9. Feb, 2020

Steinen - Dinkelberg - Rheinfelden

Heute zog es uns wieder einmal über die Schweizer Landesgrenze hinaus, um eine weitere Wanderung unter unsere Füsse nehmen zu können. Wir reisten ins baden-württembergische Steinen im Wiesental, wo eine Etappe des Interregio-Wanderweg auf unserem Wanderfokus stand. Der Interregio-Wanderweg umfasst insgesamt 210 Kilometern und führt auf 11 Etappen durch das Dreiländereck zwischen Schweiz, Frankreich und Deutschland. Wir hatten uns dazu Etappe 4 im südlichen Schwarzwald ausgesucht und verliessen die Bahnstation Steinen in östlicher Richtung. Wir zweigten in die Hauptstrasse ein, welche uns erst über die Geleise und dann über das Flüsschen Wiese führte. Ein Fuss- und Fahrradweg brachte uns dann unter der Bundestrasse hindurch an den Ortsrand von Höllstein. Der Weg führte uns quer durch diese Ortschaft und wir hielten uns dann auf den Waldrand zu. Wir wechselten auf ein Natursträsschen, welches uns durch ein kleines Waldtälchen bergauf brachte. Als wir aus dem Wald heraustraten, wanderten wir der Erhebung auf dem Enzelbuck zu. Das Natursträsschen führte uns nun über Feld und Flur im schönen Naturpark Südschwarzwald. Wir querten eine Landstrasse und betraten schon bald wieder ein Waldgebiet. Das Forststrässchen leitete uns durch den Jungholzwald zum Windelberg hinauf. Wir bewegten uns nun gleichzeitig auf der Ostvariante des Westwegs, welche uns nun wieder aus dem Wald herausführte. Wir wanderten weiterhin bergauf durch das aussichtsreiche Feldgebiet und erreichten den Aussichtsturm auf der Hohe Flum. Der 13.5 Meter hohe steinerne Turm wurde 1874 erbaut und wir konnten diesen über 62 Stufen zur Aussichtsplattform besteigen. Er steht auf der höchsten Erhebung des Gebirgszugs des Dinkelberges und bot uns einen schönen Rundblick über den Südschwarzwald, zu den südlichen Vogesen und auch über den Schweizer Jura hinweg. Als uns Mutter Erde wieder hatte, führte uns ein Pfad zu einem Strässchen hinab, welchem wir zum Rastplatz Altreb mit seinen prächtigen Himmelsliegen hin folgten. Ein zur Strasse parallel verlaufender Fussweg brachte uns geradewegs auf das Oberdorf von Nordschwaben zu. Wir wanderten durch den Ort und verliessen diesen auf deren Südseite wieder, wo das Strässchen in ein Naturweg überging. Wir folgten vorerst dem Waldrand und tauchten dann in den Baselwald ein. Stetig bergab führte uns das Strässchen zum Hirschbächle, dem wir nun weitgehend folgen konnten. Unterhalb der Nagelfluhhöhle verliessen wir nach längerer Zeit das Waldgebiet wieder und folgten der Asphaltstrasse in den Ort Riedmatt hinein. Beim Geo-Museum Dinkelberg zweigten wir dann in einen Fussweg, der uns am Sägebächle hinunter zum Ufer des Hochrheins brachte. Der wunderschön angelegte Wanderweg führte uns durch den Auenwald und dem Ufer entlang auf das Schloss Beuggen zu. Die eindrucksvolle halbrunde Wasserschloss-Anlage liegt malerisch am Rhein und weist über eine wechselvolle 700-jährige Geschichte auf. In einem Bogen wanderten wir um den schönen Schlosspark herum und betraten dann die Schlossanlage, welcher wir aber kurze Zeit später auf deren Südseite wieder verliessen. Das Strässchen führte uns am Pestalozziheim vorbei wieder zum Rheinufer hin. Wir bewegten uns schon bald auf dem Natur-Energie-Weg des Rheinkraftwerkes Rheinfelden, welcher uns im weiteren Verlauf über die Nutzung der Wasserkraft im Hochrhein informierte. Beim Ausstellungspavillon „Kraftwerk 1898“ ging das Strässchen wieder in ein Naturweg über und wir wanderten weiterhin am Ufer zur Adelbergwiese hin. Wir erreichten so schon gleich einmal die alte Rheinbrücke und überquerten auf dieser den Rhein und somit auch die Staatsgrenze zur Schweiz. Die Strasse führte uns von der Unteren Marktgasse ziemlich direkt hinauf zum Bahnhof in Rheinfelden, wo unsere Tour dann auch ihr Ende nahm. Wunderschöne Wanderung mit 20 Kilometern in 5 Stunden Gehzeit. Insgesamt 228 Höhenmeter aufwärts.

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