Fernwanderung auf dem Rothaarsteig

21. Sep, 2019

Nach der erholsamen Nacht und dem stärkenden Frühstück, ging es wieder los und wir nahmen die 4. Etappe des Rothaarsteigs in den Angriff. Wir verliessen das Landhotel Zur Post wieder und wanderten ein kurzes Stück zurück, um in unseren Fernwanderweg einsteigen zu können. Vom Bergdorf aus führte uns der Weg wieder hinauf auf den Kamm des Rothaargebirges, welcher hier den ehemaligen Grenzverlauf zwischen dem kurkölnischen Sauerland und dem Wittgensteiner Land darstellte. Wir wanderten am Aussichtspunkt „Auf der Höhe“ vorbei und hielten auf dem Wanderpfad etwas abwärts dem Wald zu. Hinter den Leitplanken der Bundesstrasse tauchten wir in den Wald hinein und wanderten dann ziemlich steil hinauf zum Knäppchen. Wenig später hatten wir den Gipfelbereich erreicht und konnten ein eindrucksvollen Tiefblick auf Westfeld und die Berge des Schmallenberger Sauerlands geniessen. Oberhalb der Hoheleye Hütte betraten wir wiederum Waldgebiet und wanderten mehr oder weniger ebenaus auf den Albrechtsplatz zu. Dieser zählt mit seinen 729 Metern zu einem der höchsten Pässe in Nordrhein-Westfalen. Wir überquerten vorsichtig die etwas unübersichtliche Bundesstrasse und folgten dem gegenüberliegenden Schottersträsschen geradeaus. An den schier endlosen Weihnachtsbaum-Plantagen entlang folgten wir weiterhin dem historischen Grenzweg, welcher auch heute noch die Kreisgrenze vorgibt.  Eine Informationstafel am „Alten Ahorn“ erläuterte uns dabei die Funktion dieser historischen Grenze. Wir wanderten über die sanfte Waldkuppe des Albrechtberges und folgten danach dem Rothaarsteig durch den schönen Buchenwald sanft bergab. Wir passierten den Heidenstock, bei welchem es sich um ein hölzernes Bildstöckchen handelt und an die Christianisierung vor über 1000 Jahren erinnern soll. Wir tauchten wieder in alte Fichtenwälder ein und gelangten kurz darauf zur Verzweigung der beiden Rothaarsteigvarianten „Kamm“ oder „Tal“. Wir mussten uns im Vorfeld schon für die Talvariante entscheiden, da bei der Kammvariante die Übernachtungsmöglichkeiten im Zielort leider schon ausgebucht waren. So schlugen wir den Weg in Richtung des aussichtsreichen Höhendorf Schanze ein. Das Strässchen führte uns am Hang des Hartmecke-Tals entlang und zweigten nach einiger Zeit in einem spitzen Winkel auf das beschauliche Ortschäftchen Schanze zu. Dort entschieden wir uns spontan dem nahen Kyrillpfad einen Besuch abzustatten. Auf dem über 1000 m langen Pfad wurde uns dabei das Chaos, das Kyrill hinterlassen hat, unmittelbar und hautnah erlebbar. Wir wanderten danach wieder zurück in das Bergdorf und verliessen dieses bereits nach kurzer Zeit auf deren Südseite wieder. Die asphaltierte Strasse ging schon bald in einen Schotterweg über, der uns stetig bergab führte. Im Buchenhochwald schwang sich unser Weg an der Unterstellhütte Schlumperbrüche vorbei, hinunter zum Schladelbach. Wir wanderten nun an diesem wunderschönen Bachlauf entlang talauswärts und gelangten so zum sogenannten Altarstein. Der Überlieferung nach handelte es sich dabei um eine Opferstätte der heidnischen Sachsen. Heute steht dort eine Gedenksäule, welche an eine Dorf-Neugründung anfangs des 18. Jahrhunderts erinnert. Der Bach staute sich dort zu einem kleinen Tümpel, an welchem wir eine kurze Rast einlegten, bevor wir weiter durch das Grubental hinaus wanderten. Nach dem Naturdenkmal „Dicke Eiche“ stieg unser Weg kurz an und konnten danach ohne grosse Höhenunterschiede dem Natursträsschen folgen. Stets begleitet vom Rauschen des Baches gelangten wir nach dem Fischteich ans Ende des Grubentals. Wir erreichten eine Teerstrasse und somit auch die ersten Gebäude der Ortschaft Latrop. Mit Blick auf die St. Josef Kapelle zogen wir in den malerischen Ort ein und beendeten beim Hotel & Gasthof Hubertushöhe unsere Etappe. Tolle Wanderung mit 17.5 Kilometern in 4.5 Stunden Gehzeit. Insgesamt 150 Höhenmeter aufwärts.

