17. Sep, 2019

Heringhausen - Brilon

Nach unserer Nacht und dem reichhaltigen Frühstück im Goebel’s Seehotel am schönen Diemelsee machten wir uns wieder startklar, um den zweiten Teil des Zuwegs an den Rothaarsteig in Angriff zu nehmen. Der breite Gehsteig führte uns der Strasse entlang aus dem  Ort hinaus und folgten nun ziemlich lange den Windungen des Dienelsees. Nach gut 2.5 Kilometern erreichten wir wieder die Diemelsperrmauer, wo wir dann auf der Sauerländer Waldroute unsere Tour fortsetzen konnten. Wir folgten erst ein Stück der Landstrasse, bevor wir dann in eine Naturweg etwas abseits der Strasse einbiegen konnten. Oberhalb des Strandbades zeigten wir vom wunderschönen Diemelsee weg und zogen der Strasse nach ziemlich steil bergan. Unser Weg durch den Hang am Fresenberg ging bald in ein Forststrässchen über und wanderten durch den Wald unterhalb des Buttenbergs vorbei. Wir folgten ziemlich genau dem Verlauf der nordrheinwestfälischen und hessischen Grenze, wobei uns immer wieder historische Grenzsteine auf diese Begebenheit aufmerksam machten. Ein schmaler Pfad führte uns dann um die Erhebung des Köpfchens herum, wo uns nun wiederum breiteres Weggebiet erwartete. Wir wanderten nun nach und nach vom Grossen Buttenberg hinunter, wo wir uns kurz udurch unwegsames Gelände mit viel Windwurfholz kämpfen mussten. Nach der Querung der Landstrasse zweigten wir abermals in ein Forststrässchen und stiegen bergan zum verwaisten Dörfchen Huckeshol auf. Der dortige Gasthof wurde im Jahre 2012 geschlossen und ein Jahr später fanden die Rinder und Alpakas ein neues Zuhause, womit es in der Bergsiedlung nun endgültig ruhig wurde. Nachdem wir das letzte Haus passiert hatten, tauchten wir wieder in den Wald hinein und folgten dem Strässchen hinab in den Teufelsgrund. Wir gelangten durch diesen dunklen Taleinschnitt ins Bremcketal, wo wir den gleichnamigen Bach querten. Wir verliessen schon bald den Schotterweg und stiegen über den Wanderpfad nun wieder in die Höhe, welcher uns auf dem Briloner Kammweg zu einem weiteren Strässchen hochführte. Auf diesem wanderten wir ziemlich lange hinab ins Hoppecketal und verliessen den Wald bei deR Pulvermühle wieder. Ein kurzes Stück der Landstrasse entlang und wir konnten nach deren Überquerung in das gegen Norden verlaufende Strässchen einmünden. Das Strässchen zog bald wieder etwas bergan und wir wanderten am Kursanatorium „Hochsauerlandhaus der Kriegsblinden“ vorbei in ein Wäldchen hinein. Der vorerst steile Naturweg brachte uns etwas unterhalb des Hängebergs zum sogenannten Waldfeenpfad. Eine Waldfee führt die Besucher rund um den Hängeberg und lädt die Besucher ein, die Welt des Waldes mit allen Sinnen zu erleben. Wir passierten mit Station 8 „Wald als Klimaschützer“ und Station 1 „Stürmische Zeiten“ zwei von insgesamt neun Stationen und erreichten nach dem Landgasthof Gruss den Wanderparkplatz. Wir überquerten dort die Landstrasse und folgten dieser auf dem parallel verlaufenden Strässchen im Wald. Beim Parkplatz des Golfclub Brilon machten wir dann einen Schwenker, um erst an der kleinen Erhebung Hölsterloh und danach durch das schöne Naturschutzgebiet der Briloner Kalkkuppen zu wandern. Als wir den Wald wieder verliessen, hatten wir bereits den Stadtrand von Brilon erreicht. Nach wenigen Metern tauchten wir aber schon wieder in ein Wäldchen ein und bewegten unsere Wanderschuhe auf dem Rothaarsteig, welcher dann für die nächsten 9 Tage unsere Tagesstube sein soll. Wir folgten diesem heute aber nur in die andere Richtung als für den morgigen Start, um zu unserer Unterkunft in der Stadt zu gelangen. Der Wanderweg brachte uns dazu am Eingangsportal des Rothaarsteigs vorbei ins Stadtgebiet von Brilon. Die Niedere Strasse führte uns dann direkt auf die die dreischiffige Hallenkirche der Probstei St. Petrus und Andreas zu. Der in leicht erhöhter Lage befindende Bau mit seinem dominierenden frühgotischen Westturm, gilt als Wahrzeichen der Stadt und wurde bereits im 14. Jahrhundert fertiggestellt. Wir schlugen von dort aus unsere Wegrichtung gegen Süden ein und erreichten durch das Derker Tor unsere Unterkunft Hotel Rech, wo unsere Zuwegs-Etappe zum Rothaarsteig dann auch endete. Schöne Wanderung 22 Kilometern in knapp 6 Stunden und 15 Minuten  Gehzeit. Insgesamt 450 Höhenmetern aufwärts.