24. Sep, 2019

Rothaarsteig 7: Lützel - Lahnquelle

Die Rothaarbahn brachte uns nach der Nacht im Hotel Garni Hof31 wieder von Hilchenberg zurück nach Lützel, wo wir die 7. Etappe auf dem Rothaarsteig beginnen konnten. Wir verliessen die Bahnstation auf der Nordseite und folgten der Strasse über das Bahntrassee hinweg. Wir strebten auf der Strasse durch das vermoorte Quellgebiet des Lützelsbachs dem nahen Wald zu und zweigten in den am Waldrand verlaufenden Naturweg ein. Recht aussichtsreich und etwas oberhalb des Lützelbachs wanderten wir in östlicher Richtung, bevor uns ein kurzer Pfad hinab ins Edertal schwang. Wir überquerten über eine kleine Holzbrücke die Eder und konnten dann dem bequemen Forstweg talaufwärts folgen. Wir liessen auf den nächsten anderthalb Kilometern alle Abzweigungen links liegen und wanderten parallel zur Eder hin durch das schöne Naturschutzgebiet Eicherwald. Der Birkenschutzwald steht hier seit 1930 unter Naturschutz und seine Moorbereiche sind ein idealer Lebensraum für Amphibien und Sumpfvögel. Am Steinbruch Drei Fichten vorbei wanderten wir weiterhin dem Bachlauf der Eder entlang stetig bergan. Der Talgrund ist auch hier, wie schon im Eicherwald, vermoort und verzauberte uns mit seinem Reichtum an Moosen, Farnen und Gräsern. Der Rothaarsteig zweigte nach geraumer Zeit vom Strässchen ab und wir erreichten nach wenigen Schritten im Wald die stimmungsvolle Ederquelle. Die Eder entspringt hier am Ederkopf und ist mit seinen 177 km der längste und grösste Zufluss der Fulda. Sie wird auch gerne als „Juwel der Flüsse Hessens“ bezeichnet. Wir folgten oberhalb der Quelle der historischen Kohlenstrasse, auf welcher im späten Mittelalter Holzkohle aus dem Wittgensteiner Land auf dem beschwerlichen Weg ins Siegerland transportiert wurden. An den Bäumen längs dieser Kohlenstrasse konnten wir bis zu acht verschiedene Wandermarkierungen vorfinden, wir orientierten aber uns an das bereits gewohnte Rothaarsteig-R und gelangten hinab ins Wiesental der Benfe. Waldheim, die oberste und kleine Siedlung im Tal, liessen wir hinter uns und schlugen unsere Richtung gegen den Wald zu. Sanft ansteigend folgten wir dem Natursträsschen durch den Wald aufwärts und zweigten bei einer kleinen Unterstandshütte in einen Waldweg ab. Der Pfad führte uns stetig bergab, überquerten die Landstrassse und etwas danach einen kleinen Bach und folgten dem breiter werdenden Weg wieder leicht bergauf. Wir gelangten so zum Weiler Grossenbach und zogen an einem Landgasthof vorüber, wo es nur noch ein kurzes Stück bis zur Siegquelle war. Diese legt von hier 155 Kilometer zurück, bevor diese dann bei Bonn in den Rhein münden kann. Vorübergehend wurden wir nun von anschaulichen Informationstafeln des „Wandererlebnispfads Siegquelle“ begleitet und wir erreichten so schon bald weiter aufwärts mit der Ilmquelle, bereits die nächste Quelle am Siegerländer Rothaarkamm. Ein durchaus schöner Wegabschnitt führte uns am Graunhain vorbei und kamen so schliesslich hinunter ins Lahnquellgebiet. Der Wanderweg mündete in die Landstrasse ein, welche uns dann direkt zum Lahnhof und der Lahnquelle hinführte. Die Lahn schlängelt sich von hier aus 224 Kilometer durch Nordrhein-Westfalen und Hessen bevor diese dann bei Lahnstein in den Rhein mündet. Das Hotel Forsthaus Lahnquelle bildete dann auch gleichzeitig unser heutiges Etappenziel und wir bezogen unser Zimmer für die Nacht. Wunderschöne Wanderung mit 15 Kilometern in 4 Stunden Gehzeit. Insgesamt 260 Höhenmeter aufwärts, 

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