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20. Sep, 2019

Die dritte Etappe auf dem Rothaarsteig war unser heutiges Tagesprogramm und so schnürten wir nach dem äusserst reichhaltigen Frühstück im gastfreundlichen Café Gästehaus Astenblick unsere Wanderschuhe wieder. Wir zogen wieder an der St. Laurentius Kirche vorbei und verliessen die Ortschaft über den Alten Pferdemarkt auf der Westseite. Wir zweigten ins nächste Naturweglein ab und folgten dem Wald zustrebenden Wegverlauf durch die Feldgebiete. Der Pfad führte uns ziemlich genau der Waldgrenze entlang hinunter zur Landstrasse, die wir dann auch zügig überquerten. Wir betraten das Naturschutzgebiet im Springbachtal und wanderten bergan zum Lagerplatz Wagenschmier. Wir folgten dem Pfad zunächst etwas steil, später leicht bergauf weiterhin im Wald. Nun wieder auf einem Naturweg unterwegs passierten wir das Wegekreuz „Auf der Hamm“ und zweigten kurze Zeit später in südliche Richtung ab. Der ausgetrampelten Pfad führte uns nun geradewegs auf den Wanderparkplatz  zu. In unmittelbarer Nähe befand sich dann auch das Quellgebiet der Ruhr, welche sich von hier über 217 Kilometer ihren Weg nach Duisburg sucht, bevor diese dort in den Rhein mündet. An dieser Stelle ist es nur sehr schwer vorstellbar, dass diese Ruhr im weiteren Verlauf über 5 Millionen Menschen mit Trinkwasser versorgen soll. Von der Quelle wanderten wir aufwärts in den Wäldern des Ruhrkopfs und erreichten danach durch Wiesen die Panorama-Anhöhe Dumel. Wir stiessen auf eine Ferienanlage am Stadtrand des bekannten Wintersportortes Winterberg. Teilweise auf einem Pfad umgingen wir das Neubaugebiet unterhalb des Hanges und hatten danach hoch über dem Helletal einen wunderbaren Blick auf die Jakobuskirche und das extravagante eiförmige Oversum Vital Resort. Der Weg senkte sich von diesem Aussichtshang hinab zum Hotel Forsthaus und wechselten dort in den Wald- und Kurpark im Helletal, wo es nun über Stufen hinab ins Bachtal ging. Wir überquerten den Bach und stiegen auf dem Pfad wieder bergan, welcher dann im Kurpark sein Ende fand. Die Strasse führte uns am Marktplatz „Untere Pforte“ vorbei und zogen durch die von Geschäften und Einkehrmöglichkeiten gesäumten Strasse am Waltenbergs aufwärts. Wir entfernen uns immer weiter vom Ortskern weg und überquerten eine