nach Duisburg sucht, bevor diese dort in den Rhein mündet. An dieser Stelle ist es nur sehr schwer vorstellbar, dass diese Ruhr im weiteren Verlauf über 5 Millionen Menschen mit Trinkwasser versorgen soll. Von der Quelle wanderten wir aufwärts in den Wäldern des Ruhrkopfs und erreichten danach durch Wiesen die Panorama-Anhöhe Dumel. Wir stiessen auf eine Ferienanlage am Stadtrand des bekannten Wintersportortes Winterberg. Teilweise auf einem Pfad umgingen wir das Neubaugebiet unterhalb des Hanges und hatten danach hoch über dem Helletal einen wunderbaren Blick auf die Jakobuskirche und das extravagante eiförmige Oversum Vital Resort. Der Weg senkte sich von diesem Aussichtshang hinab zum Hotel Forsthaus und wechselten dort in den Wald- und Kurpark im Helletal, wo es nun über Stufen hinab ins Bachtal ging. Wir überquerten den Bach und stiegen auf dem Pfad wieder bergan, welcher dann im Kurpark sein Ende fand. Die Strasse führte uns am Marktplatz „Untere Pforte“ vorbei und zogen durch die von Geschäften und Einkehrmöglichkeiten gesäumten Strasse am Waltenbergs aufwärts. Wir entfernen uns immer weiter vom Ortskern weg und überquerten eine Brücke die Bundestrasse. Wir liessen nun das grösste Wintersportgebiet nördlich der Alpen hinter uns und zweigten auf das Strässchen ein, das uns auf die Winterberger Hochfläche hinaufbrachte. Recht aussichtsreich mit Blick über Winterberg, den Küstelberger Schlossberg, rückte dann auch schon bald der Kahle Asten mit der Hochheide und seinem Turm in unser Blickfeld. Der Anstieg endete bei der Erhebung Herrloh, wo sich dann auch die St. Georg Schanze befand. Die kunstvolle 22 Meter hohe Sprungschanze wurde 1999 komplett erneuert und zu einer international konformen Ganzjahressprungschanze umgebaut. Der Strässchen senkte sich nun wieder hinab und zweigten nach den Skiliften in einen wurzligen und steilen Waldpfad ein. Der Pfad mündete wieder in einen Forstweg ein, der uns am Hang des Poppenbergs am Halbstundenkreuz vorbei in die Nähe der Bobbahn und Langlaufstation Bremberg leitete. Der Forstweg brachte uns erst durch den Hang des Brembergs, bevor wir dann über ein paar Kehren zum Kiosk Nordhang Jause hinab stiegen. Der Schlussanstieg auf den Kahlen Asten konnte somit beginnen und zweigten in den stellenweisen wurzligen Pfad ein. Stetig bergauf führte uns der Weg durch den artenreichen Wald mit Heidevegetation hoch. Die höchstgelegene Bergheide Nordwestdeutschlands war bald erreicht und das Plateau des Kahlen Asten war nun auch nicht mehr weit. Auf der Kuppe des 841 Meter hohen Berges konnten wir bei einem kühlen alkoholfreien Bier nun eine fantastische Aussicht geniessen. Wir machten uns danach auf zu unserem Abstieg und folgten den Markierungen zur ausgetrockneten Lennequelle hin. Der Weg führte uns zur Hangkante hin, konnten dort einen eindrucksvollen Blick ins tief eingeschnittenen Lennetal werfen und folgten dann dem Weg im Wald hinab. Wir wanderten an der der Schutzhütte bei der historischen Landwehr vorbei und schon bald auf breitem und aussichtsreichem Strässchen oberhalb des winzigen Wintersport Lenneplätze auf den Gerkenstein zusteuerten. Gemächlich senkte sich das Strässchen an der Sauerlandhütte vorbei hinab ins Höhendorf Langewiese. Wir wanderten auf die Evangelische Kirche zu, wo es nur noch ein Katzensprung zu unserer heutigen Unterkunft im Landhotel Zur Post war. Wunderschöne Wanderung mit 19 Kilometern in 5.5 Stunden Gehzeit. Insgesamt 470 Höhenmeter aufwärts.

Bildergalerie