Brücke die Bundestrasse. Wir liessen nun das grösste Wintersportgebiet nördlich der Alpen hinter uns und zweigten auf das Strässchen ein, das uns auf die Winterberger Hochfläche hinaufbrachte. Recht aussichtsreich mit Blick über Winterberg, den Küstelberger Schlossberg, rückte dann auch schon bald der Kahle Asten mit der Hochheide und seinem Turm in unser Blickfeld. Der Anstieg endete bei der Erhebung Herrloh, wo sich dann auch die St. Georg Schanze befand. Die kunstvolle 22 Meter hohe Sprungschanze wurde 1999 komplett erneuert und zu einer international konformen Ganzjahressprungschanze umgebaut. Der Strässchen senkte sich nun wieder hinab und zweigten nach den Skiliften in einen wurzligen und steilen Waldpfad ein. Der Pfad mündete wieder in einen Forstweg ein, der uns am Hang des Poppenbergs am Halbstundenkreuz vorbei in die Nähe der Bobbahn und Langlaufstation Bremberg leitete. Der Forstweg brachte uns erst durch den Hang des Brembergs, bevor wir dann über ein paar Kehren zum Kiosk Nordhang Jause hinab stiegen. Der Schlussanstieg auf den Kahlen Asten konnte somit beginnen und zweigten in den stellenweisen wurzligen Pfad ein. Stetig bergauf führte uns der Weg durch den artenreichen Wald mit Heidevegetation hoch. Die höchstgelegene Bergheide Nordwestdeutschlands war bald erreicht und das Plateau des Kahlen Asten war nun auch nicht mehr weit. Auf der Kuppe des 841 Meter hohen Berges konnten wir bei einem kühlen alkoholfreien Bier nun eine fantastische Aussicht geniessen. Wir machten uns danach auf zu unserem Abstieg und folgten den Markierungen zur ausgetrockneten Lennequelle hin. Der Weg führte uns zur Hangkante hin, konnten dort einen eindrucksvollen Blick ins tief eingeschnittenen Lennetal werfen und folgten dann dem Weg im Wald hinab. Wir wanderten an der der Schutzhütte bei der historischen Landwehr vorbei und schon bald auf breitem und aussichtsreichem Strässchen oberhalb des winzigen Wintersport Lenneplätze auf den Gerkenstein zusteuerten. Gemächlich senkte sich das Strässchen an der Sauerlandhütte vorbei hinab ins Höhendorf Langewiese. Wir wanderten auf die Evangelische Kirche zu, wo es nur noch ein Katzensprung zu unserer heutigen Unterkunft im Landhotel Zur Post war. Wunderschöne Wanderung mit 19 Kilometern in 5.5 Stunden Gehzeit. Insgesamt 470 Höhenmeter aufwärts.

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19. Sep, 2019

Tag 2 auf dem Rothaarsteig brach an und wir machten uns nach der Nacht und dem reichhaltigen Frühstück im Hotel Haus Keuthen wieder startklar. Wir zogen also los und wanderten durch die Ortschaft Elleringhausen, welche wir dann auf deren Südseite verliessen. Vor uns präsentierten sich die mächtigen Felsen der Bruchhauser Steine. Diese markanten Landschaftspunkte bestehen aus vier Porphyrfelsen, mit den Namen Bornstein, Goldstein, Ravenstein und Feldstein und befinden sich allesamt auf dem 760 m hohen Istenberg. Die Naturstrasse brachte uns aufwärts durch die Felder zu Landtrasse hin, welcher wir zum nächsten Abzweiger in den bergwärts führenden Naturweg folgen mussten. Dieser brachte uns nun ziemlich direkt hinauf auf zum Wiedereinstieg des Rothaarsteiges. Der breite Weg führte uns unterhalb des Informations-Zentrums um diese sagenhaften Steine herum und wir traten schon blad wieder aus dem Wald hinaus. Im Waldrandbereich folgten wir dem Rothaarsteig und blickten auf das unter uns liegende Bruchhausen. Mit weiter Aussicht wanderten wir am Waldrand entlang weiter südwärts. Nachdem wir die letzten Häuser Bruchhausens hinter uns gelassen hatten, zog sich der Weg durch den Gaugrebenschwald bergan. Wir gewannen nach und nach an Höhe und gelangten so auf den Höhenrücken zwischen Medebach und Schmalah hinauf zum grossen Wegedreieck. Unser Weg schwang sich vorerst ziemlich steil auf dem Waldrücken in die Höhe zum sogenannten Richtplatz an der Grenze zwischen den Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Hessen. Dies war im Mittelalter eine zentrale Gerichtsstätte, wo die Richter über Leben oder Tod entschieden. Im Randbereich des Richtplatzes befindet sich ein Stein mit einer Bronzetafel mit einem abgebildeten Schwert, welches die Gerichtsbarkeit verkörpern soll. Wir wanderten auf dem wurzligen Waldweg bergauf und wurden dabei von den alten historischen Schnadensteine von 1825 begleitet, welche die Grenze Westfalens und Hessen markieren. Der Weg verschmälerte sich zu einem lauschigen Waldpfad und gelangten an der schönen Aussicht vorbei hinauf zum höchsten Berg Nordrhein-Westfalens und des Sauerlandes, dem Langenberg auf 843 Meter Höhe. Er überbietet den wesentlich bekannteren „Kahlen Asten“ um genau 2 Meter, hat aber im Gegensatz zu diesem, keinerlei Fernsicht zu bieten. Das Forststrässchen leitete uns hinunter zum Oberer Burbecker Platz, wo es dann wechselweise auf Pfad und Strässchen zur Hochheidehütte hochging.  Wir wanderten nun durch die Hocheheide neuer Hagen, welches mit seinen 77 Hektaren, das grösste zusammenhängende Heidegebiet Nordrhein-Westfalens bildet. Am Südrand führte uns der Weg zum Gipfelkreuz des Neuen Clemensberg, hoch über dem Diabessteinbruch, von welchem aus uns einen traumhaften Blick über die höchsten Sauerlandberge geboten wurde. Am Rande der Heide gelangten wir über die Hoppeckequelle und anschliessend durch mooriges Gelände zu einem Rastplatz mit Schutzhäuschen. Wir zweigten auf den alten Grenzweg ein, welcher uns bequem durch die Fichtenwälder führte. Alte Grenzsteine zwischen dem ehemaligen Königreich Preussen und dem Fürstentum Waldeck dienen dabei noch heute als sehenswerte Zeitzeugen. Das Gelände stieg nun noch einmal sachte an und wir erreichten an der Erhebung des Hillkopfes bereits die nächste Schutzhütte. Die Forststrasse, unterbrochen von immer wiederkehrenden direkten Abkürzungen durch Wanderpfade brachten uns stetig bergab. Wir traten aus dem Wald heraus und sahen nun schon unser Ziel Küstelberg vor unseren Füssen liegen. Der Forstweg mündete in eine Asphaltstrasse ein, welche uns auf die kleine Kirche St. Laurentius im Zentrum des Ortes zuführte. Nur wenige Meter daneben fanden wir dann auch das Café Gästehaus Astenblck, das unser heutiges Etappenziel dann auch markierte. Wunderschöne Wanderung mit 20. 5 Kilometer in 5.5 Stunden Gehzeit. Insgesamt 600 Höhenmeter aufwärts.

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18. Sep, 2019

Der rund 160 Kilometer lange Rothaarsteig führt über den Kamm des Rothaargebirges vom saarländischen Brilon ins hessische Dillenburg im Dilltal. An den sagenumwoben Bruchhausers Steine vorbei, über den höchsten Berg Nordrhein-Westfalens, durch zahlreiche Naturschutzgebiete und an unzählige Quellen entlang, soll uns der viel zitierte „Weg der Sinne“ dabei leiten. Der Rothaarsteig wurde 2001 als erster moderner Wanderweg dieser Länge in Deutschland eröffnet und ist mit einem auf dem Rücken liegenden „R“ auf rotem Grund durchgehend markiert.


Nach unserem zweitägigen Wander-Warmup auf dem Verbindungsweg zwischen den Hermannshöhen und dem Rothaarsteig, machten wir uns nun also auf, für unsere erste Etappe auf dem Fernwanderweg. Wir verliessen dazu das Hotel Rech am Derker Tor und kamen so wieder auf die Probsteikirche, dem Wahrzeichen der Stadt Brilon, zu. Auf der verkehrsberuhigten Niederer Strasse wanderten wir nun hinab zur Hauptstrasse und gelangten quer durch den Kreishauspark zum Rothaarsteig-Portal. Wir verschufen uns dort nochmal die Übersicht, was uns die nächsten 9 Tage erwarten soll und zogen dann hinein ein die Laubwälder des Naturschutzgebietes Drübel. Der Wanderweg führte uns nun über den bewaldeten Bergrücken zur Hauptstrasse am Waldrand hin. Wir überquerten diese und wanderten auf einer aussichtsreichen Lindenallee zum Wald hinauf. Auf der Anhöhe hatten wir nochmals einen schönen Blick auf die Stadt Brilon und die umliegenden Berge. Wir betraten den Wald, wo wir kurz danach über Stufen hinab zum Rande des Kurparks wanderten. Unser Weg führte nun etwas steil bergauf, am Ausflugsrestaurant Bockmanns Hütte vorrüber, und über Holztreppen weiter zur Möhnequelle. Die Möhne ist der erste grosse Nebenfluss der Ruhr und entspringt hier aus den Kalksteinklüften. Der Rothaarsteig führte uns weiter bergan über den aussichtsreichen Gündenhagener Poppenberg und senkte sich dann zum Kyrill-Tor vor dem Ortsrand Petersborn. Das aus 14 massiven Fichtenstämmen bestehende Tor erinnerte uns an das Orkantief Kyrill im Januar 2007, welches damals mit verheerenden Auswirkungen über das Sauerland und Siegerland hinwegfegte. Wir durchschritten dieses imposante Tor und folgten dem westwärts führenden Forstweg, welcher uns im sanften Abstieg durch das Gimmetal brachte. Der plätschernde Bach begleitete uns durch das stille Tälchen zum Wanderparkplatz an der Hebammen Hütte hin. Wir wechselten nun der Forststrasse auf den ansteigenden Waldweg ein, der uns passagenweise ausgetreten und als Wurzelpfad zum Borberg hochführte. Im schönen Buchenwald durchschritten wir den Ringwall von Borbergs Kirchhof mit seiner schmucken Kapelle. Diese wurde 1925 zu Ehren der Friedenskönigin Maria erbaut, und sollte nach dem Ersten Weltkrieg, dem Frieden zwischen den Völkern ein sichtbares Zeichen setzen. Bevor wir aber unsere Wanderfüsse weiterbewegten, genossen wir noch den herrlichen Ausblick auf Olsberg und den Arnsberger Wald. Beim hohen Bergkreuz verliessen wir den Ringwall von Borbergs Kirchhof wieder und wanderten auf wurzligen Pfaden bergauf zum Forstweg. Dieser führte uns nun am Hang des Borbergs gemächlich abwärts zur kapellenartig überdachten Steinstele St Antonius. Bei einem Schutzhüttchen zweigten in südlicher Richtung ab und wanderten leicht ansteigend zur Hütte im Sattel des Schusterknapp. Im Hang des Habbergs, welchen wir nun erreichten, hatten wir nun zwei Möglichkeiten zu unserer Wahl; die Klettervariante oder Normalroute. Da wir ziemlich viel Gepäck auf unseren Schultern hatten, was für Kletterpartien nicht gerade förderlich ist, entschieden wir uns die einfachere, wenn auch etwas monotonere Normalvariante zu wählen. Der Forstweg führte uns so auf gleicher Höhe in den Westhängen von Habberg und Ginsterkopf südwärts durch die Wälder. Nach gut 2.5 Kilometer vereinigten sich beide Wegvarianten wieder und wir trafen auf die Feuereiche an der Rhein-Weser-Wasserscheide. Ein ca. 11 Meter hoher Eichenstamm, zeigte uns anhand von kunstvollen Schnitzereien die Entwicklungsgeschichte des Menschen im Zusammenspiel des Holzes und des Feuers. Hier verliessen wir für heute den Rothaarsteig, um zu unserer Unterkunft in Elleringhausen abzusteigen. Der gut markierte gelbe Zugangsweg brachte uns dazu hinunter ins Wiesental des Gierskoppbaches, wo wir durch die weiten Felder zum Ortsrand hinwanderten. Unser Hotel Haus Keuthen war bald erreicht und wir beendeten dort die erste Etappe auf dem Rothaarsteig. Schöne Wanderung mit 18 Kilometern in 5 Stunden Gehzeit. Insgesamt 280 Höhenmeter aufwärts.

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